Shenzhou: China untersucht beschädigtes Raumschiff vom Weltall aus

Anfang November 2025 war die chinesische Raumkapsel der Shenzhou-20-Mission von Weltraumschrott getroffen und beschädigt worden. Die bemannte Raumfahrtbehörde Chinas, die CMSA (China Manned Space Agency), führte darauf einen Notfallplan durch , um die Shenzhou-20-Besatzung von der Tiangong-Raumstation zurück zur Erde zu bringen . Die erste Außenbordinspektion der beschädigten Raumkapsel ist am 9. Dezember 2025 während eines achtstündigen Weltraumspaziergangs (EVA: Extravehicular activity) erfolgt.
Zwei Astronauten der dreiköpfigen Shenzhou-21-Besatzung nahmen dabei die Inspektion vom Weltraum aus vor. Bei der zurückliegenden Kollision kam es zu einem Riss am Fenster der Rückkehrkapsel, welches von dem Astronauten-Duo fotografiert wurde. Zudem installierten sie das Trümmerschutzsystem der Tiangong-Raumstation und ersetzen die mehrschichtige Abdeckung des Temperaturkontrolladapters.
Weltraumspaziergang mit einem chinesischen Rekord
Die chinesischen Beamten erklärten, dass sie das Shenzhou-20-Raumfahrzeug irgendwann ohne Besatzung nach Hause bringen wollen. Ein genaues Datum für den Rückflug zur Erde gibt es bisher keins. Doch durch den Außenbordeinsatz können die CMSA-Beamten nun evaluieren, wann sie das Abdock- und Rückflugmanöver durchführen können.
Dieser Außenbordeinsatz war der erste der Shenzhou-21-Besatzung und wurde von dem Kommandanten Zhang Lu (48) und dem Astronautenneuling Wu Fei (32) durchgeführt. Wu ist damit nicht nur das jüngste Mitglied des chinesischen Astronautenkorps, sondern auch der jüngste chinesische Staatsbürger, der einen Weltraumspaziergang durchführte. Zhang Hongzhang, das dritte Besatzungsmitglied, unterstützte seine Kollegen dagegen vom Inneren der Raumstation.