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Sicherheitslücke: Millionen von Samsung-Smartphones durch Kernel-Bug gefährdet

Forscher haben einen gefährlichen Bug im Android-Kernel von Samsung entdeckt, der unzählige Smartphones zwischen Galaxy S9 und S25 betrifft.
/ Marc Stöckel
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Forscher haben eine gefährliche Sicherheitslücke in Samsung-Smartphones entdeckt. (Bild: Dia Dipasupil/Getty Images for Samsung)
Forscher haben eine gefährliche Sicherheitslücke in Samsung-Smartphones entdeckt. Bild: Dia Dipasupil/Getty Images for Samsung

Sicherheitsforscher von Lucid Bit Labs haben Details zu einer schon im Januar gepatchten Sicherheitslücke im Android-Kernel von Samsung veröffentlicht. Wie Cyber Security News(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf einen Blogbeitrag der Forscher(öffnet im neuen Fenster) berichtet, können Angreifer damit den Speicher anfälliger Geräte korrumpieren und dadurch potenziell die vollständige Kontrolle übernehmen. Betroffen sind zahlreiche Smartphone-Modelle, die Samsung in den letzten Jahren veröffentlicht hat.

Die besagte Sicherheitslücke ist als CVE-2026-20971(öffnet im neuen Fenster) registriert und erreicht mit einem CVSS-Wert von 7,8 einen hohen Schweregrad. Laut Beschreibung handelt es sich um einen Use-after-free-Bug in Proca (Process Authenticator), ein Subsystem des Kernels der Samsung-Geräte sowie Bestandteil von Samsungs Sicherheitsplattform Knox.

Angreifer können anhand von CVE-2026-20971 potenziell bösartigen Code zur Ausführung bringen. Betroffen sein sollen Samsung-Geräte ab dem Galaxy S9 bis hinauf zum Galaxy S25 sowie auch andere Modellreihen. Ob ein Qualcomm oder ein Exynos-Chip verbaut ist, ist dabei unerheblich. Die Forscher testeten den Angriff nach eigenen Angaben an den Modellen S21, S22, S24 und A54.

Bug seit Jahren präsent

Die Ursache für die Sicherheitslücke liegt laut Lucid Bit Labs in dem Zusammenspiel zwischen Proca und Five (File-based Integrity Verification Engine). Letzteres ist ein kernelseitiges Integritätssubsystem zur Verfolgung des Vertrauensstatus von Dateien und der Prozesse, die diese nutzen. Proca greift darauf zurück, um die Authentizität von Prozessen zu validieren.

Ausgenutzt werden kann die Lücke durch eine vom Angreifer bereitgestellte App. Darüber lassen sich mittels CVE-2026-20971 "mehrere Primitive zur Speicherkorruption erlangen". Technische Details zu den jeweiligen Primitiven und den für erfolgreiche Attacken nötigen Voraussetzungen sind im Bericht der Forscher(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Der Angreifer muss demnach eine Race Condition mit einem engen Zeitfenster gewinnen.

Den Angaben zufolge besteht die Sicherheitslücke seit der Einführung des Five-Systems vor acht Jahren. Gepatcht wurde sie im Januar 2026. Samsung listet in der zugehörigen Update-Meldung(öffnet im neuen Fenster) die Android-Versionen 13 bis 16 als betroffen auf. Geschlossen wurde die Lücke nach Angaben des Herstellers durch die Entfernung ungenutzter Codebestandteile.


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