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Shawn Layden im Interview: Sony setzt auf echte PS 5 statt auf Konsolenevolution

Eine klare Absage an eine Playstation-Evolution nach Smartphone-Vorbild, dazu Aussagen zu Spitzenspielen und zum Casualmarkt: Golem.de hat mit Shawn Layden gesprochen, dem Chef der nordamerikanischen Playstation-Sparte von Sony.

Artikel veröffentlicht am ,
Shawn Layden bei der Präsentation von Sonys E3-Pressekonferenz 2016.
Shawn Layden bei der Präsentation von Sonys E3-Pressekonferenz 2016. (Bild: Rich Polk/Getty Images for Sony Interactive Entertainment America)

Shawn Layden ist das Gesicht der großen Playstation-Pressekonferenzen auf der Spielemesse E3, die er in den vergangenen Jahren moderiert hat. Vor allem aber ist Layden der Chef von Sony Interactive Entertainment America und der Sony Interactive Entertainment Worldwide Studios, also von den Entwicklerstudios des Konzerns.

Inhalt:
  1. Shawn Layden im Interview: Sony setzt auf echte PS 5 statt auf Konsolenevolution
  2. Zu viele Blockbuster?

Layden ist seit 1987 bei Sony. Der Manager hat in Tokio eng mit dem legendären Firmen-Mitgründer und langjährigen Konzernchef Akio Morita gearbeitet. Danach hatte er Führungspositionen in Europa und dann wieder in Japan inne, bevor er 2014 seinen aktuellen Posten antrat. Golem.de hat mit ihm am Rande der Spielemesse E3 2017 in Los Angeles gesprochen.

Golem.de: Wann erscheint das erste Spiel, das auf der PS4 Pro läuft - aber nicht mehr auf einer Playstation 4?

Shawn Layden: Das wird nie passieren!

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Golem.de: Ist die Pro nicht der Einstieg in das Geschäftsmodell, dass wie bei Smartphones eine Evolution von Hardware stattfindet - statt alle paar Jahre eine ganz neue Generation aufzubauen?

Layden: Mit der Playstation 4 Pro haben wir erstmals diese Art von Innovation innerhalb des Lebenszyklus einer Konsole umgesetzt. Die Pro soll aber wirklich nur Vorteile wie 4K-Auflösungen und HMD für Spieler bieten, die das nutzen können und wollen. Dazu kommt eine stabilere Bildrate und größerer Festplattenspeicher. Aber wer eine Standard-PS4 hat, hat keine wirklichen Nachteile. Jedes unserer Spiele wird weiter auf der klassischen PS4 laufen und gegebenenfalls etwas besser auf der Pro.

Golem.de: Das bedeutet, dass Sie eher auf eine echte Playstation 5 setzen - wann auch immer das sein wird?

Layden: Ja. Die wird es wohl irgendwann geben.

Golem.de: Sie hatten Führungspositionen bei Sony in Europa und Asien, sind nun in den USA. Wie unterschiedlich sind die Spieler und Märkte aus Ihrer Sicht?

Layden: Die Spieler haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, und sie entwickeln sich in eine Richtung, nämlich hin zu mehr Qualität. Mit einem wirklich guten Spiel kann man heutzutage überall Erfolg haben.

Vor 20 Jahren war es meine Aufgabe bei Playstation Japan, den Asiaten westliche Spiele näherzubringen, was extrem schwierig war. Damals, also zu Zeiten der ersten Playstation, gab es in Japan die besten Spiele und die besten Studios. Square, Namco, Koei, Sega und so weiter. Die Produktqualität war extrem hoch - auch, weil ein Teil der Titel von Arcadeautomaten übernommen wurde, etwa Ridge Racer und Tekken. Fantastische Spiele waren das!

Die westlichen Entwickler konnten da nicht mithalten, wir hatten stattdessen Titel wie Twisted Metal und Jet Moto, oder Destruction Derby aus Europa. Immerhin, Wipeout kam aus Europa, das war mit seinem großen Produktionsaufwand auch relativ erfolgreich in Japan. Mein größter Erfolg in Japan waren erstaunlicherweise aber Spiele auf Basis der Formel 1.

Heute sind die Unterschiede kleiner. Eine echte Besonderheit in Japan sind Spiele auf Basis von Mangas und Animes. Die sind dort enorm erfolgreich und lassen sich nur bedingt im Westen vermarkten.

In den USA haben wir dagegen die größte Nachfrage nach Shootern und nach Action-Adventures. Der Unterschied zwischen den USA und Europa ist dann gar nicht mehr so riesig. Die Märkte werden sich ähnlicher, aber das gilt nur für bestimmte Spiele.

Golem.de: Welches der aktuellen Spiele von Sony ist Ihrer Meinung nach besonders kompatibel mit diesem Weltmarkt?

Layden: Horizon Zero Dawn. Es ist für japanische Spieler interessant, weil es viel Spieltiefe und Rollenspielelemente hat. Und hier in den Staaten sowie in Europa ist es ja ebenfalls sehr erfolgreich. Guerilla Games hat wirklich einen Spitzentitel abgeliefert.

Zu viele Blockbuster? 
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Crass Spektakel 10. Jul 2017

Du erzählst mir hier echt Stories vom 486 von vor einem Vierteljahrhundert um dem PC...

Jack0fAllRaids 27. Jun 2017

Das ist so nicht richtig, gerade die Rollenspiele aus dem japanischen Markt machen eine...

h3nNi 27. Jun 2017

Ich freue mich immer sehr darüber, weil man dann bei ebay immer extrem günstig Spiele...

gadthrawn 27. Jun 2017

Hm.. Also mal aus Xbox 360 Sicht: Alte Spiele gibt es als Atari Compilation - Centipede...

Garius 26. Jun 2017

Von der PSP gab es auch zig Revisionen/Modelle. Sogar von Release an (WiFi u. 3G...


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