Sharehoster: Hollywoodstudios verklagen Megaupload auf Schadensersatz

Die sechs großen Studios wollen Schadensersatz von den Betreibern des einstigen Sharehosters Megaupload um Kim Dotcom. Dieser bezeichnet die Vorwürfe als "dumm".

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Megaupload-Gründer Kim Dotcom
Megaupload-Gründer Kim Dotcom (Bild: Michael Bradley/AFP/Getty Images)

Die sechs Hollywoodstudios Twentieth Century Fox, Disney, Paramount, Universal, Columbia Pictures und Warner Bros. haben Klage gegen die Betreiber des früheren Sharehosters Megaupload eingereicht. Wie die US-Filmbranchenorganisation Motion Picture Association of America (MPAA) bekanntgab (PDF), wurde ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia ausgewählt.

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Megaupload habe auf einem Belohnungssystem für populäre Inhalte basiert, was fast immer gestohlene Filme und Fernsehserien gewesen seien, so die Erklärung der MPAA. In der zivilrechtlichen Klage wurde keine Schadensersatzsumme genannt. Megaupload habe durch den Verkauf von Premium-Zugängen jedoch 150 Millionen US-Dollar und 25 Millionen US-Dollar durch Onlinewerbung verdient. Für einige Zeit sei Megaupload auf Platz 13 der besucherstärksten Webseiten gewesen.

Kim Dotcom bezeichnete die Vorwürfe, dass Uploader von illegalen Filmkopien bezahlt worden wären, bei Twitter als "dumm", weil Dateien über 100 MByte Größe von dem Belohnungssystem von Megaupload ausgenommen gewesen seien.

Schwere Urheberrechtsverletzungen wirft Dotcom und seinem Team bereits das US-Justizministerium vor, das Anfang 2012 Megaupload schließen ließ. Dotcom und vier seiner Mitarbeiter wurden im Januar 2012 verhaftet und warten auf ein Auslieferungsverfahren. Dotcoms Villa wurde durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt und die Plattform Megaupload vom Internet getrennt.

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Dotcom ist auf Kaution frei, sein Vermögen wurde eingefroren und anschließend teilweise wieder freigegeben. Dem 40-Jährigen droht im Falle einer Abschiebung eine Strafe von maximal 20 Jahren wegen krimineller Geschäfte und Geldwäsche.

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