Shell-Skript: Steam löscht sämtliche Nutzerdaten unter Linux

Unter bestimmten Umständen löscht Steam unter Linux sämtliche Dateien eines Nutzers. Der Fehler wird in einem Shell-Skript vermutet, worüber sich einige Kommentare bereits lustig machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Logo von Steam
Das Logo von Steam (Bild: Valve)

Ein Ubuntu-Nutzer berichtet, dass nach dem Verschieben seines Steam-Datenordners und einer anschließenden Verknüpfung zur ursprünglichen Position Steam zunächst abgestürzt sei. Nach einem Neustart habe zwar alles wie gewünscht funktioniert, jedoch seien sämtliche Dateien in der gesamten Verzeichnisstruktur der Linux-Distribution gelöscht worden. Das habe den persönlichen Ordner ebenso betroffen wie die Dateien auf der angeschlossenen 3 TByte großen externen Festplatte.

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Der schwerwiegende Fehler wird von anderen Nutzern bestätigt oder von Anwendern, die ihre Dateien ebenfalls verschoben haben, teilweise verängstigt kommentiert. Der Grund für das Löschen der Dateien scheint in einem fehlerhaften Shell-Skript zu liegen. Demnach enthält es die Zeile rm -rf "$STEAMROOT/"*, die mit dem Kommentar # Scary! versehen sein soll.

Eigentlich sollten damit nur diejenigen Dateien gelöscht werden, die sich innerhalb des von Steam angelegten Ordners befinden. Ist die Variable STEAMROOT beim Ausführen des Skripts aber nicht mit einem Wert versehen, wird stattdessen wohl rm -rf "/"* ausgeführt. Entsprechend werden sämtliche Daten auf dem System gelöscht, für die der Nutzer die Rechte besitzt.

Auf Github wird bereits diskutiert, wie der Fehler behoben werden kann und welche Programmierpraktiken in dem Skript vermieden werden sollten. Ebenso wird in einer auf Github verfügbaren privaten Kopie des Codes die konkrete Zeile mit verschiedenen Memes bedacht, darunter auch der berühmte Facepalm der Figur Jean-Luc Picard aus Star Trek. Darüber hinaus wird in der Diskussion darauf hingewiesen, dass Steam auch unter Windows bei der Deinstallation unter Umständen Dateien löscht, die nicht zu Steam gehören.

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Valve hat inzwischen Kenntnis von dem Fehler und möchte neben einer unmittelbaren Absicherung der Zeile mit dem Befehl zum Löschen auch nach der eigentlichen Ursache für das Auftreten des Fehlers suchen.

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teleborian 20. Jan 2015

Mit AppArmor hätte Ubuntu ja genau soetwas ja.

teleborian 20. Jan 2015

Ist nicht genau um solche dinge zu vermeiden AppArmor da? Ich verstehe nicht wie Ubuntu...

Ass Bestos 19. Jan 2015

was lernen wir daraus? erstmal artikel lesen.

gaym0r 19. Jan 2015

Ich hab jetzt 10 Minuten versucht die Logik in diesem Posting zu finden.



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