Abo
  • Services:

Sicherheit: Nasa kommt Notebook mit ISS-Steueralgorithmen abhanden

Erneut listet der Generalinspektor der Nasa in seinem Bericht an das US-Parlament eine Reihe von Zwischenfällen bei der Computersicherheit auf. Unter anderem wurde ein unverschlüsselter Laptop mit Steuercode für die ISS gestohlen.

Artikel veröffentlicht am ,
ISS: unverschlüsselte Steueralgorithmen für Raumstation gestohlen
ISS: unverschlüsselte Steueralgorithmen für Raumstation gestohlen (Bild: Nasa)

Paul Martin, Generalinspekteur der Nasa, hat erneut Sicherheitsmängel bei der US-Weltraumbehörde kritisiert. Mehrfach wurde im vergangenen Jahr in die Computersysteme der Nasa eingebrochen. Zudem wurde ein Notebook gestohlen, auf dem Algorithmen gespeichert waren, mit denen die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) gesteuert wird.

48 Notebooks verloren

Stellenmarkt
  1. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Berlin
  2. ip-fabric GmbH, München

Der Computer, der nicht verschlüsselt war, sei nicht der einzige gewesen, der der Nasa abhandengekommen sei. Zwischen April 2009 und April 2011 seien 48 mobile Nasa-Rechner gestohlen worden oder verloren gegangen, erklärte Martin in seinem neunseitigen Bericht, den er am 29. Februar 2012 vor einem Unterausschuss des Wissenschaftsausschusses des US-Repräsentantenhauses vorgestellt hat.

Auf den Computern seien vertrauliche Daten wie etwa Sozialversicherungsnummern von Nasa-Mitarbeitern, geheime Informationen über Raumfahrtprogramme der Nasa oder geistiges Eigentum von Nasa-Vertragspartnern. Einige dieser Daten seien auch unrechtmäßig veröffentlicht worden. "Die Nasa hinkt beim Schutz von Daten auf Behördenlaptops weiter hinter anderen Bundesbehörden her", resümierte der Generalinspektor.

Kein Vergleich mit Backups

Die Nasa könne noch nicht einmal genau feststellen, welche Daten tatsächlich verloren gegangen seien. Denn es werde nicht durch einen Vergleich mit Backups festgestellt, welche Daten betroffen waren, sondern die Mitarbeiter erklärten, welche Daten mit dem Computer verloren gegangen seien, monierte Martin.

Allerdings nicht nur dort. Im Jahr 2011 habe es 47 ausgefeilte Cyberattacken, sogenannte Advanced Persistent Threats (APT, etwa: fortgeschrittene, andauernde Bedrohung), gegeben, von denen 13 erfolgreich waren. Dabei wurden vertrauliche Daten von Nasa-Computern entwendet, darunter beispielsweise Zugangsdaten von 150 Mitarbeitern.

Unbefugter Zugriff und Schadcode

In den Jahren 2010 und 2011 habe es 5.408 Zwischenfälle bei der Computersicherheit bei der US-Weltraumbehörde gegeben, bei denen sich Unbefugte Zugriff auf Nasa-Computer verschafften oder Schadcode darauf installierten. Das Spektrum reiche "von Individuen, die ausprobieren, ob sie in Nasa-Systeme einbrechen können, über gut organisierte kriminelle Unternehmen, die für Profit hacken, bis hin zu Einbrüchen, hinter denen ausländische Geheimdienste stecken könnten". Einige dieser Angriffe hätten Tausende Nasa-Computer betroffen und sogar Missionen beeinträchtigt. Den Schaden bezifferte Martin auf rund 7 Millionen US-Dollar.

Das Büro des Generalinspekteurs (Office of Inspector General, OIG) überprüft die Computersysteme der Nasa auf Sicherheit. Schon im vergangenen Jahr hat Martin in seinem Bericht an das US-Repräsentantenhaus auf schwerwiegende Sicherheitsmängel bei der US-Weltraumbehörde hingewiesen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. ASUS ZenFone 3 (ZE552KL) 64 GB für 129€ + Versand)
  2. für 50,96€ mit Code: Osterlion19

Junior-Consultant 10. Mär 2012

Vakuumfeldenergie / Zero Point Energy. Kurzartikel: http://www.zpower.com/en/documents...

volkskamera 01. Mär 2012

... in den Angeboten von eBay nachsehen. Dort findet sich das gute Stück sicher wieder :-)

Rapmaster 3000 01. Mär 2012

Ja, der hat schon den Marsrover in nen Graben gelenkt!

Vollstrecker 01. Mär 2012

Besser: "Nasa verliert Notebook mit ISS-Steueralgorithmen"

ap (Golem.de) 01. Mär 2012

Auch hier: Wir sind wieder zurück aus der Zukunft, danke :)


Folgen Sie uns
       


Speedport Pro - Test

Der Speedport Pro ist gerade im WLAN verglichen mit dem älteren Speedport Hybrid eine Verbesserung. Allerdings zeigt sich in unserem Test auch, dass die maximale Datenrate nicht steigt. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Speedport Pro - Test Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck


    Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
    Fitbit Versa Lite im Test
    Eher smartes als sportliches Wearable

    Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
    Von Peter Steinlechner

    1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
    2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
    3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

    Jobporträt: Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
    Jobporträt
    Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht

    IT-Anwalt Christian Solmecke arbeitet an einer eigenen Jura-Software, die sogar automatisch auf Urheberrechtsabmahnungen antworten kann. Dass er sich damit seiner eigenen Arbeit beraubt, glaubt er nicht. Denn die KI des Programms braucht noch Betreuung.
    Von Maja Hoock

    1. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
    2. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
    3. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

      •  /