Sicherheit: Swaggsec bricht bei China Telecom und Warner ein

Die Swagg Security (Swaggsec) ist nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) in die Computersysteme des chinesischen Telekommunikationsanbieters China Telecom und des US-Filmunternehmens Warner eingedrungen. Die Gruppe hat vertrauliche Daten der beiden Unternehmen ins Internet gestellt.
In die Systeme von China Telecom einzudringen, war "so einfach, wie wir es vermutet hatten" , schreiben die Mitglieder von Swaggsec in einer Mitteilung, die sie auf Pastebin veröffentlicht haben(öffnet im neuen Fenster) . Demnach drangen sie durch eine Sicherheitslücke in einem SQL-Server in die Systeme des größten Telekommunikationsunternehmens der Welt ein. Von dort kopierten sie 900 Datensätze für Administratorzugänge.
Infrastruktur zerstören
Das Ausmaß der Sicherheitslücke scheint dramatisch: "Jederzeit hätten wir ihre Kommunikationsinfrastruktur zerstören und damit Millionen von der Telekommunikation abschneiden können" , schreibt Swaggsec, "und wir könnten es immer noch."
Zuvor habe Swaggsec den betreffenden Server per Distributed-Denial-of-Service-Attacken angegriffen. Das Unternehmen habe das aber nicht gekümmert. Erst als Swaggsec eine Mitteilung hinterlassen habe, habe China Telecom reagiert: Das Unternehmen habe den SQL-Server ausgetauscht. Die Passwörter seien aber gleich geblieben. Auch seien die Medien nicht über den Angriff informiert worden.
Dokumentation der Sicherheitslücken
Warner setze in Bezug auf Sicherheit auf die gleichen Mechanismen von "Ignoranz und Geheimhaltung" . Swaggsec sei in das Intranet des Filmunternehmens eingedrungen und habe dort eine Dokumentation der Sicherheitslücken des Unternehmens gefunden. Damit habe die IT-Abteilung Swaggsec "vollständigen Zugang zu ihren Servern" verschafft.
Die Gruppe war Anfang des Jahres schon in die Systeme des taiwanischen Auftragsherstellers Foxconn eingedrungen . Dabei kopierte Swaggsec Zugangsdaten zu den Systemen von namhaften Foxconn-Kunden.