Hacker hatten keine Zeit, die Sicherheitslücke zu nutzen

Nach geltendem Datenschutzrecht müssen Einbrüche bei Plattformen, bei denen Daten gestohlen wurden, den Datenschutzbehörden gemeldet werden. Andernfalls drohen Bußgelder von bis zu 300.000 Euro. "Dem BSI wurden keine Vorfälle aus Deutschland gemeldet", hieß es aus der Behörde. Auch große Internetkonzerne wie Google mit seinem E-Mail-Dienst Gmail gaben zwar an, von dem Heartbleed-Fehler betroffen zu sein. Dort waren die Lücken laut Google jedoch schon geschlossen, bevor die Heartbleed-Lücke öffentlich bekanntwurde. Google-Mitarbeiter hatten den Fehler gleichzeitig mit zwei unabhängigen Experten entdeckt.

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Möglicherweise führte die massive Aufmerksamkeit zu einer so raschen Reaktion der meisten Betroffenen, dass potentielle Angreifer kaum Zeit hatten, die Sicherheitslücke effizient auszunutzen. Der einzige bekannte Fall ist der eines kanadischen Hackers, der sich über die Heartbleed-Lücke Zutritt zu Finanzbehörden verschaffte. Er wurde kurz darauf verhaftet.

Dennoch gibt es immer noch Grund zur Vorsicht: Vor allem über Links in Spam-Mails können Anwender auf gefälschte Websites gelangen, die mit bereits ungültigen Zertifikaten vom Browser als vertrauenswürdig eingestuft werden. Vermeintlich gesicherte Websites sollten beim ersten Besuch genau betrachtet werden, oft sind dort Unregelmäßigkeiten erkennbar, etwa sprachliche Fehler.

Nach Einschätzung des BSI ist die Gefahr beim Thema Heartbleed größtenteils gebannt. Erfahrungsgemäß bleibe zwar immer ein gewisser Prozentsatz an nicht aktualisierten Seiten übrig, man rechne jedoch nicht mehr mit massiven Fällen, hieß es von der Behörde.

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 Sicherheitslücke: BSI sieht keine Gefahr durch Heartbleed mehr
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