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Sichere Kommunikation: SK Telecom stellt Chip für Quantenverschlüsselung vor

MWC 2017
Kommunizieren, ohne dass ein Geheimdienst mitliest: Das südkoreanische Unternehmen SK Telecom hat einen Chip vorgestellt, der das ermöglichen soll. Er ist nur wenige Millimeter groß.
/ Werner Pluta
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Verschlüsselung (Symboldbild): Chip erzeugt nichtdeterministische Zufallszahlen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Verschlüsselung (Symboldbild): Chip erzeugt nichtdeterministische Zufallszahlen. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Das südkoreanische Telekommunikationsunternehmen SK Telecom hat einen serienreifen Chip für Quantenverschlüsselung entwickelt. Vorgestellt wurde der Chip auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.

Der nur 5 x 5 mm große Chip generiert nichtdeterministische Zufallszahlen, die die Grundlage für sichere Verschlüsselungssysteme bilden: Aus der Zufallszahl wird der Schlüssel erzeugt. Nur wenn die Zufallszahl nach einem nichtreproduzierbaren Verfahren erzeugt wurde, kann sie nicht bestimmt und der Schlüssel geknackt werden.

Der Chip soll Ende des Jahres verfügbar sein

Es sei der kleinste Quantenzufallsgenerator (Quantum Random Number Generator, QRNG), sagt SK Telecom(öffnet im neuen Fenster). Die ersten Muster sollen im zweiten Quartal verfügbar sein. Auf den Markt kommen soll der Chip Ende des Jahres. In großen Mengen gefertigt soll er nur wenige US-Dollar kosten. Eingesetzt werden soll er vor allem für Anwendungen im Internet der Dinge.

Die Zufallszahlen werden per Schrotrauschen(öffnet im neuen Fenster) generiert: In dem Chip befinden sich zwei Leuchtdioden, die Photonen emittieren, die von den Innenwänden des Chips abprallen. Ein CMOS-Sensor in dem Chip erfasst die Photonen. Das Rauschen ist das Ergebnis der Erfassung und damit komplett zufällig.

SK Telecom beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Quantenverschlüsselung. Auf dem MWC hat das Unternehmen zusammen mit der Deutschen Telekom die Quantum Alliance gegründet(öffnet im neuen Fenster). Ziel ist es, die technischen Voraussetzungen für die sichere Kommunikation in der Zukunft zu sichern. Dazu gehört beispielsweise, technische Standards zu schaffen und umzusetzen.


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