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Shelly: Schneider Electric übernimmt Smart-Home-Spezialisten für 1,2 Milliarden Euro

Schneider Electric hat ein Angebot für einen bulgarischen Hersteller von Smart-Home-Technik vorgelegt. Schneider wächst gegenwärtig stark bei Rechenzentrumsinfrastruktur.
/ Achim Sawall
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Schaltanlage von Schneider Electric (Bild: Schneider Electric)
Schaltanlage von Schneider Electric Bild: Schneider Electric

Schneider Electric steht vor der Übernahme der bulgarischen Shelly Group. Wie die Unternehmen am 24. September 2026 bekannt gaben(öffnet im neuen Fenster), bietet Schneider Electric den Aktionären 61,35 Euro je Aktie, was die Shelly Group insgesamt mit rund 1,2 Milliarden Euro bewertet.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Shelly unterstützen das Angebot. Die Gründer und Hauptaktionäre des Unternehmens haben sich bereits verpflichtet, ihre Anteile von zusammen etwa 32,8 Prozent anzudienen.

Das Übernahmeangebot steht unter dem Vorbehalt einer Mindestannahmequote von 50 Prozent plus einer Aktie sowie der üblichen kartell- und investitionsrechtlichen Genehmigungen.

Shelly bleibt eigenständige Marke

Mit dem Zukauf baut Schneider Electric aus Frankreich sein Geschäft im Bereich Smart Home und Gebäudeautomation aus. Während der französische Konzern vor allem für professionelle Großanlagen, Energieverteilung, Rechenzentrumsinfrastruktur und industrielle Gebäudetechnik bekannt ist, hat sich die in Sofia ansässige Shelly Group mit niedrigpreisigen IoT-Komponenten wie smarten Steckdosen, Unterputz-Schaltrelais, Strommessgeräten und Smart-Home-Sensoren einen Namen gemacht.

Shelly soll als eigenständige Marke und Geschäftseinheit innerhalb von Schneider Electric fortgeführt werden, um über das weltweite Vertriebsnetz des Mutterkonzerns schneller zu wachsen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete bereits im Juli 2026, dass sich die Unternehmen in Gesprächen befänden, und meldete nun(öffnet im neuen Fenster), dass ein formelles Angebot noch in dieser Woche erfolgen könne.

Schneider Electric hat seine Deutschland-Zentrale in Ratingen (NRW). Der französische Konzern besitzt durch Übernahmen wie die des Herstellers Merten und große Standorte sehr starke operative Wurzeln im deutschen Markt.


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