Abo
  • Services:
Anzeige
Ein russischer Geheimdienst soll angeblich den Bundestag gehackt haben.
Ein russischer Geheimdienst soll angeblich den Bundestag gehackt haben. (Bild: Bertholt Werner)

Sicherheitsbehörden: Russischer Geheimdienst soll hinter Bundestagshack stehen

Ein russischer Geheimdienst soll angeblich den Bundestag gehackt haben.
Ein russischer Geheimdienst soll angeblich den Bundestag gehackt haben. (Bild: Bertholt Werner)

Die Urheber des Hackerangriffs auf den Bundestag stehen immer noch nicht fest. Nun wird spekuliert, ob die Attacke zum "Propagandakrieg" des Kreml gegen den Westen gehört.

Hinter dem Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag im vergangenen Jahr könnte einem Medienbericht zufolge die russische Regierung stehen. Die Attacke schrieben deutsche Behörden "klar einem russischen militärischen Geheimdienst" zu, berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel unter Berufung auf einen "hochrangigen Sicherheitsbeamten". Angriffe mit dem gleichen Muster habe es in den vergangenen Jahren mehrere gegeben, auch auf deutsche Rüstungsunternehmen und andere Nato-Staaten. Generalbundesanwalt Peter Frank ermittelt seit Mitte Januar in dem Fall wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit.

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Angriffe wurden die Urheber in Russland vermutet. Konkrete Beweise für diese These gibt es bislang nicht. Wie genau der Angriff abgelaufen ist und welche Daten von den Angreifern kopiert wurden, ist noch immer nicht zweifelsfrei geklärt. Angeblich wurde mittels einer Phishing-Mail ein Trojaner auf mehreren Rechnern, die mit dem Parlamentsnetz Parlakom verbunden sind, installiert. Die Mail soll vom Aussehen und Absender her die Vereinten Nationen imitiert haben.

Anzeige

Verunsicherung unter Abgeordneten

Der Spiegel stellt die Attacke nun in Zusammenhang mit einem Propagandakrieg, den Russland gegen den Westen und seine offenen Gesellschaften führe. Die Hacker hätten mit ihrem Angriff zumindest eines erreicht: Eine große Verunsicherung unter den deutschen Parlamentariern, die zudem Streit und Missstimmung zwischen den Fraktionen und der Parlamentsverwaltung verursacht habe. Vor allem die Opposition kritisierte, dass der Bundesverfassungsschutz den Vorfall untersuchen sollte.

Der Ursprung der Meldung, dass es sich möglicherweise um einen Angriff aus Russland handle, war eine Malware namens Sofacy, die auf den Bundestagsrechnern gefunden wurde. Über Sofacy und die dahinterstehende Gruppe APT28 gibt es einen ausführlichen Bericht der Firma Fireeye. Diese vermutet, dass es sich bei APT28 um eine russische kriminelle Organisation handelt.

Angriffsspuren lassen sich gezielt legen

Die deutsche Sicherheitsfirma BFK mahnte jedoch schon im vergangenen Juni zur Vorsicht. Einem Sprecher zufolge ist die Sofacy-Malware im Netz frei verfügbar, praktisch jeder könnte sie somit für Angriffe nutzen. Für Angreifer sei es ein Leichtes, einen Angriff so aussehen zu lassen, als komme er aus einem bestimmten Land, etwa indem bestimmte Zeichenketten in einer Malware vorkommen oder indem man die Zeit, in der man aktiv ist, gezielt an eine bestimmte Zeitzone anpasst, um den Verdacht auf andere zu lenken.

Der Bundestag ist nach dem Angriff dabei, die eigene IT zu überarbeiten. Zahlreiche Rechner wurden ausgetauscht, außerdem wurde das Parlamentsnetz zwischenzeitlich abgeschaltet. Mitarbeiter und Abgeordnete sollen künftig bestimmte, für Angriffe anfällige Browsererweiterungen wie den Flash Player nicht mehr nutzen dürfen. Außerdem wird der Zugriff auf zahlreiche möglicherweise infizierte Webseiten gesperrt.


eye home zur Startseite
Atalanttore 14. Feb 2016

Putin agiert im Allgemeinen viel schlauer als die US-hörige Politikmarionette im...

Atalanttore 14. Feb 2016

Fest steht nur, dass die Nachrichtendienste der Five Eyes (USA, GB, CA, AU, NZ) eine...

mnementh 01. Feb 2016

Das Datum 1990 stimmt nicht, das hat Dein Vorredner falsch, der Zerfall der SU und die...

Orthos 01. Feb 2016

Das liegt daran, dass der 2. WK nicht der letzte Krieg gegen die Russen war. Immerhin gab...

Pjörn 01. Feb 2016

"Propaganda" ist schon beinahe eine beschönigende Umschreibung. Man kann das auch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Rosenheim
  2. Deutsche Telekom AG, Bonn, Trier, Saarbrücken, Münster
  3. Deutsche Telekom AG, Bonn, Darmstadt
  4. T-Systems International GmbH, Berlin, Leinfelden-Echterdingen, München, Wolfsburg, Bonn


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-33%) 9,99€
  2. ab 59,95€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (-60%) 19,99€

Folgen Sie uns
       


  1. UEFI-Update

    Agesa 1004a lässt Ryzen-Boards schneller booten

  2. Sledgehammer Games

    Call of Duty WWII spielt wieder im Zweiten Weltkrieg

  3. Mobilfunk

    Patentverwerter klagt gegen Apple und Mobilfunkanbieter

  4. Privatsphäre

    Bildungsrechner spionieren Schüler aus

  5. Raumfahrt

    Chinesischer Raumfrachter Tanzhou 1 dockt an Raumstation an

  6. Die Woche im Video

    Kein Saft, kein Wumms, keine Argumente

  7. Windows 7 und 8

    Github-Nutzer schafft Freischaltung von neuen CPUs

  8. Whitelist umgehen

    Node-Server im Nvidia-Treiber ermöglicht Malware-Ausführung

  9. Easy S und Easy M

    Vodafone stellt günstige Einsteigertarife ohne LTE vor

  10. UP2718Q

    Dell verkauft HDR10-Monitor ab Mai 2017



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Creators Update im Test: Erhöhter Reifegrad für Windows 10
Creators Update im Test
Erhöhter Reifegrad für Windows 10
  1. Microsoft Zwei große Updates pro Jahr für Windows 10
  2. Windows 10 Version 17xx-2 Stromsparmodus kommt für die nächste Windows-Version
  3. Windows as a Service Die erste Windows-10-Version hat noch drei Wochen Support

Moto G5 und Moto G5 Plus im Test: Lenovo kehrt zur bewährten Motorola-Tradition zurück
Moto G5 und Moto G5 Plus im Test
Lenovo kehrt zur bewährten Motorola-Tradition zurück
  1. Miix 720 Lenovos High-End-Detachable ist ab 1.200 Euro erhältlich
  2. Lenovo Händler nennt Details des Moto G5
  3. Miix 320 Daten zu Lenovos neuem 2-in-1 vorab veröffentlicht

Miniatur Wunderland: Schiffe versenken die schönsten Pläne
Miniatur Wunderland
Schiffe versenken die schönsten Pläne
  1. Transport Üo, der fahrbare Ball
  2. Transport Sea Bubbles testet foilendes Elektroboot
  3. Verkehr Eine Ampel mit Kamera und Gesichtserkennung

  1. Nächstes COD: Cold War

    /usr/ | 17:55

  2. Re: Der Preis ist ziemlicher Wucher

    cimst | 17:55

  3. Re: Bitte nicht die Pressemitteilung völlig...

    cimst | 17:49

  4. Re: ww2 ist langweilig

    ArchLInux | 17:41

  5. Re: Call of Battlefield ....

    medium_quelle | 17:35


  1. 12:40

  2. 11:55

  3. 15:19

  4. 13:40

  5. 11:00

  6. 09:03

  7. 18:01

  8. 17:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel