Sicherheit: Verfassungsschützer warnt vor Verschlüsselung bei 5G

Hamburgs Verfassungsschutzchef Torsten Voß sieht den 5G-Standard als Risiko für die Demokratie: Extremisten und Terroristen könnten die systemimmanente Verschlüsselung ausnutzen, der Staat sollte entsprechend eine Zugriffsmöglichkeit erhalten.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
5G ist dem Verfassungsschützer zufolge eine Gefahr für die Sicherheit.
5G ist dem Verfassungsschützer zufolge eine Gefahr für die Sicherheit. (Bild: Pixabay/CC0 1.0)

Der neue Mobilfunkstandard 5G birgt nach Einschätzung von Hamburgs Verfassungsschutzchef Torsten Voß Risiken für die innere Sicherheit. "Das Problem sind die Verschlüsselungsmöglichkeiten durch 5G", sagte Voß der Deutschen Presse-Agentur. Diese würden "natürlich auch Extremisten und Terroristen für ihre Kommunikation ausnutzen".

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Während derzeit nur bestimmte Messenger-Apps mit sogenannter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abhörsicher sind, ist das bei Gesprächen im 5G-Netz generell der Fall. Das sei gut für den Datenschutz, aber ein "enormes Problem" für die Sicherheitsbehörden. Das neue Netz soll 2020 an den Start gehen.

Voß hätte gerne eine Hintertür

Voß, der den für den Verfassungsschutz zuständigen Arbeitskreis 4 der Innenministerkonferenz leitet, sprach sich für eine "technische Zugriffsmöglichkeit" aus, über die Behörden bei "begründeten Anlässen wie zum Beispiel Terrorverdacht" und mit Zustimmung der zuständigen G10-Kommission des Bundestages Telefongespräche abhören könnten. Er sei jedoch skeptisch, ob die Hersteller den Sicherheitsbehörden auf den Geräten eine solche Hintertür offenlassen würden.

Umso wichtiger sei für die Sicherheitsbehörden die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ). Dabei werden sogenannte Trojaner auf Handys eingesetzt, um Gespräche abzuhören, bevor diese verschlüsselt über das Netz übertragen werden. Dem Verfassungsschutz in Bayern sei dies durch ein entsprechendes Landesgesetz bereits möglich, sagte Voß. In anderen Ländern - auch in Hamburg - fehlten hingegen solche Regelungen. Der Verfassungsschutz müsse aber mit der technischen Entwicklung und mit den Gegnern unserer Demokratie, die diese Technik nutzen, mithalten.

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ptepic 03. Jan 2019

Sehr geil... Spielst du das noch? Ich gehöre sogar noch einem Team an, komme aber nicht...

Str84ward 02. Jan 2019

+1

asmix 02. Jan 2019

Gedanken der Menschen mit Maschinen auslesbar machen zu können. Will der Staat dann auch...

ManMashine 01. Jan 2019

kein Text. Das heisst.. eigentlich schon. Wünsche euch allen ein gesundes und glückliches...

IchBinFanboyVon... 31. Dez 2018

Noch klingt das ziemlich überzogen aber ich fürchte es wird so ähnlich kommen.



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