Sicherheit: Gefängnisbehörde verlangt Drohnenabwehr
Das Federal Bureau of Prisons will verhindern, dass Drohnen Gefängnisinsassen mit Waren versorgen. Dabei hat sich herausgestellt, dass der Schrotflinteneinsatz kaum wirksam ist und zudem gefährlich ist.
Eine Ausschreibung(öffnet im neuen Fenster) fordert ein System zur Erkennung, Verfolgung, Angriff sowie die Neutralisierung von Drohnen, die weniger als 20 kg wiegen.
Wie das System funktionieren soll, ist in der Ausschreibung nicht spezifiziert. Es soll bis zu einer Höhe von ungefähr 5.500 Metern funktionieren. Diese Höhe wird von Hobbydrohnen allerdings derzeit nicht erreicht.
An Anti-Drohnensystemen wird bereits gebaut. So wird von einem Rüstungsunternehmen ein elektronisches System entwickelt, das optische Ähnlichkeiten mit einer Schulterwaffe zur Flugabwehr hat. Eine Rakete wird nicht verschossen, dafür werden mit einer Richtantenne WLAN, GPS und andere Funkfrequenzen gestört, um die Stabilisierungs- und Steuersysteme der Drohne durcheinanderzubringen, was sie zum Absturz bringen soll.
Der Dronedefender von Battelle ist so etwas wie eine Stinger gegen Drohnen. Statt Geschossen oder Raketen wendet das Unternehmen eine technische Maßnahme an und versucht, unbemannte Flugobjekte durch das gezielte Abschießen von Funkwellen außer Kontrolle zu bringen. Das mit mehreren Antennen bewaffnete Gerät besitzt eine Zielvorrichtung, um die kleinen Flugobjekte beziehungsweise ihre Antennen zu treffen. Ähnlich wie eine Flugabwehrwaffe für Infanteristen wird der Dronedefender auf die Schulter genommen.
Schon 2013 versuchten im US-Bundesstaat Georgia vier Personen, mit einer Drohne Schmuggelware in ein Gefängnis zu schleusen. Dabei handelte es sich um einen Hexacopter.
- Anzeige Hier geht es zur DJI Mini 4 Pro bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.