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Sicherheit: Microsoft will doch Makros in Office deaktivieren

Nach negativem Feedback hat Microsoft die Office-Makros vorerst aktiv belassen. Deaktiviert werden sollen sie dennoch, allerdings benutzerfreundlicher.
/ Moritz Tremmel
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Microsoft will Makros standardmäßig deaktivieren. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)
Microsoft will Makros standardmäßig deaktivieren. Bild: Gerd Altmann/Pixabay

Trotz einigem Hin und Her will Microsoft dabei bleiben: VBA-Makros sollen standardmäßig in Office blockiert werden. Vergangene Woche hat Microsoft die geplanten Änderungen kurzfristig zurückgenommen, dies aber nicht kommuniziert und damit für Überraschung unter IT-Administratoren gesorgt. Zuerst berichtete das Onlinemagazin The Verge(öffnet im neuen Fenster).

"Nach dem Feedback der Nutzer haben wir diese Änderung vorübergehend zurückgenommen, während wir einige zusätzliche Änderungen vornehmen, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern,"erklärt Kellie Eickmeyer, Principal Product Manager bei Microsoft, nun in einem Update des entsprechenden Blogposts(öffnet im neuen Fenster). "Dies ist eine vorübergehende Änderung. Wir sind fest entschlossen, die Standardänderung für alle Benutzer durchzuführen."

Die geplanten Änderungen zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit erläutert Microsoft allerdings nicht näher. Auch ein konkreter Zeitraum wurde noch nicht veröffentlicht. Bisher konnten Nutzer Makros direkt auf einer Schaltfläche in einem Banner am oberen Rand des geöffneten Dokuments aktivieren. Stattdessen sollte die Blockierung über eine entsprechende Option in den Eigenschaften einer Datei aufgehoben werden. Das deutlich kompliziertere Vorgehen hat offensichtlich für negatives Feedback gesorgt.

Makros sind gefährlich

Makros sind seit über 20 Jahren ein beliebtes Mittel von Trojanern wie Emotet, um Windows-Rechner zu infizieren. Zwar warnt beispielsweise Word vor der Ausführung des Makro-Codes, doch den Schadsoftware-Entwicklern sind immer wieder neue Tricks eingefallen, um die Betroffenen zu einem Klick auf: "Inhalt aktivieren" zu bringen.

Kürzlich war zudem eine Sicherheitslücke in Office in Kombination mit dem Microsoft Diagnostics Tool (MSDT) bekanntgeworden, bei der ein entsprechend präpariertes Office-Dokument nicht einmal geöffnet werden musste – eine Hover-Vorschau reichte aus, um ein System zu infizieren.


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