Airport: Flughafen München nach Drohnensichtungen erneut gesperrt

Am Donnerstagabend ist es am Münchner Flughafen zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugbetriebs gekommen, wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung meldet(öffnet im neuen Fenster) . Grund waren Meldungen über Drohnen im Luftraum rund um das Flughafengelände. Die Behörden sperrten daraufhin die Start- und Landebahnen für mehrere Stunden.
Die Bundespolizei erhielt nach Medienberichten Hinweise von Augenzeugen, die eine Drohne in der Nähe des Flughafens beobachtet hatten. Im weiteren Verlauf des Abends gab es auch Sichtungen direkt über dem Flughafengelände.
Insgesamt fielen aufgrund der nachfolgenden Sperrungen von Start- und Landebahnen 17 Flüge aus, 15 weitere Maschinen mussten auf andere Flughäfen ausweichen. Die Umleitungen erfolgten nach Stuttgart, Nürnberg, Wien und Frankfurt. Etwa 3.000 Fluggäste waren von den Ausfällen betroffen.
Polizei suchte erfolglos nach Drohnen
Beamte der Landes- und Bundespolizei durchsuchten das Gelände und den umliegenden Luftraum nach den Flugobjekten und möglichen Verdächtigen am Boden. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Die Suche blieb jedoch ohne Erfolg.
Seit dem frühen Morgen sind auf Flightradar24 wieder startende und landende Maschinen am Flughafen München zu sehen.
Ähnliche Vorfälle in Norddeutschland
In Norddeutschland gab es Ende September Sichtungen mehrerer unbemannter Flugobjekte über Schleswig-Holstein, die wichtige Einrichtungen der kritischen Infrastruktur überflogen, darunter ein Kraftwerk, das Universitätsklinikum Kiel und der Sitz der Landesregierung. Die Behörden ermitteln wegen Spionageverdachts.
In zahlreichen nordeuropäischen Ländern gab es ebenfalls Drohnensichtungen, die dazu führten, dass in Dänemark und Norwegen Flughäfen geschlossen werden mussten. Hinter den Drohnenflügen wird Russland vermutet.
Nachtrag vom 3. Oktober 2025, 23:10 Uhr
Am Freitagabend kam es am Münchner Flughafen erneut zu einer vorsorglichen Einstellung des Flugbetriebs. Beide Start- und Landebahnen wurden gesperrt, nachdem es zu weiteren Drohnen-Sichtungen gekommen war. Damit wiederholte sich innerhalb von nur 24 Stunden die Situation vom Donnerstagabend, als Drohnenbeobachtungen bereits zu stundenlangen Sperrungen und erheblichen Beeinträchtigungen geführt hatten.



