Abo
  • Services:

Sicherheitsforscher: "Alle Deutschen werden vollständig abgehört"

Die Geheimdienste dieser Welt hören alle in Deutschland lebenden Personen vollständig ab, ist Hartmut Pohl von der Gesellschaft für Informatik überzeugt. Überwachungstechnik werde auch bei Wirtschaftsspionage verwendet, sagt er weiter. Das BSI-Gesetz kritisiert er.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Radarantenne des BND in der Nähe von Bad Aibling
Eine Radarantenne des BND in der Nähe von Bad Aibling (Bild: Johannes Simon/Getty Images)

Viel Hoffnung gibt es nicht, dass Deutsche erwarten können, nicht von Geheimdiensten abgehört zu werden. Diese Auffassung vertritt Hartmut Pohl. Er leitet den Präsidiumsarbeitskreis Datenschutz und IT-Sicherheit bei der Gesellschaft für Informatik. Im Interview mit dem Deutschlandradio sprach Pohl über seine Einschätzung des aktuellen NSA-Skandals, über die Geheimdienstaktivitäten und über Sicherheitslücken.

Stellenmarkt
  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf
  2. Bertrandt Services GmbH, Paderborn

Pohl geht davon aus, dass die Sicherheitsbehörden in Deutschland wissen, dass alle Personen in der Bundesrepublik Deutschland vollständig abgehört werden. Dazu würden Telefongespräche per Festnetz oder Mobiltelefon vollständig gespeichert. Auch alle Dienste im Internet würden gespeichert und könnten entsprechend ausgewertet werden, womöglich auch sofort. Auch auf Nachfrage bekräftigte Pohl seine Auffassung, dass "alle Deutschen vollständig abgehört werden".

Alle Staaten hören ab, wenn das Geld dafür reicht

Nach Ansicht Pohls hören alle Staaten ab, die es sich finanziell leisten können. Dazu zählt er mindestens alle G20-Staaten oder die 35 finanzstärksten Staaten dieser Welt. Demzufolge führten also nicht nur die Geheimdienste der USA Abhöraktionen durch, sondern auch die Geheimdienste anderer Staaten.

Auch Wirtschaftskriminelle verwendeten entsprechende Techniken zum Abhören. In diesem Bereich könne direkt deutlich mehr Geld verdient werden als bei der politischen Spionage, meint Pohl.

Kritik am BSI-Gesetz

Das BSI-Gesetz kritisiert Pohl in dem Gespräch entschieden. Damit habe der Gesetzgeber klar entschieden, dass bislang unbekannte Sicherheitslücken bewusst geheim gehalten werden. Wenn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) von solchen Sicherheitslücken erfahre, müssten diese nicht veröffentlicht werden. Pohl vermutet, dass damit die Arbeit des Bundeskriminalamts (BKA) und des Bundesnachrichtendienstes (BND) unterstützt werden soll, damit diese ihre Arbeit machen und dabei auf solche Sicherheitslücken zurückgreifen könnten.

Diese politische Entscheidung gehe zulasten deutscher Unternehmen und damit zulasten deutscher Arbeitsplätze, meint Pohl. Denn diese unveröffentlichten Sicherheitslücken seien Nachrichtendiensten anderer Länder oder der organisierten Kriminalität bekannt und könnten entsprechend eingesetzt werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 20€ Steam-Guthaben geschenkt bekommen
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de
  3. 164,90€
  4. 83,90€

gaym0r 02. Nov 2013

Stasi und NSA vergleichen... Das ist schon mutig. Da kann man gleich Merkel mit Hitler...

Ovaron 29. Okt 2013

Gut, in dem Punkt sind wir uns also schonmal einig. Diese Kooperationsanfrage lautete...

aLumix 29. Okt 2013

Nicht bös gemeint aber wenn Youtube es schafft pro Minute 600 neue Videos in teils 5...

Khabaal 28. Okt 2013

Wenn manche nur mit ein bisschen mehr Hintergrundwissen sich selbst hören könnten... Mal...

Amüsierter Leser 28. Okt 2013

Das steht im Telemediengesetz anders...


Folgen Sie uns
       


Sonnet eGFX Box 650W - Test

Die eGFX Box von Sonnet hat 650 Watt und ist ein externes Grafikkarten-Gehäuse. Sie funktioniert mit AMDs Radeon RX Vega 64 und wird per Thunderbolt 3 an ein Notebook angeschlossen. Der Lüfter und das Netzteil sind vergleichsweise leise, der Preis fällt mit 450 Euro recht hoch aus.

Sonnet eGFX Box 650W - Test Video aufrufen
Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

    •  /