Abo
  • Services:
Anzeige
Betroffen vom Angriff sind D-Link-Router vom Typ DSL-321B.
Betroffen vom Angriff sind D-Link-Router vom Typ DSL-321B. (Bild: www.dlink.com)

Sicherheitslücke: DNS-Einstellungen von D-Link-Modems manipuliert

Neue Sicherheitslücke bei D-Link-Modems: Über ein Webinterface lassen sich offenbar die DNS-Einstellungen ändern. Ein neues Update soll Abhilfe schaffen.

Anzeige

Auf DSL-Modems des Herstellers D-Link hat es einen Angriffsversuch gegeben. Das berichtet Heise Security unter Berufung auf ungenannte Quellen. Bei Geräten vom Typ DSL-321B seien die voreingestellten Adressen der DNS-Server geändert worden. Auf diese Weise lässt sich der Internettraffic der Nutzer umleiten, was zu Datendiebstahl über manipulierte Seiten führen kann. Im konkreten Fall sei die IP-Adresse 37.1.206.9 als DNS-Server eingetragen worden. Da hinter dieser Adresse jedoch kein DNS-Server aktiv sei, sei die Manipulation schnell aufgefallen, weil kein Zugriff auf Internetseiten mehr möglich gewesen sei.

D-Link bezeichnet die einfach ausgestatteten Geräte mit nur einem Ethernetport für das lokale Netz als Modems, technisch gesehen handelt es sich aber um einen Router. Daher ist er auch für den ersten Schritt der DNS-Auflösung zuständig, und eben dieser lässt sich offenbar beeinflussen. Fatal dabei ist, dass sich das Webinterface der Router auch über den WAN-Port und damit per Internet erreichen lässt.

Betroffen von der Attacke war dem Bericht zufolge eine in Deutschland und Österreich vertretene Restaurantkette mit insgesamt 19 Modems. Vermutlich gebe es weitere Opfer. Ermöglicht wurde die Manipulation durch eine Hardwareversion, deren Konfiguration im Auslieferungszustand über das Internet zu erreichen ist. Selbst dann, wenn der Nutzer die Fernverwaltung deaktiviert. Betroffen sei die Revision Z mit der Firmware 1.0.5. Inzwischen stellte D-Link eine aktuelle Firmware (1.0.10) bereit, die das Problem beheben soll.

US-amerikanische Sicherheitsforscher hatten erst vor wenigen Tagen über einen Angriff auf mehrere hunderttausend Heimrouter vor allem in Asien und Europa berichtet. Wie Sicherheitsexperten von Team Cymru erläuterten, änderten die Angreifer die DNS-Einstellungen in Geräten der Hersteller D-Link, Micronet, Tenda, TP-Link und Zyxel. Auch in diesem Fall waren über die neu eingetragenen DNS-Server noch keine Manipulationsversuche bekanntgeworden. Bei einem ähnlich gelagerten Angriff wurden in Polen die DNS-Einstellungen verändert, um an die Zugangsdaten von Online-Banking-Kunden zu gelangen. Von dieser Attacke waren offenbar rund 80 Nutzer vor allem in Polen und Russland betroffen.

Nach Ansicht von Experten rühren Sicherheitslücken in Routern häufig daher, dass die Hersteller ausführliche Sicherheitstests versäumen oder sich selbst Hintertüren für den Zugang zu den Geräten verschaffen.

Nachtrag vom 7. März 2014, 15:25 Uhr

D-Link hat die Lücke bestätigt und die Firmware in Version 1.10 auf seiner Sicherheitsseite eingetragen.


eye home zur Startseite
SoniX 07. Mär 2014

Danke, ja die News habe ich wohl verpasst :-)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Rational AG, Landsberg am Lech
  2. Bertrandt Technikum GmbH, Böblingen
  3. GK Software AG, Schöneck
  4. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld


Anzeige
Top-Angebote
  1. 349€ (bitte nach unten scrollen)
  2. (heute u. a. Nintendo Switch Bundles, Sony UHD-TVs, Amazon Echo Dot + Megaboom Lautsprecher für...
  3. 149€ + 5,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Testgelände

    BMW will in Tschechien autonome Autos erproben

  2. GTA 5

    Goldener Revolver für Red Dead Redemption 2 versteckt

  3. Geldwäsche

    EU will den Bitcoin weniger anonym machen

  4. Soziale Medien

    Facebook-Forscher finden Facebook problematisch

  5. Streit um Stream On

    Die Telekom spielt das Uber-Spiel

  6. US-Verteidigungsministerium

    Pentagon forschte jahrelang heimlich nach Ufos

  7. Age of Empires (1997)

    Mit sanftem "Wololo" durch die Antike

  8. Augmented Reality

    Google stellt Project Tango ein

  9. Uber vs. Waymo

    Uber spionierte Konkurrenten aus

  10. Die Woche im Video

    Amerika, Amerika, BVG, Amerika, Security



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Star Wars - Die letzten Jedi: Viel Luke und zu viel Unfug
Star Wars - Die letzten Jedi
Viel Luke und zu viel Unfug
  1. Star Wars Jedi Challenges im Test Lichtschwertwirbeln im Wohnzimmer
  2. Star Wars Neue Trilogie ohne Skywalker und Darth Vader angekündigt
  3. Electronic Arts Entwicklungsneustart für Star Wars Ragtag

360-Grad-Kameras im Vergleich: Alles so schön rund hier
360-Grad-Kameras im Vergleich
Alles so schön rund hier
  1. USB-C DxO zeigt Ansteckkamera für Android-Smartphones
  2. G1 X Mark III Erste Kompaktkamera mit APS-C-Sensor von Canon
  3. Ozo Nokia hat keine Lust mehr auf VR-Hardware

E-Ticket Deutschland bei der BVG: Bewegungspunkt am Straßenstrich
E-Ticket Deutschland bei der BVG
Bewegungspunkt am Straßenstrich
  1. Handy-Ticket in Berlin BVG will Check-in/Be-out-System in Bussen testen
  2. VBB Schwarzfahrer trotz Handy-Ticket

  1. ?????

    hachi | 08:17

  2. Gibt doch schon Militärs die drüber reden...

    GourmetZocker | 08:14

  3. Re: Austauschbare Staubfilter!!11111

    azeu | 08:11

  4. Re: Einfach aufhören

    p4m | 08:08

  5. Telekom lügt sogar im Kleinen

    Juge | 08:06


  1. 07:11

  2. 14:17

  3. 13:34

  4. 12:33

  5. 11:38

  6. 10:34

  7. 08:00

  8. 12:47


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel