Abo
  • Services:
Anzeige
Extrabacon ist ein Exploit für Cisco-Router.
Extrabacon ist ein Exploit für Cisco-Router. (Bild: Joe Raedle/Getty Images)

Shadow Broker: Die NSA-Hacker haben echte Ware im Angebot

Extrabacon ist ein Exploit für Cisco-Router.
Extrabacon ist ein Exploit für Cisco-Router. (Bild: Joe Raedle/Getty Images)

Wer bei Extrabacon nur an Essen denkt, wird enttäuscht: Es handelt sich um ein NSA-Codewort für einen Router-Exploit. Cisco und ein anderer Hersteller haben die Schwachstellen eingeräumt. Unterdessen wird weiter spekuliert, wer die Informationen an die Öffentlichkeit gegeben hat.

Cisco und Fortinet haben bestätigt, dass die von der Hackergruppe Shadow Brokers veröffentlichten Exploits echt sind. Zuvor hatten Sicherheitsforscher einige der Exploits für verschiedene Router und Firewalls getestet und für echt befunden. Nach wie vor gibt es verschiedene Theorien zur Urheberschaft der Angriffe.

Anzeige

Cisco hat die Existenz zweier Schwachstellen aus der Veröffentlichung bestätigt. Eine mit dem Codenamen Epicbanana soll bereits im Jahr 2011 geschlossen worden sein, die mit dem Codewort Extrabacon muss noch behoben werden. Der Fehler betrifft die Implementation des Simple Network Management Protocol (SNMP) durch Cisco. Angreifer sollen durch einen Buffer Overflow in der Lage sein, Code auf den Adaptive Security Appliances (ASA) von Cisco auszuführen. Bislang gibt es keinen vollständigen Fix, nur Workarounds über Snort-Regeln.

Auch Fortinet gibt Security-Advisory heraus

Auch Fortinet hat einen Exploit in seiner Firmware mittlerweile bestätigt. Mittels einer manipulierten HTTPS-Anfrage soll es Angreifern möglich sein, Code auf dem Gerät auszuführen. Betroffen sollen nur Geräte mit einer Firmware-Version sein, die vor dem August 2012 veröffentlicht wurde. Dies sind die Versionen 4,38, 4.2.12 sowie 4.1.10 und jeweils frühere Versionen. Aktuelle Versionen ab 5.x sind nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen.

Auch die Sicherheitsfirma Kaspersky, die die Existenz der Equation Group erstmals beschrieben hatte, hält die Exploits für echt. Denn in dem aktuell veröffentlichen Code fänden sich Hinweise auf eine ganz bestimmte Implementation des Verschlüsselungsalgorithmus RC6, die zuvor so nur bei der Equation Group gefunden worden sei.

Unklarheit gibt es nach wie vor über die Täter. Edward Snowden unterstützt über seinen Twitter-Account die Theorie, dass Russland für den Leak verantwortlich sei. Wahrscheinlich sei, so Snowden, dass Russland mit dem Leak ein Signal an die US-Regierung senden wolle, weitere öffentliche Spekulationen über den Urheber der Leaks zu der demokratischen Partei zu unterbinden.

Möglicherweise ein Innentäter

Andere hingegen halten die Innentätertheorie für wahrscheinlicher. Der Hacker Matt Suiche gibt an, dass er von einem NSA-Veteranen kontaktiert worden sei, der "zu 99,9 Prozent" sicher sei, dass Russland nicht hinter dem Angriff stehe, sondern ein NSA-Mitarbeiter. Dafür könnte sprechen, dass die Exploits der NSA in der Regel nicht auf mit dem Internet verbundenen Systeme gehostet werden. Größere Leaks von NSA-Daten sind bislang, soweit bekannt, nur von ehemaligen Mitarbeitern wie Snowden gekommen.

Grundsätzlich könnte ein NSA-Mitarbeiter aber auch einen Command-and-Control-Server für einen Angriff vorbereitet haben, dabei aber nachlässig gehandelt haben - was die Informationen für Angreifer verfügbar gemacht haben könnte.

Die - vermutlich nicht ganz ernst gemeinte - Versteigerung läuft nicht besonders gut. Bislang sind nur knapp 1.000 Euro in Bitcoin zusammengekommen. Der größte Teil kommt von einem einzigen Bieter, der 1,5 Bitcoin an die entsprechende Wallet überwiesen hat.

US-Präsident Obama hatte im Jahr 2014 angekündigt, künftig keine Exploits mehr zu horten, es sei denn, diese seien nach Angaben der NSA "vital" für die nationale Sicherheit. Auf der Sicherheitskonferenz Defcon hatte der Sicherheitsforscher Jason Healy behauptet, dass derzeit nur rund 50 aktive Exploits im Besitz der US-Regierung seien. Jetzt sind es ein paar weniger.


eye home zur Startseite
bark 18. Aug 2016

Nein nur die die durch ihre art wahrscheinlich nicht so schnell verschwinden. So wie die...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Schwarz Business IT GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Schweinfurt
  3. Deutsche Telekom AG, Bonn, Berlin
  4. Kroschke sign-international GmbH, Braunschweig


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Mad Max, Legend of Tarzan, Conjuring 2, San Andreas, Creed)
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Umweltbundesamt

    Software-Updates für Diesel reichen nicht

  2. Acer Nitro 5 Spin

    Auf dem Gaming-Convertible spielen und zeichnen

  3. Galaxy Note 8 im Hands on

    Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

  4. Microsoft

    Git-Umzug von Windows-Team abgeschlossen

  5. Play Store

    Google entfernt 500 Android-Apps mit 100 Millionen Downloads

  6. DreamHost

    US-Regierung will nun doch keine Daten von Trump-Gegnern

  7. Project Brainwave

    Microsoft beschleunigt KI-Technik mit Cloud-FPGAs

  8. Microsoft

    Im Windows Store gibt es viele illegale Streaming-Apps

  9. Alpha-One

    Lamborghini-Smartphone für über 2.000 Euro vorgestellt

  10. Wireless-AC 9560

    Intel packt WLAN in den Prozessor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Orange Pi 2G IoT ausprobiert: Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
Orange Pi 2G IoT ausprobiert
Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
  1. Odroid HC-1 Bastelrechner besser stapeln im NAS
  2. Bastelrechner Nano Pi im Test Klein, aber nicht unbedingt oho

Mitmachprojekt: HTTPS vermiest uns den Wetterbericht
Mitmachprojekt
HTTPS vermiest uns den Wetterbericht

Google Home auf Deutsch im Test: "Tut mir leid, ich verstehe das nicht"
Google Home auf Deutsch im Test
"Tut mir leid, ich verstehe das nicht"
  1. Smarter Lautsprecher Google Home erhält Bluetooth-Zuspielung und Spotify Free
  2. Kompatibilität mit Sprachassistenten Trådfri-Update kommt erst im Herbst
  3. Lautsprecher-Assistent Google Home ab 8. August 2017 in Deutschland erhältlich

  1. Re: Externe Grafik anschließen

    ElTentakel | 06:56

  2. Re: Sind 1000 Euro nicht zu teuer?

    mackes | 06:55

  3. Re: Öhm...

    Saruss | 06:50

  4. Re: Das wäre ein Auto für mich

    Auspuffanlage | 06:48

  5. Re: Nach Update immer noch über Grenzwert...

    latschen6 | 06:44


  1. 17:51

  2. 17:08

  3. 17:00

  4. 16:55

  5. 16:38

  6. 16:08

  7. 15:54

  8. 14:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel