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Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
/ Ingo Pakalski
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Tolino Shine 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Tolino Shine 3 Bild: Martin Wolf/Golem.de

Der Shine 3 löst den E-Book-Reader Shine 2 HD ab. Das neue Shine-Modell hat wie der Vision 4 HD nun ebenfalls einen kapazitiven Touchscreen. Durch den Einsatz kapazitiver Technik lässt sich der E-Book-Reader besser mit dem Finger bedienen als das noch beim Vorgängermodell der Fall ist. Beim normalen Blättern in E-Books fällt das weniger stark auf, aber Wischbewegungen werden deutlich besser erkannt.

So ist das Bewegen in Webseiten mit dem neuen Modell um einiges angenehmer. An den Komfort eines Smartphone-Browsers kommt es aber nicht heran, weil der E-Book-Reader dafür nicht leistungsfähig genug ist. Der Shine 2 HD hat drei Knöpfe: Neben dem Einschalter gibt es einen Home-Knopf und einen Button zur Umschaltung der Displaybeleuchtung. Das neue Modell hat davon nur noch den Einschaltknopf behalten und das ist schade.

Tolino Shine 3 – Hands on
Tolino Shine 3 – Hands on (01:32)

Das Umschalten der Displaybeleuchtung ist nun weniger schnell erledigt, wenn sie bei hellem Umgebungslicht nicht erforderlich ist. Der Nutzer muss beim neuen Modell mit einer Wischbewegung nach unten vom oberen Displayrand das Einstellungsmenü aufrufen und kann hier das Licht abschalten. Eine automatische Helligkeitsregelung gibt es beim Shine 3 nicht. Wir hätten uns gewünscht, dass der Lichtknopf erhalten geblieben wäre.

Auch der eingesparte Home-Button fehlt uns beim Shine 3. Mit einem Wisch aktiviert sich der Startbildschirm, aber ein simpler Knopfdruck ist uns hier etwas angenehmer. Der Einschalter ist nach unten gewandert und befindet sich damit neben der Micro-USB-Buchse. Die Position ist etwas ungewohnt, aber gut erreichbar.

Das neue Modell bietet nicht mehr nur die Basis-Displaybeleuchtung, sondern auch die Farbtemperatursteuerung der Smart-Light-Funktion der teureren Tolino-Modelle. Allerdings wird nicht die komplette Smart-Light-Funktion übernommen, die automatische Helligkeitsregelung fehlt. Mittels Smart Light wird die Farbtemperatur automatisch angepasst. In den Morgenstunden ist das Display in kaltweißem Licht erleuchtet und abends wird warmweißes Licht gewählt.

Die Farbtemperatur kann auch manuell verändert werden. In jedem Fall hat der Käufer des Shine 3 damit die Möglichkeit, das Lesebild umfangreicher anzupassen als beim Vorgängermodell, bei dem sich die Farbtemperatur nicht modifizieren lässt. Wir können uns ein für uns angenehmes Lesebild einstellen – das macht das Lesen auf dem Gerät angenehmer.

Dafür sorgt auch das allgemein gut lesbare E-Paper-Display

E-Paper-Display mit einer Pixeldichte von 300 ppi

Unverändert gibt es ein 6 Zoll großes E-Ink-Carta-Display mit einer Auflösung von 1.448 x 1.072 Pixeln respektive einer Pixeldichte von 300 ppi. Texte sind damit gut und klar erkennbar. Trotz des gleich großen Displays wurde das Gehäuse verkleinert, so dass der E-Book-Reader etwas besser in der Hand liegt. Dafür sorgt auch die griffige Textur auf der Rückseite, so dass der 166 Gramm leichte E-Book-Reader bequem einfach auf der Handfläche gehalten werden kann.

Das neue Modell hat 8 GByte Speicher, wovon dem Nutzer 6 GByte zur Verfügung stehen. Beim Vorgängermodell sind es 4 GByte und davon stehen 2 GByte zur freien Verfügung. Somit können auf dem neuen Modell mehr als 6.000 E-Books abgelegt werden. Ergänzend dazu liefert die Tolino-Cloud 25 GByte Speicher, dafür muss eine Internetverbindung bestehen.

Der Shine 3 unterstützt Single-Band-WLAN, um damit E-Books aus dem Internet beziehen zu können, etwa von Hugendubel, Thalia oder Weltbild. Alternativ können E-Books bequem über ein USB-Kabel vom Computer auf den E-Book-Reader transferiert werden. Die Tolino-Geräte unterstützen die Dateiformate ePub, PDF sowie Txt und sind dabei kompatibel mit den eBook-Ausleihen aus öffentlichen Bibliotheken, die etwa mit den Kindle-Geräten von Amazon nicht genutzt werden können.

Für die Textdarstellung stehen acht verschiedene Schriftarten zur Verfügung und als Neuerung gibt es einen neuen Linkshändermodus. In der Standardkonfiguration blättert der Nutzer vorwärts durch ein E-Book, indem er auf dessen rechten Bereich tippt. Zurückblättern erfolgt durch Tippen auf den linken Bereich. Im Linkshändermodus ist es genau umgekehrt, so dass auch Linkshänder ohne Verrenkungen in den E-Books blättern können.

Im Shine 3 befindet sich ein Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 1.500 mAh. Wie beim Vorgängermodell sollte es damit möglich sein, meherere Wochen zu lesen, bevor der Akku wieder geladen werden muss. Wie auch beim Shine 2 HD liegt nur ein USB-Kabel bei, aber kein passendes Netzteil. Der eingebaute Akku wird über die Micro-USB-Buchse geladen.

Verfügbarkeit

Der Tolino Shine 3(öffnet im neuen Fenster) kostet 120 Euro und ist damit genau so teuer wie das Vorgängermodell. Der E-Book-Reader soll in den Filialen von Hugendubel(öffnet im neuen Fenster), Thalia(öffnet im neuen Fenster) und Weltbild(öffnet im neuen Fenster) in Kürze verfügbar sein. Er kann bereits in den entsprechenden Onlineshops bestellt werden.

Fazit

Mit dem Shine 3 bietet die Tolino-Allianz einen guten E-Book-Reader für Einsteiger an. Er ist nochmal etwas kleiner geworden als das Vorgängermodell und liegt aufgrund des niedrigen Gewichts und der angenehm griffigen Rückseite gut und rutschfest in der Hand. Die Aufstockung des internen Speichers ist ebenfalls ein Gewinn.

Die Regelung der Farbtemperatur verbessert die Lesequalität und der nun kapazitiv arbeitende Touchscreen reagiert besser als das Infrarotmodell des Vorgängermodells. Der Wegfall des Home-Buttons und des Lichtknopfs führt hingegen zu einem Komfortverlust. Beide Knöpfe täten auch dem Shine 3 gut, um ihn effizienter bedienen zu können.


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