Shooter-Projekt Areal: Putin-Brief und abruptes Ende der Kickstarter-Kampagne
Der Streit um den inoffiziellen Stalker-Nachfolger Areal , einen Shooter von West Games, hat ein vorerst unrühmliches Ende gefunden: Kickstarter hat die erfolgreich finanzierte Kampagne suspendiert(öffnet im neuen Fenster) , die Entwickler erhalten daher trotz Überschreiten des Ziels von 50.000 US-Dollar vorerst kein Geld.
Das Trust-&-Safety-Team von Kickstarter nennt in seinem Brief an die Unterstützer von Areal keine Gründe, diese sind aber offensichtlich: Das Team hat keine echten Screenshots oder Videos gezeigt, das bisher veröffentlichte Material besteht aus Konzeptzeichnungen und einem Prototyp, der Standard-Assets der Unity-Engine nutzt – Eigenleistung nahezu null, von der angekündigten proprietären Technik ist nichts zu sehen.

Zwischenzeitlich soll bei West Games sogar eine Mail von Wladimir Putin(öffnet im neuen Fenster) eingetroffen sein, dessen Tochter Areal unterstützt habe. Der Präsident der Russischen Föderation ist dem Schreiben zufolge so von dem Projekt fasziniert, dass er die Entwickler in den Kreml eingeladen haben soll.
Ob aus Übermut oder anderer Motivation hat das Studio kritische Artikel von Forbes und VG247 als "unprofessionell" sowie "voreingenommen" bezeichnet. Im gleichen Update führt West Games eine Liste angeblicher Trolle, die das Projekt schlechtreden würden. Umgekehrt gibt es Nutzer, die fast anderthalbtausend Spam-Posts(öffnet im neuen Fenster) verfasst haben, offiziell, um Areal zu "verteidigen" .

Von den knapp 65.000 US-Dollar stammen rund 26.000(öffnet im neuen Fenster) von nur zwei Personen, die – völlig untypisch für Kickstarter – einen Tag vor Ende der Kampagne ihre Pledges erhöht haben.
West Games sucht auf der eigenen Website nach Unterstützern(öffnet im neuen Fenster) und gibt in einem Statement(öffnet im neuen Fenster) russischen Forentrollen, der Presse sowie Kickstarter die Schuld daran, dass die Kampagne eingefroren wurde.
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