Sicherheit: Smartphone-Hersteller unterstützen Strafverfolger

In Trainingsunterlagen der Polizei in der kalifornischen Landeshauptstadt Sacramento sind Vordrucke gefunden worden, in denen Strafverfolgungsbehörden Apple und Google zur Entsperrung von Mobiltelefonen ohne PIN-Eingabe auffordern.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple, Google und T-Mobile müssen beim Hacken eines Mobiltelefons mit der Polizei kooperieren.
Apple, Google und T-Mobile müssen beim Hacken eines Mobiltelefons mit der Polizei kooperieren. (Bild: Mario Tama/Getty Images)

Der Nachrichtendienst Cnet hat Dokumente entdeckt, die aus Trainingsunterlagen der Polizei in Sacramento stammen sollen. Es handelt sich um Vordrucke, die an Apple und Google adressiert sind. Darin müssen Polizeibeamte lediglich Handynummer, die Seriennummer und das Modell des Android-Smartphones oder iPhones eintragen und an die entsprechenden Unternehmen schicken. Diese sollen dann das Gerät entsperren, auch wenn es mit einer PIN-Nummer geschützt ist.

Stellenmarkt
  1. System Manager (m/w/d)
    ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH, Albstadt
  2. System Engineer (m/w/d) Autonomous Systems
    SICK AG, Waldkirch bei Freiburg
Detailsuche

Die Vordrucke stammen laut Cnet aus den Trainingsunterlagen des Sacramento Sheriff's Office und sind Vordrucke für eine richterliche Anordnung. Die Unternehmen sind verpflichtet, ihr nachzukommen. In dem Vordruck für Apple heißt es, Apple müsse den Behörden behilflich sein, "die PIN-Nummer zu umgehen, um die Durchsuchung eines iPhones zu ermöglichen."

Hackingwerkzeuge für die Polizei

Bei Android-Geräten ist für die Entsperrung laut polizeilichem Dokument ein Konto bei Google notwendig. Da Passwörter aber verschlüsselt sind, wird Google aufgefordert, das Passwort zurückzusetzen und das neue Passwort an die Ermittlungsbehörden zu versenden. Vordrucke richten sich an Google und den Provider T-Mobile. Laut den Unterlagen, die auch Details zu möglichen Hacks auf Mobiltelefone beschreiben, können die Behörden selbst zu dem Tool Cellbrite greifen, um an die persönlichen Daten des Benutzers zu kommen. Dazu muss aber das USB-Debugging in den Entwickleroptionen aktiviert sein.

In Geräten mit Rootzugriff ist es besonders einfach, auf Daten zuzugreifen - das gilt sowohl für Android-Geräte als auch für iPhones.

Apple kooperiert aktiv

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    29.09.2022, virtuell
  2. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

In welchem Ausmaß Behörden bislang von den Anordnungen Gebrauch gemacht haben, ist nicht bekannt. Eine anonyme Quelle von der Polizei in San Francisco in Kalifornien bestätigte Cnet jedoch, dass Apple bereits seit mindestens drei Jahren Behörden dabei unterstützte, die meist aus vier Ziffern bestehenden PIN-Codes zu umgehen.

Das fast 200 Seiten lange Dokument erklärt Polizeibeamten auch, welche Informationen sie bei Internet Service Providern anfordern dürfen oder wie Überwachungstechnik genutzt wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


honk 05. Apr 2012

Sollte es nicht Überwachung lauten? Oder von mir aus auch Sicherheitslücke? Sind wir...

elgooG 05. Apr 2012

Das liegt doch ganz einfach daran, dass es für jemanden mit gesunden Menschenverstand...

delaytime0 05. Apr 2012

Aaaahja... Und das Knacken des Handys bringt genau was für Vorteile? Dass du die Fotos...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Dungeon Keeper
Wir sind wieder richtig böse!

Nicht Held, sondern Monster: Darum geht's in Dungeon Keeper von Peter Molyneux. Golem.de hat neu gespielt - und einen bösen Bug gefunden.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!
Artikel
  1. bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an
    bZ4X
    Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

    Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.

  2. Laptops: Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler
    Laptops
    Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler

    Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum Laptops mit vorinstalliertem Linux. Inzwischen liefern das aber sogar die drei weltgrößten Hersteller - ein überraschender Siegeszug.

  3. SMS: Lindner bat Porsche-Chef um Argumentationshilfe bei E-Fuels
    SMS
    Lindner bat Porsche-Chef um Argumentationshilfe bei E-Fuels

    Der Bundesfinanzminister hat den Porsche-Chef erst nach der Entscheidung kontaktiert, die Ausnahme für E-Fuels in die EU-Verhandlungen einzubringen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Samsung 980 1 TB 77€ und ASRock RX 6800 639€ ) • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 8 GB DDR4-3200 34,98€ ) • AOC GM200 6,29€ • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1 TB 119€) • Weekend Sale bei Alternate • PDP Victrix Gambit 63,16€ [Werbung]
    •  /