Sicherheitsbedenken: Chinesischer Funktionärsbadeort verbannt Teslas

Mindestens zwei Monate in diesem Sommer dürfen Teslas nicht nach Beidaihe fahren. Grund könnten die Kameras an den Elektroautos sein.

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Tesla Model 3 (Symbolbild): Zu unsicher für Staatsangelegenheiten?
Tesla Model 3 (Symbolbild): Zu unsicher für Staatsangelegenheiten? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Keine Teslas am Strand: Der chinesische Badeort Beidaihe verbannt Teslas Elektroautos für mehrere Monate. Die Gründe sind unklar.

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Das Verbot gilt ab dem 1. Juli für den Bezirk Beidaihe in der nordchinesischen Provinz Hebei. Mindestens zwei Monate lang sollen die Elektroautos von Tesla dort nicht geduldet sein. Das sagte ein Polizist, der seinen Namen nicht nennen wollte, der britischen Nachrichtenagentur Reuters.

Einen Grund für die Maßnahme gab der Beamte nicht an. Es gehe um eine Staatsangelegenheit, sagte er. Eine offizielle Ankündigung werde in Kürze folgen, sagte der Beamte.

Teslas dürfen nicht auf Militärgelände

Es ist nicht das erste Verbot für Teslas in China: Im vergangenen Jahr verbannte das chinesische Militär die Elektroautos von seinen Basen und anderen Liegenschaften. Grund sollen Sicherheitsbedenken wegen der an den Fahrzeugen installierten Kameras gewesen sein, wie Reuters berichtet.

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Tesla stattet seine Fahrzeuge mit Kameras aus, die den Bereich rund um das Fahrzeug überwachen. Wächtermodus oder Sentry Mode nennt der Elektroautohersteller die Funktion, die dem Diebstahlschutz dienen soll. Tesla-Besitzer können die Kamerabilder auch aus der Ferne über das Smartphone abrufen.

Tesla bekam den Big Brother Award

Die Funktion ist aus der Sicht von Datenschützern durchaus umstritten. Unter anderem wegen des Sentry Modes verlieh der Verein Digital Courage Tesla 2020 den Big Brother Award.

Gut möglich, dass die chinesischen Behörden das ähnlich sehen. Anfang des Monats gab es ähnliche Beschränkungen in Chengdu in der Provinz Sichuan im Südwesten des Landes. Zu der Zeit war der chinesische Staatspräsident Xi Jinping zu Besuch in der Stadt.

Beidaihe liegt knapp 30 Kilometer östlich der Hauptstadt Peking am Golf von Bohai. In dem bekannten Badeort verbringen viele Mitglieder des Politbüros der Kommunistischen Partei ihren Sommerurlaub. Zudem treffen sich dort im Sommer hochrangige Kader der chinesischen Staats- und Parteiführung zu einer Klausurtagung.

Der Termin wird normalerweise nicht offiziell bekanntgegeben. Es findet jedoch stets unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.

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Kakiss 22. Jun 2022 / Themenstart

Nicht das Feuerwerk vergessen :P

net 22. Jun 2022 / Themenstart

Ist aktuell nicht nur Problem in China, USA erlaubt ja z.B. auch Fitbit und GPS Fitness...

ElMario 22. Jun 2022 / Themenstart

Kameras, Überwachung, Verbote...China...hmmm... In China wird man dazu gezwungen, ständig...

BlindSeer 22. Jun 2022 / Themenstart

Ich extrapoliere das Verhalten von Sicherheitsbehörden und Politikern aus der...

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