Sicherheit: Nacktscanner jetzt doch für deutsche Flughäfen
Nach einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) des Berliner Tagesspiegels wird der Einsatz von Körperscannern auf deutschen Verkehrsflughäfen vorbereitet. 89 Stück sollen schon bestellt sein. Sie arbeiten mit Strahlung im Millimeterbereich und sollen nach dem Bundesamt für Strahlenschutz für den Menschen ungefährlich sein – und die von der EU festgelegten Grenzwerte erheblich unterschreiten. Empfohlen werden aber weitere Untersuchungen.
Die Privatsphäre der Reisenden soll durch die Scanner nicht verletzt werden – sie zeigen nur eine stilisierte Figur. Mit Markierungen werden die Stellen gekennzeichnet, an denen etwas versteckt wurde. Diese Markierungen liefern dann auch den Anhaltspunkt für körperliche Untersuchungen. Die Geräte des Typs Provision ATD und Provision 2(öffnet im neuen Fenster) stammen vom US-Hersteller L3 Communications, der die Zahl der Fehlalarme deutlich reduziert haben will. Die Scanner sind als Kabinen ausgeführt, in die sich der Passagier einzeln stellen und die Arme heben muss.
Für den alten Berliner Flughafen Tegel werden nach Tagesspiegel-Informationen keine Scanner mehr angeschafft, weil unklar ist, wie lange er noch geöffnet bleibt.
Die Benutzung der Scanner ist freiwillig. Wer nicht damit untersucht werden will, wird jedoch einer körperlichen Kontrolle in Form einer Abtastung unterzogen.
Gut ein Dutzend Scanner sind schon in Deutschland installiert worden und weitere 75 Stück kommen 2015 dazu. Sie werden an allen nationalen Flughäfen mit internationalen Flugverbindungen aufgestellt.
Künftig sollen nach Informationen des Tagesspiegels auch Scanner entwickelt werden, die die Scans beim Durchlaufen durchführen können. Das dürfte vor allem bei Passagieren mit kleinen Kindern eine Erleichterung darstellen.
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