Abo
  • Services:

Sicherheit: Der Arduino-Safeknacker aus dem 3D-Drucker

Ein Arduino, ein Motor und einige Teile aus dem 3D-Drucker - das reicht aus, um ein funktionsfähiges Gerät zu bauen, das Tresore öffnet. Es dauert zwischen wenigen Minuten und einigen Tagen.

Artikel veröffentlicht am ,
Tresore knacken mit Arduino: Standardkombination in wenigen Minuten geknackt.
Tresore knacken mit Arduino: Standardkombination in wenigen Minuten geknackt. (Bild: The Register/Screenshot: Golem.de)

Luke Jahnke und Jay Davis, zwei Sicherheitsexperten aus Australien, haben ein Gerät gebaut, das die Nummernschlösser von bestimmten Tresoren öffnet. Einige der Komponenten des Geräts wurden mit dem 3D-Drucker aufgebaut. Gesteuert wird es von einer Open-Source-Hardware. Sie haben es auf einer Sicherheitskonferenz vorgestellt, wie das britische Online-Nachrichtenangebot The Register berichtet.

Stellenmarkt
  1. Giesecke+Devrient Mobile Security GmbH, München
  2. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin

Das Gerät ist dazu gedacht, Tresore mit Nummernschlössern, die etwa bei Geldautomaten verwendet werden, zu öffnen. Kombinationsschlösser der Gruppe 2 hätten Kombinationen aus bis zu drei Zahlen und seien sehr verbreitet, sagen die Entwickler. Eingestellt werden die Zahlen mit einem Drehknopf.

Vier Tage Brute Force

Der Safeknacker besteht aus einem Aktor mit einem Motor, der den Knopf dreht. Gesteuert wird er von einem Arduino, der alle möglichen Nummernkombinationen berechnet und durchprobiert. Eine solche Brute-Force-Attacke dauere im Höchstfall etwa vier Tage, erklären die Entwickler.

Nun kann ein Einbrecher nicht damit rechnen, so lange unentdeckt an einem Safe hantieren zu können. Sie arbeiteten daran, die durchprobierten Kombinationen zu speichern, so dass es möglich sei, zu einem späteren Zeitpunkt dort weiterzumachen, wo die Suche abgebrochen worden sei, sagt Davis.

Zehn Standardkombinationen

Allerdings sei es ohnehin meist nicht nötig, alle Kombinationen zu testen: Die Hersteller lieferten die Safes mit zehn Standardkombinationen aus, sagt Davis. Meist werde eine davon genutzt und nie geändert. Würden diese Standardkombinationen auf eine SD-Karte gespeichert und der Arduino damit gefüttert, sei der Tresor in wenigen Minuten offen.

Davis und Jahnke haben den Safeknacker in nur zwei Wochen entwickelt. Es sei das erste Mal gewesen, dass sie mit einem 3D-Drucker gearbeitet hätten, sagen sie. Die Teile für einen solchen Safeknacker kosten rund 150 US-Dollar. Es gibt vergleichbare Geräte, die allerdings nur an bestimmte Kunden wie etwa das Militär verkauft werden - für mehrere Tausend US-Dollar.

Die Sicherheitskonferenz Ruxcon fand am vergangenen Wochenende in Melbourne in Australien statt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Acer XB271 WQHD 144 Hz für 499€ und Kingston HyperX Cloud II für 65€)
  2. 38,90€ + Versand (Bestpreis!)
  3. (u. a. Sharkoon Skiller SGK4 für 19,99€ + Versand und Sharkoon SilentStorm Icewind Black 750 W...

plutoniumsulfat 17. Okt 2014

wenn du es manuell probierst, stellst du doch auch nur die letzte Scheibe eine Position...

mawa 16. Okt 2014

Nein, war eine Machbarkeitsstudie und ja, es ist machbar.

Eheran 16. Okt 2014

Ja, dachte ich auch.

sskora 16. Okt 2014

Also das speichern und durchprobieren von standardeinstellungen sehe ich jetzt nicht als...


Folgen Sie uns
       


Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test

Zu oft stolpert Golem.de beim Spielen über nervende Kabel. Deshalb testen wir vier Headsets, die auf Kabel verzichten, aber sehr unterschiedlich sind. Von vibrierenden Motoren bis zu ungewöhnlich gutem Sound ist alles dabei. Wir haben auch einen Favoriten.

Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /