Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Sicherheit: China verbietet ausländische Virenscanner auf Staatsrechnern

China will laut einem Medienbericht aus Sicherheitsgründen nur noch Anti-Virenprogramme aus eigener Produktion auf Behördenrechnern zulassen. Zuvor verbannte das Land schon Windows 8 von staatlichen PCs.
/ Andreas Donath
36 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
China will ausländische Einflüsse auf seine IT verringern. (Bild: Jeffrey Meyer/ CC BY-SA 2.0)
China will ausländische Einflüsse auf seine IT verringern. Bild: Jeffrey Meyer/ CC BY-SA 2.0

China will auf den Rechnern von Behörden keine ausländischen Virenscanner mehr zulassen. Nun sollen nur noch Antiviren-Programme von inländischen Herstellern eingesetzt werden, wie die Zeitung Beijing Qingnianbao laut einem dpa-Bericht schreibt. Gründe wurden bislang nicht genannt, doch es wird vermutet, dass die Aktion in einer Linie mit dem Verbot von Windows 8 auf Behördenrechnern steht.

Ein möglicher Hintergrund könnte sein, dass China befürchtet, Microsoft-Produkte verrieten durch Zusammenarbeit mit den US-Geheimdiensten Staatsgeheimnisse. Im Mai 2014 hatte die chinesische Regierung angeordnet , dass Windows 8 auf Behördencomputern nicht installiert werden dürfe. Stattdessen sollten chinesische Linux-Distributionen verwendet werden.

Der Ausschluss von internationalen Antiviren-Programmen sorgte in China laut dem dpa-Bericht für ein großes Echo bei den Staatsmedien, die den Bericht mehrfach zitierten.

Kurz nach dem Verbot von Windows 8 auf Behördenrechnern war in einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders CCTV behauptet worden, Windows 8 spioniere Benutzer aus. Eine Übersetzung des Beitrages findet sich beim Wall Street Journal.

Ende Juli 2014 durchsuchten nach Angaben der regierungsnahen Zeitung South China Morning Post die chinesischen Behörden in Peking, Schanghai, Guangzhou und Chengdu die Büros von Microsoft. Microsoft bestätigte die Aktion der Nachrichtenagentur Reuters. Vor wenigen Tagen leiteten dann chinesische Behörden ein Monopolverfahren gegen Microsoft ein(öffnet im neuen Fenster) .


Relevante Themen