Shine Technologies: Telekom soll Adblocker gegen Google und Facebook planen

Die Telekom soll laut einem Medienbericht mit Shine Technologies verhandeln, die Adblocker für Netzwerkbetreiber bieten. Die Telekom sagt, es gebe noch keinen "festgelegten Plan in Bezug auf Werbeblocker".

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Shine Technologies
Shine Technologies (Bild: Shine Technologies/Screenshoot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom soll prüfen, Adblocker in ihren Netzwerken einzusetzen. Das hat das Wall Street Journal aus informierten Kreisen erfahren. Das israelische Startup Shine Technologies bietet Adblocker für Netzwerkbetreiber an. Shine soll gegenwärtig mit mehreren großen Betreibern verhandeln, darunter auch mit der Telekom, die sich so gegen Google, Facebook und Yahoo wehren wollten.

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Ein Telekom-Sprecher sagte Golem.de: "Die Deutsche Telekom hat keine geschäftlichen Beziehungen mit Shine und es gab keine offizielle Mitteilung von unserer Seite zu diesem Thema. Wir verfolgen alle Trends und Entwicklungen in der Branche, aber wir haben keinen festgelegten Plan in Bezug auf Werbeblocker."

Vorbild ist offenbar der jamaikanische Mobilfunkbetreiber Digicel, der dem irischen Milliardär Denis O'Brien gehört, und der in der Karibik, Mittelamerika und Ozeanien mit 14 Millionen Kunden aktiv ist.

"Unternehmen wie Google, Yahoo und Facebook finden viele gute Worte über Breitband für alle - aber sie geben dafür kein Geld aus", sagte O'Brien, Vorsitzender der Digicel Group, in einer Erklärung für das Wall Street Journal. Stattdessen nutzten sie ungeniert die "Investitionen von Netzbetreibern wie Digicel, um für sich selbst Geld zu machen".

Adblocker für alle Kunden

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In den kommenden Monaten werde Digicel alle Werbung in Apps und andere mobile Werbeformen in 31 Landesmärkten blockieren, ausgenommen seien nur einige bekannte Newsangebote. Es werde geprüft, den Nutzern die Möglichkeit zu geben, den Adblocker auszuschalten. Der Adblocker werde aber für alle Kunden standardmäßig aktiviert.

In diesem Jahr werden laut eMarketer weltweit 69 Milliarden US-Dollar für Werbung auf mobilen Endgeräten ausgegeben.

Shine arbeitet nach eigenen Angaben mit einer Anzahl von Netzbetreibern zusammen, darunter einem mit rund 40 Millionen Kunden. Dessen Name wurde nicht kolportiert. 10 bis 50 Prozent des bezahlten Datenvolumens der Nutzer würden durch Onlinewerbung aufgebraucht, so das Startup.

Bereits im Mai 2015 wurde berichtet, dass mehrere europäische Mobilfunkbetreiber an Adblockern für Online-Werbung in ihren Netzen arbeiten. Ein Netzbetreiber habe die Software in seinen Rechenzentren installiert und wolle sie noch vor Ende des Jahres 2015 aktivieren, berichtete die Financial Times unter Berufung auf einen hochrangigen Branchenvertreter. Mehrere andere Netzbetreiber seien an dem Plan beteiligt. Er richtet sich gegen US-Internetunternehmen wie Google, AOL und Yahoo.

Google hatte einen solchen Schritt auf Nachfrage der Financial Times als unvernünftig bezeichnet. "Die Leute bezahlen für Datenpakete, um Apps, Videostreaming, Webmail und andere Dienste, die sie mögen, nutzen zu können, viele davon sind werbefinanziert."

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dl01 09. Okt 2015

Wieso sollte die "radikale" Pflicht zur vertragsgemäßen Erbringung der vereinbarten...

DrWatson 03. Okt 2015

Die Werbung kommt von einem anderen Server als der Inhalt, also wird man einfach den Ad...

DrWatson 03. Okt 2015

Nicht wenn die Werbung über eine zweite Verbindung kommt, was aber fast immer der Fall ist.

dl01 03. Okt 2015

Dann nehme ich alles wieder zurück. Besagtes Urteil kannte ich nicht. :-)



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