SIA: US-Chipbranche will 37 Milliarden Dollar für America First

Um ihre Führung bei Chiptechnologie zu sichern, müssen die USA viel Geld ausgeben. 5G wird dort auch als entscheidend für Kriegsführung angesehen.

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5G in den USA
5G in den USA (Bild: Verizon)

Die US-amerikanische Halbleiterindustrie will 37 Milliarden US-Dollar staatliche Beihilfe für den Bau einer neuen Chipfabrik in den USA und für Forschungsförderung. Das geht aus einem Papier der Branchenorganisation Semiconductor Industry Association (SIA) hervor, das dem Wall Street Journal vorliegt. Laut den Informationen der Zeitung prüfen einige einflussreiche Regierungsmitglieder, darunter Handelsminister Wilbur Ross und Außenminister Mike Pompeo, Möglichkeiten, bei der Nationalisierung der Branche zu helfen.

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"Die Trump-Administration setzt sich dafür ein, dass die USA über ein sicheres, lebendiges und international wettbewerbsfähiges High-Tech-Ökosystem verfügen, das von der heimischen Chipherstellung unterstützt wird", sagte Ross. Eine Sprecherin des Außenministeriums wiederholte diese Position und sagte, der Staat arbeite "eng mit dem Kongress und der Industrie zusammen, um sicherzustellen, dass die Zukunft der Halbleiterindustrie in den Vereinigten Staaten bleibt".

Im Kongress hat eine Gruppe von Republikanern und Demokraten eine Steigerung der Technologieausgaben um 110 Milliarden US-Dollar vorgeschlagen, was die Halbleiterforschung einschließen würde. Dies wird getragen von Senator Chuck Schumer, Fraktionsführer der Demokraten und dem republikanischen Senator Todd Young. Senator Tom Cotton (Republikaner) stellt bereits eine Gesetzesvorlage zusammen, die einige der Vorschläge der SIA widerspiegelt. "Fortgeschrittene Mikroelektronik ist für die künftige Technologieführerschaft der USA von entscheidender Bedeutung, und wir können der KP Chinas nicht erlauben, diese kritischen Lieferketten zu kontrollieren", sagte Cotton dem Wall Street Journal.

Chips als Waffe im Handelskrieg mit China

Technologisch sind die USA in der Chipproduktion weltweit führend. Über einige fortgeschrittene Chips im 5G-Bereich für Mobilfunkanlagen verfügt jedoch nur der private chinesische Huawei-Konzern. Nach Schätzungen von SIA wird China seinen Anteil an der weltweiten Chipproduktionskapazität bis zum Jahr 2030 voraussichtlich auf rund 28 Prozent verdoppeln, was die Produktion ausländischer Unternehmen mit Sitz in China einschließt. Nur 12 Prozent der Chips werden innerhalb der US-Grenzen hergestellt.

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Das US-Verteidigungsministerium hat in einem Papier vom 2. Mai 2020, das Golem.de vorliegt, erklärt, "dass 5G-Technologie strategische Fähigkeiten beinhaltet, die sich auf die wirtschaftliche und nationale Sicherheit der USA (...) auswirken." Das US-Militär müsse Zugang zu den besten 5G-Systemen, -Diensten und -Anwendungen der Welt haben, um die Effektivität, Widerstandsfähigkeit, Geschwindigkeit und Letalität (Tödlichkeit) der Streitkräfte zu erhöhen. Das US-Verteidigungsministerium werde 5G-Investitionen priorisieren, Tests und Integrationen an seinen Standorten fördern, gemeinsame Nutzung von Frequenzen fördern und in fortschrittliche Technologien mit Sub-6-GHz und Millimeterwellen investieren.

In einem Brief an das Verteidigungsministerium schlug Intel-Chef Bob Swan im April vor, dass das Unternehmen mit dem US-Verteidigungsministerium zusammenarbeiten solle, um eine Anlage zu bauen und zu betreiben, was laut SIA mit 5 Milliarden US-Dollar subventioniert werden sollte.

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Trollversteher 04. Jun 2020

Nein, das hast Du etwas fehlinterpretiert, lies den Satz besser nochmal ;-)

7of9 03. Jun 2020

Stimmt, gemessen an dem BIP pro Kopf ist China ein Entwicklungsland.

mrballz 03. Jun 2020

außer klassisch kronisch selbstverschuldete zuwendungsnöte?

BoMbY 02. Jun 2020

Die Druckmaschinen laufen bereits auf Hochtouren, und beim aktuellen Trend hat sich die...



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