Sicherheit: China verbietet ausländische Virenscanner auf Staatsrechnern

China will laut einem Medienbericht aus Sicherheitsgründen nur noch Anti-Virenprogramme aus eigener Produktion auf Behördenrechnern zulassen. Zuvor verbannte das Land schon Windows 8 von staatlichen PCs.

Artikel veröffentlicht am ,
China will ausländische Einflüsse auf seine IT verringern.
China will ausländische Einflüsse auf seine IT verringern. (Bild: Jeffrey Meyer/ CC BY-SA 2.0)

China will auf den Rechnern von Behörden keine ausländischen Virenscanner mehr zulassen. Nun sollen nur noch Antiviren-Programme von inländischen Herstellern eingesetzt werden, wie die Zeitung Beijing Qingnianbao laut einem dpa-Bericht schreibt. Gründe wurden bislang nicht genannt, doch es wird vermutet, dass die Aktion in einer Linie mit dem Verbot von Windows 8 auf Behördenrechnern steht.

Stellenmarkt
  1. Requirements Engineer (w/m/d) Softwareentwicklung
    SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, Dortmund, Giebelstadt
  2. Data Engineer (m/w/d)
    Matrix42 AG, Frankfurt am Main
Detailsuche

Ein möglicher Hintergrund könnte sein, dass China befürchtet, Microsoft-Produkte verrieten durch Zusammenarbeit mit den US-Geheimdiensten Staatsgeheimnisse. Im Mai 2014 hatte die chinesische Regierung angeordnet, dass Windows 8 auf Behördencomputern nicht installiert werden dürfe. Stattdessen sollten chinesische Linux-Distributionen verwendet werden.

Der Ausschluss von internationalen Antiviren-Programmen sorgte in China laut dem dpa-Bericht für ein großes Echo bei den Staatsmedien, die den Bericht mehrfach zitierten.

Kurz nach dem Verbot von Windows 8 auf Behördenrechnern war in einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders CCTV behauptet worden, Windows 8 spioniere Benutzer aus. Eine Übersetzung des Beitrages findet sich beim Wall Street Journal.

Golem Akademie
  1. PowerShell Praxisworkshop
    20.-23. Dezember 2021, online
  2. Microsoft Teams effizient nutzen
    19. November 2021, online
  3. CEH Certified Ethical Hacker v11
    8.-12. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Ende Juli 2014 durchsuchten nach Angaben der regierungsnahen Zeitung South China Morning Post die chinesischen Behörden in Peking, Schanghai, Guangzhou und Chengdu die Büros von Microsoft. Microsoft bestätigte die Aktion der Nachrichtenagentur Reuters. Vor wenigen Tagen leiteten dann chinesische Behörden ein Monopolverfahren gegen Microsoft ein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Waffensystem Spur
Menschen töten, so einfach wie Atmen

Soldaten müssen bald nicht mehr um ihr Leben fürchten. Wozu auch, wenn sie aus sicherer Entfernung Roboter in den Krieg schicken können.
Ein IMHO von Oliver Nickel

Waffensystem Spur: Menschen töten, so einfach wie Atmen
Artikel
  1. Wochenrückblick: Moderne Lösungen
    Wochenrückblick
    Moderne Lösungen

    Golem.de-Wochenrückblick Eine Anzeige gegen einen Programmierer und eine neue Switch: die Woche im Video.

  2. Pornoplattform: Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben
    Pornoplattform
    Journalisten wollen Xhamster-Eigentümer gefunden haben

    Xhamster ist und bleibt Heimat für zahlreiche rechtswidrige Inhalte. Doch ohne zu wissen, wer profitiert, wusste man bisher auch nicht, wer verantwortlich ist.

  3. New World im Test: Amazon liefert ordentlich Abenteuer
    New World im Test
    Amazon liefert ordentlich Abenteuer

    Konkurrenz für World of Warcraft und Final Fantasy 14: Amazon Games macht mit dem PC-MMORPG New World momentan vor allem Sammler glücklich.
    Von Peter Steinlechner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 40€ Rabatt auf Samsung-SSDs • ADATA XPG Spectrix D55 16-GB-Kit 3200 56,61€ • Crucial P5 Plus 1 TB 129,99€ • Kingston NV1 500 GB 35,99€ • Creative Sound BlasterX G5 89,99€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 248,99€) • Gamesplanet Anniv. Sale Classic & Retro [Werbung]
    •  /