Shroud of the Avatar: Handlung von Ultima-Nachfolgeserie vollständig spielbar

Seit 2013 arbeitet das Entwicklerstudio Portalarium an Shroud of the Avatar(öffnet im neuen Fenster) , Chef des Projekts ist der Ultima-Schöpfer und Weltraumtourist Richard "Lord British" Garriott. Mit bislang 11,8 Millionen US-Dollar ist das Fantasy-Rollenspiel eines der am meisten von der Community unterstützten Projekte, dazu kommen ständig Updates der Vorabfassung – trotzdem ist es um den Titel bislang vergleichsweise ruhig. Das dürfte sich ändern: Die Entwickler haben bekanntgegeben, dass Shroud of the Avatar noch vor Ende 2017 offiziell an den Start gehen soll.
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Überraschend hat das aus Texas stammende Studio außerdem einen Partner für die Veröffentlichung gefunden, und zwar das Münchner Unternehmen Travian Games(öffnet im neuen Fenster) . Das ist eigentlich auf Free-to-Play-Spiele wie Travian Kingdoms und Rail Nation spezialisiert, möchte mit Shroud of the Avatar aber nun offenbar sein Portfolio erweitern und den Titel in Europa, Nord- und Südamerika, dem Mittleren Osten und in Nordafrika vermarkten.
Gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Zusammenarbeit zwischen Portalarium und Travian hat Richard Garriott bekanntgegeben, dass in der neuen Version (Nummer 44) von Shroud of the Avatar erstmals die Handlung von Anfang bis Ende spielbar ist. Streng genommen ist damit allerdings nur die erste Episode des Rollenspiels gemeint, das Ganze soll natürlich fortgesetzt werden. Die Entwickler wollen nach Angaben von Garriott noch weitere Nebenquests in ihr Werk einbauen, außerdem müssen noch Fehler beseitigt und das Balancing verbessert werden.

Shroud of the Avatar ist einerseits ein MMORPG wie der von Garriott maßgeblich miterfundene Klassiker Ultima Online. Spieler sollen aber auch auf eigene Faust einer komplexen Story folgen können – so wie in den legendären Ultima-Rollenspielen. Die Handlung hat "Lord British" zusammen mit der Fantasyautoren Tracy Hickman verfasst.
Lord British ist übrigens schlicht das Pseudonym, das Garriott seinem eigenen Avatar in seinen früheren Werken verpasst hat und der eine Art Markenzeichen für den Spieldesigner geworden ist. Garriott ist eine der schillerndsten Figuren der Branche. Wenn er keine Games produziert, unternimmt er allerlei Abenteuer: Unter anderem war er als sechster Weltraumtourist im All und an Bord der Internationalen Raumstation ISS, ist in der Tiefsee getaucht und hat auf der Suche nach Meteoriten die Antarktis durchwandert.