Abo
  • Services:
Anzeige
Herzschrittmacher: zu wenig Batterieleistung für Verschlüsselung
Herzschrittmacher: zu wenig Batterieleistung für Verschlüsselung (Bild: Manny Ceneta/AFP/Getty Images)

Sicherheit: US-Experten manipulieren funkende Implantate

Herzschrittmacher: zu wenig Batterieleistung für Verschlüsselung
Herzschrittmacher: zu wenig Batterieleistung für Verschlüsselung (Bild: Manny Ceneta/AFP/Getty Images)

Eine Insulinpumpe, die plötzlich den gesamten Vorrat auf einmal an den Patienten abgibt und ein abgeschalteter Defibrillator - US-Forscher haben wieder einmal gezeigt, dass Implantate mit einer Funkeinheit zur Gefahr für ihren Träger werden können.

Wissenschaftler in den USA haben erneut auf Sicherheitslücken in Implantaten aufmerksam gemacht: Da die Geräte ohne Verschlüsselung funken, konnten sie eine Insulinpumpe und einen Defibrillator angreifen.

Die Implantate verfügen über eine Funkeinheit, um Daten abfragen oder aktualisieren zu können. Barnaby Jack vom Computersicherheitsunternehmen McAfee hat die Funkkommunikation einer Insulinpumpe belauscht und eine Methode entwickelt, diese zu beeinflussen.

Anzeige

Tödliche Insulindosis

Er habe die Pumpe dazu bringen können, das ganze Insulin auf einmal abzugeben, sagte er der BBC. Das habe sogar aus einer Entfernung von knapp 100 Metern funktioniert. Im Tank der Pumpe befinden sich 300 Einheiten. Diese Dosis, auf einmal abgegeben, wäre mit ziemlicher Sicherheit tödlich.

Normalerweise vibriert eine Pumpe, wenn sie Insulin abgibt. Jack schaffte es aber, auch diesen Sicherheitsmechanismus abzuschalten. Ein Patient würde also kaum merken, was ihm passiere, erkläre der Forscher.

Funksignal eines Defibrillators abgehört

Ähnliche Experimente hat Kevin Fu von der Universität von Massachusetts in Amherst mit einem Defibrillator durchgeführt. Wird ein solcher einem Patienten eingesetzt, wird er mit einem Funksignal getestet. Dieses schaltet den Defibrillator ein und aus. Fu konnte das Signal abhören und einen Defibrillator damit deaktivieren.

Wegen der geringen Batterielaufzeit der Implantate verfügten die Implantate über keine Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung oder Authentifizierung. Deshalb seien sie angreifbar, erklärte Fu. Die Hersteller sollten sich diesem Sicherheitsproblem stellen und Abhilfe schaffen.

Herzschrittmacher manipuliert

Fu beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Sicherheit von Implantaten. Er war unter anderem an einer 2008 veröffentlichten Studie beteiligt, in der die Forscher beschrieben, wie sie aus einem kombinierten Herzschrittmacher und Defibrillator Daten auslesen und das Gerät manipulieren konnten.

Auch die Sicherheitslücken von Insulinpumpen sind bereits dokumentiert: Auf der Black-Hat-Konferenz demonstrierte im vergangenen Jahr der Sicherheitsexperte Jerome Radcliff, wie er er aus der Ferne die Kontrolle über eine solche Pumpe übernehmen konnte.


eye home zur Startseite
__destruct() 12. Apr 2012

Hä, wie? Ich dachte bisher, dass dieses Gerät alleine rausbekommt, wann wie viel Insulin...

pka 12. Apr 2012

Das Stimmt wohl, ich verbrauch übern Tag mit Basis und Essen zwischen 60 und 80...

Salzbretzel 12. Apr 2012

Ich gebe ehrlich zu: die Vorstellung ist gruselig. Vor allem weil ich mir gerade...

Himmerlarschund... 11. Apr 2012

Weil die Leute einfach nicht lesen, wenn sie von Ehrgeiz gepackt sind. "Hier, Herr...

Stummi 11. Apr 2012

Nicht, dass ein Hobby- oder Amateurfunker versehentlich so Ding manipuliert, oder ein...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Harting Electric GmbH & Co. KG, Espelkamp
  2. Uvex Winter Holding GmbH & Co. KG, Fürth
  3. DERMALOG Identification Systems GmbH, Hamburg
  4. via Nash direct GmbH, Erlangen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Fifa 18 im Test

    Kick mit mehr Taktik und mehr Story

  2. Trekstor

    Kompakte Convertibles kosten ab 350 Euro

  3. Apple

    4K-Filme in iTunes laufen nur auf neuem Apple TV

  4. Bundesgerichtshof

    Keine Urheberrechtsverletzung durch Google-Bildersuche

  5. FedEX

    TNT verliert durch NotPetya 300 Millionen US-Dollar

  6. Arbeit aufgenommen

    Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

  7. Archer CR700v

    Kabelrouter von TP-Link doch nicht komplett abgesagt

  8. QC35 II

    Bose bringt Kopfhörer mit eingebautem Google Assistant

  9. Nach "Judenhasser"-Eklat

    Facebook erlaubt wieder gezielte Werbung an Berufsgruppen

  10. Tuxedo

    Linux-Notebook läuft bis zu 20 Stunden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Community based Parking Mercedes S-Klasse liefert Daten für Boschs Parkplatzsuche

Optionsbleed: Apache-Webserver blutet
Optionsbleed
Apache-Webserver blutet
  1. Apache-Sicherheitslücke Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen
  2. Open Source Projekt Oracle will Java EE abgeben

  1. Re: natürlich ist das sinnvoll

    Sarkastius | 04:00

  2. Re: Ein Ersatz für Pulse?

    Seitan-Sushi-Fan | 03:22

  3. Re: Die Umfrage ist ziemlich wertlos ohne weitere...

    maverick1977 | 03:15

  4. Re: Vodafone Cable in Berlin Verbindungsabbrüche

    SzSch | 03:03

  5. Re: History repeats itself

    Seitan-Sushi-Fan | 03:00


  1. 18:13

  2. 17:49

  3. 17:39

  4. 17:16

  5. 17:11

  6. 16:49

  7. 16:17

  8. 16:01


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel