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Das Tor-Projekt ist ein beliebtes Angriffsziel staatlicher Hacker.
Das Tor-Projekt ist ein beliebtes Angriffsziel staatlicher Hacker. (Bild: Tor-Projekt)

CCC gegen staatliches Hacking

Gefährlich sei ebenfalls die Tatsache, dass Ermittler sich häufig hinter vertrauenswürdigen Institutionen versteckten, um Schadcode an Nutzer zu verteilen. Das untergrabe das Vertrauen in die missbrauchten Institutionen wie das Rote Kreuz. Bedenklich sei zudem, dass das Hacking von Verdächtigen wegen der geringen Kosten schnell zum Mittel erster Wahl werde. So war es dem FBI gelungen, mit einem einzigen Durchsuchungsbeschluss 8.000 Rechner in 120 Ländern zu hacken, wie der Journalist Joseph Cox vor einem Monat berichtet hatte. Für Soghoian muss ein solches Hacking jedoch so teuer wie möglich sein. So wie beispielsweise für den Zugriff auf ein iPhone, für den das FBI mehr als eine Million Dollar bezahlt haben soll.

Ein weiterer Grund gegen staatliches Hacking sei die Internationalisierung der Strafverfolgung. So darf seit Anfang dieses Monats jeder Amtsrichter in den USA dem FBI und anderen Bundesbehörden mit einem einzigen Durchsuchungsbeschluss erlauben, beliebig viele Computer in beliebigen Jurisdiktionen zu durchsuchen. Zu guter Letzt verstärke das staatliche Hacking die digitale Spaltung. Schließlich seien Nutzer teurer iPhones weniger gefährdet als Besitzer günstiger Android-Geräte.

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Gesetzliches Verbot gefordert

Auf dem 33C3 waren sich die Hacker jedoch nicht einig darüber, wie weit die Ermittler gehen dürften. Nach dem Vortrag von Cox sagten laut Zeit Online mehrere der Anwesenden, wenn das der einzige Weg sei, Täter zu finden, die Kinder missbrauchen oder Bilder davon verbreiten, dann könnten sie damit leben. Auch Cox habe gesagt: "Ich glaube, es ist nicht grundsätzlich falsch, dass Polizisten die Computer von Verdächtigen hacken. Aber sie müssen sich dabei an Recht und Gesetz halten."

Für Soghoian liegt darin jedoch das Problem. Schließlich gebe es in den USA gar keine Debatte über das Thema. Das von ihm geforderte gesetzliche Verbot scheint jedoch derzeit außer Reichweite. Auch der Chaos Computer Club (CCC) lehnt das gezielte Hacken von Geräten ab. Stattdessen sollten die Behörden besser mit den Mitteln arbeiten, die sie schon haben, sagt CCC-Sprecher Linus Neumann Zeit Online und fügte hinzu: "Es wird uns immer wieder erzählt, die Ermittler hätten technische Defizite, weil Täter verschlüsselt kommuniziert haben. Aber dann stellt sich heraus, jemand wie der Attentäter Anis Amri war längst aktenkundig." Immer wieder würden Politiker und Polizei solche Vorfälle nutzen, um neue Überwachungsmöglichkeiten zu fordern, die in den jeweiligen Fällen gar nicht geholfen hätten.

Firefox und Linux sicherer machen

Auf dem Kongress mussten sich die Hacker aber auch Kritik gefallen lassen. Nach Ansicht Soghoins müssten die Entwickler endlich die Sicherheit von Firefox verbessern, der in dieser Hinsicht deutlich hinter dem Chrome-Browser liege. Schließlich basiere auch der Tor-Browser auf Firefox. Auch Linux sei nicht sicherer als Windows, sagte Soghoian und verwies auf die Debatte um den Linux-Kernel aus dem vergangenen Jahr. Der Kampf zwischen der Sicherheit des einzelnen und der Sicherheit des Staates geht wohl noch lange weiter.

 Sicherheitsdebatte: Wie soll der Staat Terroristen hacken?

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DrWatson 01. Jan 2017

Ja. Zum Beispiel das hier: Gibt es keine Belege für. Falsch. In Kanada hat man die...

M.P. 01. Jan 2017

Naja, wenn man die Sicht auf religiös motiviertes Töten von Menschen fokussiert, kann man...

MarioWario 31. Dez 2016

Es muß jeder selbst wissen wie er/sie Artikel verzapft, aber Kinderkrimineller wäre die...

Niaxa 31. Dez 2016

Es geht nicht darum Grenzen zu schaffen, weil man diese gar nicht schaffen kann. Es geht...

Lagganmhouillin 31. Dez 2016

Den Satz verstehe ich auch nicht ganz, aber mit der Sicherheit der Geräte hat das...



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