Sheep View 360: Schafe übernehmen Google Street View

Die Färöer im Nordatlantik mit ihren vielen Inseln und schroffen Küsten sollen umfassend auf Google Street View erscheinen, obwohl sie von den mit Kameras ausgerüsteten Autos kaum befahren werden können. Ein Inselbewohner hat sich ein ungewöhnliches Kartierungssystem einfallen lassen, um die Inseln bis in abgelegene Winkel fotografieren zu lassen. Laut einem Bericht der Washington Post(öffnet im neuen Fenster) wurden dafür Schafe mit Kameras, Mobilfunk und GPS versehen.

Die Schafe tragen eine solarbetriebene 360-Grad-Kamera auf dem Rücken, die die die Bilder selbstständig zurückfunkt. Der Tourismusverband der Inseln(öffnet im neuen Fenster) , deren Name übersetzt Schafsinseln bedeutet, nennt das Unterfangen passend Sheepview 360(öffnet im neuen Fenster) .
Als der Tourismusverband der Inseln im vergangenen Jahr beschloss, mangels Google-Street-View-Abdeckung Google auf sich aufmerksam zu machen, wurde eine ungewöhnliche Strategie verfolgt, eine Medienkampagne losgetreten und die ersten Schafe ausgerüstet. Das nahm Google zum Anlass, die Insel zu besuchen und verlieh Street-View-Trekker sowie 360-Grad-Kameras, damit Menschen die von den Schafen nicht aufgenommenen Gegenden aufzeichnen können. Das Equipment wurde an Einheimische und Touristen verteilt und an Schafen, Fahrrädern, Rucksäcken, Schiffen und sogar einer Schubkarre montiert.
Auf den Inseln der autonomen Nation innerhalb des Königreichs Dänemark leben etwa 80.000 Schafe und 50.000 Menschen. In der vergangenen Woche gingen die Färöer-Inseln bei Street View(öffnet im neuen Fenster) nach einem Jahr Vorbereitung online.
Google hat neben den Autos auch rucksackähnliche Street-View-Trekker sowie 360-Grad-Kameras im Sortiment, die auch in anderen Orten an Menschen verliehen werden, die ungewöhnliche und für Autos nicht erreichbare Gegenden durchwandern.
Mittlerweile sind die Färöer-Inseln zumindest teilweise auf Google Street View(öffnet im neuen Fenster) gelandet.



