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Sicherheit: DB Regio setzt Bodycams mit Tonaufzeichnung ein

Die DB Regio setzt in ihren Zügen nun Bodycams mit Audioaufnahme ein. Zunächst gibt es ein Pilotprojekt, dann die bundesweite Einführung.
/ Andreas Donath
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Bodycam eines DB-Sicherheitsmitarbeiters (Bild: Matthias Heine/AFP/Getty Images)
Bodycam eines DB-Sicherheitsmitarbeiters Bild: Matthias Heine/AFP/Getty Images

Die DB Regio führt im Herbst 2026 Tonaufnahmen bei Bodycams ein, um auf die steigende Zahl von Übergriffen zu reagieren und Mitarbeiter besser zu schützen. Die neuen Sicherheitsvorkehrungen wurden am Montag von Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG, und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger gemeinsam vorgestellt(öffnet im neuen Fenster).

Im ersten Halbjahr 2026 kam es ihren Angaben zufolge insgesamt zu 989 Übergriffen auf Mitarbeiter der DB Regio. Darunter fallen 781 Fälle von einfacher Körperverletzung sowie 185 Fälle von versuchter Körperverletzung. 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden Opfer schwerer Körperverletzungen. Anfang des Jahres wurde der Zugbegleiter Serkan Çalar bei einer Kontrolle attackiert und getötet.

Mehr als nur Kameras

Ab dem 1. Oktober 2026 soll in der Region Rhein-Neckar-Pfalz nun ein Pilotprojekt starten. Zwei Monate lang wird die Tonaufzeichnung erprobt, bevor eine bundesweite Einführung geplant ist. Der Hessische Beauftragte für Datenschutz begleitet den Prozess.

Die Maßnahmen gehen über Bodycams hinaus. Pilotprojekte für Ein-zu-eins-Begleitungen sollen Kundenbetreuer durch geschultes Sicherheitspersonal unterstützen. Auch Doppelbesetzungen im Kundenservice sind vorgesehen.

Prüfgruppen aus sechs bis acht Kundenbetreuern kontrollieren gleichzeitig mehrere Waggons. Die persönliche Schutzausrüstung umfasst künftig stichfeste Westen und Helme für die Mobile Unterstützungsgruppe.

Parallel startet die Bahn gemeinsam mit der Bundesregierung eine landesweite Respekt-Kampagne.


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