Shijian-19: Heimlicher Test mit aufblasbarem chinesischem Weltraummodul

Laut der Chinesischen Akademie für Weltraumtechnologie (China Academy of Space Technology, Cast)(öffnet im neuen Fenster) wurde bei der Shijian-19-Mission ein aufblasbares Modul im Weltraum getestet. Der Weltraumtest mit dem flexiblen und versiegelten Modul verlief laut einer Cast-Pressemitteilung vom 21. November 2024 erfolgreich.
Bei der Mission handelt es sich um einen wiederverwendbaren chinesischen Satelliten, der am 27. September 2024 mit der Rakete Langer Marsch 2D vom Kosmodrom Jiuquan im Norden der Volksrepublik China ins Weltall geschickt wurde. Die Landung erfolgte mittels Fallschirm am 10. Oktober auf dem nahegelegenen Landeplatz Dongfeng in der Wüste Gobi.
Das aufblasbare Modul
Die Cast beschreibt das Modul als multifunktionale Dichtungsstruktur aus flexiblen Verbundwerkstoffen. Während des Starts war es in einem komprimierten, gefalteten Zustand. Nach Erreichen der Umlaufbahn blähte sich das Modul auf.
Die Technologie ist laut der Cast ein vielversprechender Ansatz für den Bau großflächiger, weltraumversiegelter Module, da die Bauweise Vorteile wie Leichtbau und hohe Falteffizienz bietet.

Bevor die Technologie im Weltraum getestet werden konnte, wurde sie durch bodengestützte Tests wie Luftdichtheits-, Trümmeraufprall-, Hochdruck-, Vibrations- und Thermalvakuumtests validiert. Zwar bekundete man in China bereits vorher Interesse an erweiterbaren oder aufblasbaren Modulen, doch der Weltraumtest zeigt erstmals die dafür entwickelte und funktionierende Hardware.



