• IT-Karriere:
  • Services:

Sicherheit: Wikileaks verteilt weiter Malware in AKP-Dokumenten

Das Enthüllungsportal Wikileaks will geleakte Dokumente möglichst unverändert ins Netz stellen. Das kann nach Ansicht eines Sicherheitsexperten "extrem unverantwortlich" sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Wikileaks-Tweet zu AKP-E-Mails
Wikileaks-Tweet zu AKP-E-Mails (Bild: Wikileaks/Screenshot: Golem.de)

Das Enthüllungsportal Wikileaks verbreitet über geleakte Dokumente der türkischen Regierungspartei AKP weiterhin darin enthaltene Malware. Das berichtet der bulgarische Sicherheitsforscher Wesselin Bontschew, der die Dokumente untersucht hat. Bontschew verlinkt auf Github auf mehr als 320 angehängte Original-Dateien, die unterschiedliche Schadprogramme wie Phishing-Trojaner enthalten. Es sei "extrem unverantwortlich" von Wikileaks, diese Dokumente zu verteilen.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Darmstadt
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main

Wikileaks hatte am 19. Juli 2016 damit begonnen, den Inhalt von 1.444 AKP-Postfächern mit mehr als 400.000 E-Mails samt zugehöriger Anhänge zu veröffentlichen. Bereits wenige Tage später hatte Google Wikileaks zu einer unsicheren Website erklärt. US-amerikanische Medien hatten dies jedoch mit der Veröffentlichung von Tausenden E-Mails der Demokratischen Partei in Verbindung gebracht. Das Bundes-Cert hatte schon am 20. Juli 2016 vor Office-Dokumenten mit gefährlichen Makro-Downloadern in den AKP-Dokumenten gewarnt. Am 5. August hatte das Portal die zweite Tranche der E-Mails veröffentlicht.

E-Mails politisch nicht brisant

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in den 400.000 E-Mails auch Anhänge mit Makroviren oder sonstige Phishing-Inhalte finden, dürfte sehr hoch sein. Wikileaks will jedoch aus Prinzip geleaktes Material originalgetreu wiedergeben und nicht redigieren. Nach Ansicht Bontschews ist die Verteilung von Malware jedoch "kein Journalismus, egal, wie man ihn definiert". Der Sicherheitsexperte hat ein eigenes Tool geschrieben, um die infizierten Dokumente aus dem Wikileaks-Dump herauszufiltern.

Wikileaks ist wegen seiner Veröffentlichungspraxis zuletzt stärker kritisiert worden. Die Soziologin Zeynep Tufekci hatte der Plattform vorgeworfen, per Link die persönlichen Daten Millionen türkischer Frauen zugänglich gemacht zu haben. Zudem seien die Mails politisch nicht besonders brisant, twitterte sie am vergangenen Sonntag. Selbst US-Whistleblower Edward Snowden hatte zuletzt die unredigierte Veröffentlichung von E-Mails und Sprachnachrichten der Demokratischen Partei kritisiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Go Pro Hero 7 Black Holiday für 277€, JBL Soundbar 2.1 BLKEP für 222€)
  2. (u. a. Call of Juarez: Gunslinger für 4,40€, Digimon Story: Cyber Sleuth Complete Edition für...
  3. (u. a. Inception 4K-UHD für 22,98€, Blade Runner: Final Cut 4K-UHD für 22,99€, Passengers 3D...
  4. 1.077€ (Vergleichspreis 1.299€)

Der Held vom... 17. Aug 2016

Ich gehe jetzt einfach mal ganz fest davon aus, dass Rechercheure zum Thema AKP nicht...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen

Mit 864 Einzelteilen und rund 90 Minuten Bauzeit ist die Lego-ISS bei Weitem nicht so komplex wie ihr Vorbild.

Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen Video aufrufen
    •  /