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Shashlik: Eine Android-Umgebung für jedes Linux

Mit Shashlik soll es möglich werden, APKs aus Android auf jeder Linux-Distribution auszuführen. Laut KDE-Entwickler Leinir steht das Projekt aber noch am Anfang. Langfristig könnte Shashlik auch für Plasma Mobile genutzt werden, auch wenn das nicht das Hauptziel des Projekts ist.

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Schaschlikspieße auf einem Grill
Schaschlikspieße auf einem Grill (Bild: Flickr.com / Valters Krontals - CC-BY 2.0)

"Das ist das aufregendste schwarze Rechteck, das ich je gesehen habe", sagt Dan Leinir Turthra Jensen, besser bekannt als Leinir, bei seiner Vorstellung von Shashlik auf der diesjährigen Akademy. Das Projekt soll es ermöglichen, Android-Apps auf einer unveränderten Linux-Distribution auszuführen.

Inhalt:
  1. Shashlik: Eine Android-Umgebung für jedes Linux
  2. Konkrete Zukunftspläne mit und ohne Mobile

Damit verfolgt Leinir ein Ziel, das vorerst entgegengesetzt zu dem von Plasma Mobile ist, wie er selbst sagt. Das erst am Samstag vorgestellte Plasma Mobile bringt die Software von KDE auf Smartphones. Das Hauptziel von Shashlik ist es laut Leinir hingegen, die Software von Android-Smartphones auf den Linux-Desktop zu bringen.

Bereits vor seinem Vortrag ist Leinir oft gefragt worden, warum dies überhaupt nötig sei. Immerhin enthalten die Paketquellen der Distributionen schon jetzt zehntausende Programme. Doch vielen Nutzern reicht das einfach nicht aus, sie wollen "Candy Crush spielen".

Android-Aufbau sorgt für Probleme

Dass diese Weiterverwendung der Android-Apps abseits von Emulatoren noch nicht machbar ist, erscheint für Außenstehende zunächst wenig nachvollziehbar. Schließlich nutzt doch auch Android einen Linux-Kernel.

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Doch sämtliche darüber hinausgehende Programme von Android unterscheiden sich von herkömmlichen Distributionen: Dazu gehören die Interprozesskommunikation Binder, die Dalvik-VM oder auch der Displayserver Surfaceflinger.

Viele Merkwürdigkeiten entfernen

Soweit möglich wird ein Großteil dieser von Leinir als Merkwürdigkeiten bezeichneten Eigenheiten von Android in Shashlik entfernt oder in minimalen Kontexten benutzt. So wird etwa Binder, das im Mainline-Linux-Kernel vorhanden ist, verwendet. Falls möglich soll aber auch auf Binder verzichtet werden.

Ein Großteil der in Surfaceflinger eingebauten Hardwareabstraktion sei entfernt worden, berichtet Leinir. Diese werde in Android wegen der unfreien Treiber benötigt. "Wir haben aber freie Treiber und Zugriff auf die Hardware", sagt Leinir. Das entstandene "Loch" sei durch Wayland "gefüllt" worden. Das heißt, in Shashlik läuft Surfaceflinger auf Wayland, was Leinir mit dem komplett schwarzen Fenster unter großem Applaus demonstriert. Eine App darstellen kann das noch recht junge Projekt aber nicht.

Shashlik kann aber nicht alle dieser Android-Spezifika entfernen, da viele Apps bestimmte Dinge einfach voraussetzen und auch erwarten. So wird zum Beispiel bei dem Nachbau der Android-Runtime für die Apps auch ein Sub-Dateisystem erstellt, das die Systemordner von Android enthält. Diese Umgebung soll sich aber in die Host-Umgebung der Linux-Distribution einfügen.

Leinir betont, dass Shashlik im dem Sinne kein Emulator sei, wie dies auch für Wine gelte, was Auswirkungen auf die Architektur-Unterstützung habe. Zwar seien viele APKs standardmäßig auf mehreren ARM-Architekturen, MIPS und auch x86 einsetzbar, da die Apps die notwendigen Anpassungen dafür bereits mitbrächten. Fehle dies aber für x86, werde die App auch nicht über Shashlik auf dem Desktop ausführbar sein.

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Konkrete Zukunftspläne mit und ohne Mobile 
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liberavia 28. Jul 2015

Wäre es nicht sinnvoll synergien zwischen den Projekten zu suchen? Shashlik scheint ja...

Bosancero 27. Jul 2015

Also willst du damit sagen das 3x einehmen schlechter ist als 1x einehmen?

violator 27. Jul 2015

Oder liegt es nicht doch eher an den ITlern, die alles unnötig kompliziert machen, weil...

Bitschnipser 27. Jul 2015

Ich hab mich mal durch die Aktivitätsgraphen auf GitHub durchgeklickt. Fazit: Kein...

Bitschnipser 27. Jul 2015

Sagt der Artikel doch - manche Leute wollen halt Candy Crush spielen, und dafür gibt's...


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