Abo
  • Services:

Shadowbroker: Hackergruppe will NSA-Geheimnisse versteigern

Die Equation Group wird mit Hacks von Infrastrukturen und der Entwicklung fortgeschrittener Malware in Verbindung gebracht. Jetzt soll die angebliche Hackertruppe der NSA selbst gehackt worden sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Hackergruppe der NSA soll selbst gehackt worden sein.
Eine Hackergruppe der NSA soll selbst gehackt worden sein. (Bild: Wikimedia Commons)

Eine unter dem Namen Shadowbroker agierende Hackgruppe will Informationen zu angeblichen Cyberwaffen der Equation Group online versteigern. Die Equation Group wird von Sicherheitsexperten der NSA zugeordnet, sie soll für Angriffe auf Infrastruktur und die Entwicklung von Malware wie Flame verantwortlich sein. Gesicherte Informationen über den Hack oder die Herkunft der Daten, die Auswirkungen und die Motivation der Akteure gibt es bislang nur wenige, Spekulationen dafür umso mehr.

Stellenmarkt
  1. Cassini Consulting, Verschiedene Standorte
  2. Haufe Group, Stuttgart

Um zu beweisen, dass sie tatsächlich über brisante Informationen verfügen, hat die Gruppe eine 256 Mbyte große Datei mit einem "Teaser" ins Netz gestellt, außerdem Quellcode der angeblichen Cyberwaffen. Die Datei soll außerdem den vollen Datensatz enthalten, dieser ist aber verschlüsselt. Ein zwischenzeitlich entferntes Github-Repo soll nach Angaben der Gruppe etwa 40 Prozent des Quellcodes enthalten haben. In einem Blogpost in gebrochenem Englisch schreibt die Gruppe (Google Cache), dass sie die Informationen meistbietend versteigern wolle.

Sollten mehr als eine Million Bitcoin zusammenkommen, will die Gruppe die Informationen im Netz frei zugänglich machen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Auktion tatsächlich erfolgreich abgeschlossen wird. Derzeit sind bei der angegebenen Bitcoin-Adresse nur 0,12 Bitcoin im Wert von rund 60 Euro eingegangen.

Dateien vermutlich valide Informationen

Die veröffentlichten Dateien werden von verschiedenen Experten tendenziell als valide eingeschätzt - sie seien zumindest kein offensichtlicher Fake. Die veröffentlichten Dateien sind zumeist etwas älter und enthalten vor allem Exploits für Router von Cisco, Juniper, Fortigate und Topsec. Die Informationen sind zum Teil nach verschiedenen Codenamen sortiert, die auch in einigen der Snowden-Dokumente auftauchen.

Bislang gibt es keine Beweise dafür, dass die Gruppe im Auftrag eines bestimmten Staates gehandelt hat. Sicherheitsexperten spekulieren trotzdem, dass der Leak den außenpolitischen Zielen Russlands helfen könnte. Unwahrscheinlich ist, dass die Dateien wirklich aus einem direkten Hack der Infrastruktur der Equation Group stammen. Die Informationen könnten aber auf einem Command-and-Control-Server gelegen haben, der zum Verteilen von Malware oder für bestimmte Operationen genutzt wurde und unzureichend gesichert war.

Die neuen Dateien wurden in engem zeitlichem Zusammenhang mit weiteren Leaks von Guccifer2 veröffentlicht. In den Dateien gibt es weitere interne Dokumente der demokratischen Partei der USA, außerdem Informationen über alle demokratischen Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus. Ob zwischen diesen Leaks ein Zusammenhang besteht, ist nicht klar.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 31,49€
  2. 32,99€
  3. 15,49€
  4. 44,98€ + USK-18-Versand

Zweckpessimist 17. Aug 2016

Snowden tippt darauf, dass es ein Warnschuss der Russen ist, dass die USA es mit ihrer...


Folgen Sie uns
       


AMD Athlon 200GE - Test

Der Athlon 200GE ist ein 55 Euro günstiger Chip für den Sockel AM4. Er konkurriert daher mit Intels Celeron G4900 und Pentium G5400. Dank zwei Kernen mit SMT und 3,2 GHz sowie einer Vega-3-Grafikeinheit schlägt er beide Prozessoren in CPU-Benchmarks und ist schneller in Spielen, wenn diese auf der iGPU laufen.

AMD Athlon 200GE - Test Video aufrufen
Norsepower: Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff
Norsepower
Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff

Der erste Test war erfolgreich: Das finnische Unternehmen Norsepower hat zwei weitere Schiffe mit Rotorsails ausgestattet. Der erste Neubau mit dem Windhilfsantrieb ist in Planung. Neue Regeln der Seeschifffahrtsorganisation könnten bewirken, dass künftig mehr Schiffe saubere Antriebe bekommen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Car2X Volkswagen will Ampeln zuhören
  2. Innotrans Die Schiene wird velosicher
  3. Logistiktram Frankfurt liefert Pakete mit Straßenbahn aus

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


      •  /