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Shokz Openswim Pro im Praxistest: Toller Schwimm-Kopfhörer mit zwei Schwachpunkten

Schwimmen macht mit Musik gleich viel mehr Freude. Das beweisen die Openswim Pro von Shokz, die auch tolle Bluetooth-Kopfhörer sind. Es gibt aber auch Kritik.
/ Ingo Pakalski
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Openswim Pro im Praxistest (Bild: Shokz)
Openswim Pro im Praxistest Bild: Shokz

Die Openswim Pro sind die ersten Schwimm-Kopfhörer von Shokz, die sich auch als normale Bluetooth-Kopfhörer nutzen lassen – inklusive Telefoniefunktionen. Bei der Hardware hat uns das Produkt überzeugt. Es funktioniert reibungslos, mit dem Openswim Pro durchs Wasser zu pflügen. Die Sortierung und Steuerung durch die eigene Musiksammlung ist hingegen nicht gelungen.

Wir sind mit den Openswim Pro einige Wochen regelmäßig schwimmen gegangen. Zugegeben: Anfangs war es ungewohnt, beim Schwimmen in einem ruhigen See Musik zu hören. Aber nach einiger Zeit wollten wir nicht mehr darauf verzichten und das Schwimmen bereitet einfach mehr Freude, wenn dabei Musik lief.

Wie bei vielen anderen Shokz-Produkten nutzt auch das neue Modell Knochenschalltechnik. Das bedeutet, dass die Klangqualität nicht auf dem Niveau normaler Kopfhörer liegt, weil die Klangeinheit vor den Ohren liegt. Allerdings lassen sich normale Kopfhörer eben nicht zum Schwimmen verwenden, so dass wir gut damit klarkommen, beim Schwimmen eben nicht das Optimum an Klangqualität zu erreichen.

Mit Musik macht Schwimmen noch mehr Freude

Wir haben die Shokz-Kopfhörer beim Brustschwimmen, Kraulen, Rückenschwimmen und Schmetterling getragen. In allen Schwimmstilen haben die Openswim Pro sicher am Kopf gehalten und wir konnten problemlos eine Schwimmbrille tragen. Falls auch eine Badekappe verwendet wird, sollte bedacht werden, dass die Ohren frei bleiben müssen.

Wenn die Openswim Pro zum sportlichen Schwimmen verwendet werden, ist der Kopf abwechselnd mal über, mal unter Wasser. Dabei fällt anfangs auf, dass sich das Klangbild über respektive unter Wasser minimal verändert – das war zunächst gewöhnungsbedürftig, war aber nach einiger Zeit nicht mehr störend.

Zum Lieferumfang der Openswim Pro gehören ein Paar Schwimm-Ohrstöpsel, mit denen verhindert wird, dass Wasser ins Ohr dringt. Sie können in vielen Sportgeschäften von anderen Herstellern bei Bedarf nachgekauft werden. Auch mit Schwimm-Ohrstöpseln anderer Hersteller wird die gleiche Klangqualität erzielt.

Bei moderater Lautstärke sind die Openswim Pro für Menschen in der Umgebung weder unter noch über Wasser zu hören. Das ändert sich logischerweise, wenn wir lauter stellen. Wer andere nicht stören möchte, sollte beim Schwimmen darauf achten, nicht zu laut Musik zu hören. Die Openswim Pro sind nach IP68 zertifiziert und dürfen bei einer Wassertiefe von zwei Metern bis zu zwei Stunden am Stück verwendet werden.

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Vor dem Musikhören bedarf es einiger Vorbereitungen

Damit der Openswim Pro als MP3-Player verwendet werden kann, muss er mit Musik bestückt werden. Dafür stehen 32 GByte bereit – eine deutliche Verbesserung zu den 4 GByte des Vorgängermodells namens Openswim, der nur als MP3-Player funktioniert. Das Produkt ist also nichts für Menschen, die keine digitale Musiksammlung haben. Erst durch den Einbau eines MP3-Players in den Kopfhörer kann Musik störungsfrei im Wasser gehört werden, Bluetooth-Signale gehen unter Wasser verloren.

Zur Vorbereitung muss der Kopfhörer per Kabel mit einem Computer verbunden werden, um die Musikdateien zu kopieren. Ein Dateitransfer vom Smartphone ist nicht ohne weiteres möglich. Die zum Produkt gehörige Shokz-App für Android und iOS bietet keine Funktionen, um Dateien vom Smartphone auf den Kopfhörer zu kopieren.

Sobald die Openswim Pro mit Musik bestückt sind, lassen sich die MP3-Funktionen verwenden. Wir gehen zunächst auf die Nutzung als Wasserkopfhörer ein.

Openswim Pro – Steuerung mit Drucktasten funktioniert gut

Nach dem Einschalten muss der Openswim Pro immer erstmal in den MP3-Modus versetzt werden. Wer den Kopfhörer regelmäßig im MP3-Modus nutzt, muss diese Betriebsart nach jedem Einschalten erst wieder aktivieren – das ist unpraktisch. Auch bei aktiviertem MP3-Modus bleibt Bluetooth eingeschaltet und wir können den Kopfhörer per App konfigurieren.

Der Kopfhörer merkt sich ärgerlicherweise nicht den zuletzt aktiven Betriebsmodus und aktiviert immer den Bluetooth-Modus, sobald er eingeschaltet wird. Erfreulicherweise kann der Kopfhörer so eingestellt werden, dass der MP3-Modus durch einen längeren Tastendruck aktiviert wird. Das fanden wir etwas störend: Sobald der MP3-Modus aktiv ist, startet immer sofort die Wiedergabe.

Wir fänden es praktischer, wenn der Modus-Wechsel nicht gleich zum Abspielen der Musik führt. Zumal der Modus-Wechsel praktischerweise angesagt wird. Zwar lassen sich die englischsprachigen Ansagen nicht auf Deutsch stellen, aber in der Praxis macht das keine Probleme.

Viele Funktionen am Kopfhörer werden nicht erklärt

Die Openswim Pro haben einen Multifunktionsknopf und zwei Lautstärketasten zur Steuerung, die beide gut erreichbar sind und auch mit nassen Händen gut erfühlt werden können. Die Belegung der Tasten ist leider nicht so intuitiv wie beim Vorgängermodell, bei dem der Titelsprung auf die Lautstärketasten gelegt wurde.

Für den Schwimmbetrieb gibt es einen Equalizer-Modus, der auf die Bedürfnisse für das Hören von Musik unter Wasser zugeschnitten ist. Dabei merkt sich der Kopfhörer praktischerweise den zuletzt gewählten Equalizer-Modus.

Ein "mangelhaft" verdient die mitgelieferte Anleitung zum Openswim Pro. Zu viele wichtige Funktionen werden nicht beschrieben, obwohl sie vorhanden sind. Uns hatte gewundert, dass sich etwa der Equalizer-Modus nicht am Gerät wechseln lässt, was beim Vorgängermodell geht.

Drei Tasten sind etwas wenig – komplizierte Tastenkombinationen

Wir fragten bei Shokz nach und bekamen die Auskunft, dass der Moduswechsel auch am Openswim Pro möglich ist. Dafür muss die Leiser-Taste etwa zwei Sekunden gedrückt werden. Das funktioniert aber nur, wenn dabei Musik vom eingebauten Speicher abgespielt wird. Ansonsten bleibt der Befehl sonderbarerweise ohne Funktion.

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Auch die Wiedergabeart lässt sich mittels Tastendruck am Kopfhörer ändern, so dass nicht zwingend die Smartphone-App benötigt wird, wie es laut Anleitung der Fall wäre. Allerdings ist das Ganze etwas umständlich: Wir müssen den Multifunktionsknopf zusammen mit der Lauter-Taste etwas länger gedrückt halten.

Dann können wir etwa von der normalen Wiedergabe zur Zufallswiedergabe oder in den Wiederholungsmodus wechseln. Die Zufallswiedergabe gilt immer für die komplette Musiksammlung. Es gibt keine Funktion, nur ein Album in zufälliger Reihenfolge abzuspielen.

Besonders störend und nervig sind aber zwei andere Eigenarten der Openswim Pro.

Unpraktische Sortierung der Musikordner

Es gibt keine Möglichkeit, die Abspielreihenfolge der Musikordner nachträglich zu ändern. Eine alphabetische Sortierung gibt es nicht. Die Musikordner werden immer in der Reihenfolge abgespielt, in der sie auf den Kopfhörerspeicher kopiert wurden.

Dabei wird zuerst das Verzeichnis abgespielt, das als erstes auf den Kopfhörer kopiert wurde. Auch das wird mit keiner Silbe in der Anleitung erwähnt, wir haben es erst nach Rückfrage beim Hersteller erfahren. Das Pro-Modell ist hier also kein bisschen besser als das Vorgängermodell. Da der Hersteller auf diese Kritik bisher nicht reagiert hat, ist nicht damit zu rechnen, dass Shokz diesbezüglich noch etwas ändern wird.

Wer unbedingt eine bestimmte Reihenfolge der Ordner wünscht, hat also viel Arbeit vor sich: Denn die Musikordner müssen dann einzeln nacheinander kopiert werden.

Dem Openswim Pro fehlt ein Befehl zum Ordnerwechsel

Wenn mehrere Musikordner auf einmal kopiert werden, ist es vom Zufall abhängig, in welcher Reihenfolge die Wiedergabe erfolgt. Hier hat der Hersteller überhaupt nicht bedacht, dass eine Sortierung nach der Kopierreihenfolge aus Kundensicht die schlechteste Option überhaupt ist. Bei einem Preis von 200 Euro erwarten wir als Käufer, dass sich die Sortierreihenfolge bestimmen lässt – gerne nachträglich und mindestens nach dem Alphabet.

Außerdem hat Shokz vergessen, einen Befehl zum Ordnerwechsel anzubieten. Das bedeutet, wir können nicht mal eben von einem Musikordner zum nächsten wechseln. Wenn das gewünscht ist, müssten wir mühsam alle Tracks in einem Ordner überspringen – mit Komfort hat das nichts zu tun. Auch diesbezüglich vermitteln die Openswim Pro nicht den Eindruck eines teuren Premium-Kopfhörers.

Shokz-App erlaubt keinen Zugriff auf den MP3-Speicher

Vor allem bei der fehlenden Ordner-Spring-Funktion stellt sich die Frage, wie es dazu gekommen ist. Denn das Vorgängermodell Openswim bietet einen Ordnerwechsel. Beim Pro-Modell wäre diese Funktion noch viel wichtiger, denn der Speicher ist achtmal so groß und es lassen sich viel mehr Musikordner darauf unterbringen.

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Wer sich also nicht mit der unzureichenden Navigation in der MP3-Sammlung zufriedengeben will, ist mit dem Vorgängermodell besser bedient. Allerdings bedeutet das nicht nur einen deutlich kleineren MP3-Player-Speicher, sondern alle Bluetooth-Funktionen des Pro-Modells fehlen dann. Man erkauft sich also wieder andere Nachteile.

Der Openswim Pro kann logischerweise auch zum Duschen oder in der Badewanne verwendet werden. Dann kann auch Musik über Bluetooth gehört werden und man ist nicht zwingend auf den eingebauten MP3-Player angewiesen. Das verbundene Smartphone sollte natürlich nicht mit ins Wasser oder unter die Dusche genommen werden.

So schlägt sich der Openswim Pro im Bluetooth-Betrieb an Land.

Openswim Pro überzeugt als Bluetooth-Kopfhörer

Wird der Openswim Pro im Bluetooth-Modus verwendet, wird der interne Musikplayer nicht mehr zwingend benötigt, kann aber dennoch verwendet werden. Bei sportlichen Aktivitäten wird dann nur der Kopfhörer benötigt und man muss kein Smartphone und keine Smartwatch dabeihaben, um Musik zu hören. Bei der Steuerung und Musiksortierung gibt es dann natürlich die gleichen Beschränkungen wie oben beschrieben.

Deutlich mehr Komfort gibt es im Bluetooth-Betrieb, bei dem man nicht auf die eigene Musiksammlung beschränkt ist, sondern alle denkbaren Streamingdienste nutzen kann. Dabei lassen sich die Openswim Pro gut bedienen und die fühlbaren Tasten erlauben immer eine zuverlässige Steuerung – ein klarer Vorteil gegenüber einer Steuerung mit Sensorflächen (g+) .

Bei der Klangqualität erreichen die Openswim Pro nicht das Niveau der Openfit , die keine Knochenschalltechnik nutzen.

An Land sind die Freeclip nicht zu schlagen

Beide werden bei der Klangqualität von Huaweis Freeclip geschlagen, die derzeit für uns bei Open-Ear-Produkten die Referenz sind. Damit macht Musik hören viel mehr Freude als mit den Shokz-Produkten. Schade, dass es die Freeclip nicht in einer Version für Schwimmer gibt – die Bauform wäre ideal dafür.

Durch die offene Bauweise bekommen wir alles um uns herum mit und damit sind die Kopfhörer für den Einsatz im Homeoffice oder im Büro prädestiniert. Im Vergleich zu den Openfit sind die Openswim Pro für die Umgebung eher zu hören. Bei moderater Lautstärke in leiser Umgebung beschallen wir aber nicht automatisch den ganzen Raum. Und wenn es um uns herum lauter ist, sorgen diese Geräusche auch dafür, dass wir andere nicht stören.

Openswim Pro hat eine tolle Sprachqualität bei Telefonaten

Sehr zufrieden sind wir mit der Sprachqualität bei Telefonaten: Wir können in Innenräumen etwa auf einer vergleichsweise lauten Tastatur schreiben und die Gegenseite hört davon nichts. Sogar Geschirrgeklapper wird zumindest so weit gedämpft, dass wir weiterhin gut zu verstehen sind.

Ein laufender Wasserhahn führt bei der Gegenseite nicht zu einer Ohrattacke und wir sind bei allen erdenklichen Umgebungsgeräuschen gut zu verstehen. Mitunter können wir uns selbst schlechter verstehen als die Gegenseite, weil der Krach um uns herum für die andere Seite so effizient verringert wird.

Auch draußen leistet die Geräuschunterdrückung für Telefonate eine Menge: Vorbeifahrende Autos sind für die Gesprächspartner meist gar nicht oder nur ganz leise zu hören. Wir bleiben immer gut zu verstehen. Lediglich bei der Reduzierung von Windgeräuschen besteht Verbesserungspotenzial; dann kann es zu Pfeifgeräuschen für die Gegenseite kommen.

Dabei ist zu bedenken, dass die Openswim Pro für laute Umgebungen eher nicht konzipiert sind. Wenn wir an einer stark befahrenen Straße telefonieren, kann der Gesprächspartner mitunter schwer zu verstehen sein.

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Bluetooth-Multipoint ist vorhanden

Die Openswim Pro unterstützen Bluetooth 5.3 mit den Codecs SBC und AAC. Angenehmerweise bieten sie Bluetooth-Multipoint, die Kopfhörer können also parallel mit zwei Geräten verbunden sein. Bei Bedarf lässt sich Bluetooth-Multipoint abschalten. Das Shokz-Produkt hat auch eine Mikrofonstummschaltung. Dafür müssen die beiden Lautstärketasten gemeinsam längere Zeit gedrückt werden, was umständlich und damit nicht praktikabel ist.

Beim Testen kam uns mehrfach der Gedanke, dass Shokz dem Kopfhörer lieber einen Knopf mehr hätte spendieren sollen. Das würde die gesamte Steuerung angenehmer machen, weil auch sonst manche Tastenkombinationen nur mühsam gedrückt werden können.

Das Tragegefühl ist prinzipiell angenehm; bei uns schmerzte es nach rund zwei Stunden rund um das Ohr. Das kann je nach Kopfform auch anders empfunden werden. Die Shokz-Kopfhörer lassen sich besonders einfach und bequem auf- und wieder absetzen. Das ist etwa bei den Openfit deutlich komplizierter. Wir können die Openswim Pro also bei Bedarf um den Hals tragen und dann schnell aufsetzen, wenn wir sie etwa für Telefonate benötigen.

Shokz bietet für die Openswim Pro eine App für Android sowie iOS an, der so einige Funktionen fehlen.

App fehlt Zugriff auf Speicher der Openswim Pro

Die App ist übersichtlich und startet meist schnell. Manchmal dauert es aber auch mal länger, bis das Produkt in der App erscheint. Die App verlangt weder ein Nutzerkonto noch muss GPS oder Internet zwingend eingeschaltet sein.

In der App können grundlegende Dinge eingestellt werden, aber vor allem rund um die MP3-Player-Funktionen fehlt zu viel: So können wir zwar die Wiedergabe des eingebauten MP3-Players steuern, aber es wird nicht einmal der aktuell laufende Titel angezeigt. Zudem würden wir bei einem solchen Produkt erwarten, dass wir zumindest aus der App heraus den Kopfhörerspeicher einsehen können.

Dafür ist aber immer ein Computer samt Kabelverbindung erforderlich – und das ist mobil mindestens unpraktisch und vielfach sogar unmöglich. In Anbetracht der fehlenden Ordnernavigation fänden wir es gut, wenn wir zumindest von der Smartphone-App aus zum Beginn der Musiksammlung springen könnten. Aber auch diese Funktion fehlt.

Kein App-Zugriff auf MP3-Speicher

Für einen Premium-Kopfhörer wäre es auch toll, wenn wir zumindest Dateien aus dem Kopfhörerspeicher umbenennen, verschieben oder löschen könnten. Das würde den Komfort beim Umgang extrem erhöhen. Der Openswim Pro verlangt für einige Befehle sehr komplizierte Tastendrücke – eine Umbelegung ist dabei meist nicht möglich.

Zum Lieferumfang der Openswim Pro gehört eine Tasche aus flexiblem Gummi. Die Tasche schützt den Kopfhörer nur bedingt; immerhin passt das Ladekabel mit rein, es gibt dafür aber keinen eigenen Bereich. Mitgeliefert wird auch ein spezielles Ladekabel mit einem USB-A-Stecker auf der einen Seite und einem Spezialanschluss auf der anderen Seite.

Der Spezialanschluss ist magnetisch und dockt sehr bequem am passenden Ladekontakt des Kopfhörers an. Das ist gut gelöst, wir müssen keine fummeligen Buchsenabdeckungen öffnen, um das Produkt zu laden.

Das Ladekabel ist mit einer maximalen Länge von 65 cm vergleichsweise kurz geraten. Sobald der Kopfhörer-Akku geladen wird, schaltet sich der Kopfhörer ab. Eine Nutzung während des Aufladens ist also nicht möglich. Aufgrund des kurzen Kabels und der Magnetverbindung würde das vermutlich ohnehin nicht gutgehen.

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Bei der Akkulaufzeit ist Luft nach oben

Im MP3-Betrieb gibt Shokz für die Openswim Pro eine maximale Akkulaufzeit von sechs Stunden an. Im Bluetooth-Betrieb liegt die Laufzeit bei bis zu neun Stunden. Diese Werte erreichen wir bei moderater Lautstärke, wenn wir aber aufgrund einer lauten Umgebung die Lautstärke dauerhaft erhöhen, verringert sich die Akkulaufzeit noch.

Umgekehrt lässt sich die Akkulaufzeit verlängern, indem auf eine moderate Lautstärke geachtet wird. Angenehmerweise können wir den Kopfhörer bei einer Schwimmpause bedenkenlos eingeschaltet lassen. Im Standby-Betrieb halten sie problemlos länger durch. Unpraktisch: Die Shokz-App zeigt den Akkustand nur zweistellig und damit entsprechend ungenau an. In Anbetracht der nicht so langen Akkulaufzeit wäre eine genauere Angabe hilfreich.

Shokz Openswim Pro im Test – Verfügbarkeit und Fazit

Shokz bietet die Openswim Pro(öffnet im neuen Fenster) wahlweise in Schwarz und Rot zum Preis von 200 Euro an. Zum Lieferumfang gehören eine Gummitasche, ein USB-Ladekabel mit speziellem Magnetanschluss sowie Schwimmstöpsel für die Ohren.

Das Vorgängermodell Openswim(öffnet im neuen Fenster) wird in Schwarz und Blau weiterhin zum Listenpreis von 160 Euro angeboten. Der Openswim hat weniger Speicher, ihm fehlen die Bluetooth-Funktionen, so dass er sich nicht als Bluetooth-Kopfhörer nutzen lässt. Im Gegenzug hat der Openswim eine umfassendere Steuerung, so dass sich die MP3-Funktionen viel besser nutzen lassen.

Fazit

Der Openswim Pro ist ist an sich ein toller Kopfhörer für Schwimmer, die sich beim Sport im Wasser mit Musik beschallen lassen wollen. Sie klingen gut, halten in allen Schwimmstilen sicher und rutschen nicht vom Kopf. Die Steuerung unter Wasser funktioniert gut.

Ärgerlich ist allerdings, wie lieblos die MP3-Steuerung umgesetzt wurde, weil selbst Grundfunktionen eines billigen MP3-Players fehlen. Eine Enttäuschung ist in der Hinsicht auch die Shokz-App: Sie erlaubt keinen Zugriff auf den Speicher und nicht einmal der aktuell gespielte Titel wird angezeigt.

Alle wichtigen Grundeinstellungen am Openswim Pro lassen sich ändern, allerdings werden teils sehr ungewöhnliche Tastenkombination in der mitgelieferten Anleitung mit keiner Silbe erwähnt. Käufer gehen also davon aus, dass sie sich mit mehr Kompromissen abfinden müssten, als es nötig ist. Das ist schlechter Kundendienst.

Als Bluetooth-Kopfhörer mit Knochenschalltechnik weiß der Openswim Pro wieder zu überzeugen: Aufgrund der offenen Bauweise ist die Umgebung immer zu hören. Musikfans sollten bedenken, dass bauartbedingt nicht die gleiche Klangqualität wie mit herkömmlichen Kopfhörern möglich ist. Andere Open-Ear-Kopfhörer wie etwa die Freeclip von Huawei klingen deutlich besser – sie sind derzeit unsere Referenz bei Open-Ear-Produkten, die allerdings nicht für den Schwimmeinsatz geeignet sind – leider.

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Ebenfalls sehr gut gefallen uns die Openswim Pro bei der Telefonqualität. Alle Umgebungsgeräusche in unserer Umgebung werden für die Gegenseite so stark verringert, dass Gesprächspartner sie gar nicht oder nur leise im Hintergrund hören. Am Kopfhörer können wir zwar das Mikrofon stummschalten, aber das ist dermaßen kompliziert, dass es im Alltag nicht sinnvoll nutzbar ist.

Es wäre wünschenswert, wenn Shokz zumindest die Ordnerfunktionen so überarbeiten würde, dass die Openswim Pro eines 200 Euro teuren Produkts würdig sind. Im Zuge dessen wäre eine deutliche Erweiterung der Shokz-App ein Gewinn: Wir würden gerne vom Smartphone den MP3-Speicher einsehen und auch mal Titel umbenennen oder löschen können.

Nachtrag vom 29. August 2025

Shokz hat im August 2025 ein umfangreiches Firmwareupdate für den Openswim Pro veröffentlicht. Damit werden die Unzulänglichkeiten rund um den MP3-Player des Schwimm-Kopfhörers abgestellt. Wir haben den Openswim Pro nach dem Update erneut getestet und sind beeindruckt, wie erheblich das den Kopfhörer verbessert. Mehr dazu in unserem Nachtest des Shokz Openswim Pro .

Ingo Pakalski hat in den zurückliegenden sechs Jahren schon viele Dutzend Kopfhörer pro Jahr getestet – ob In-Ears, Over-Ears oder Open-Ears. Nur sehr selten stößt er dabei auf Geräte, die er guten Gewissens empfehlen kann.


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