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Shadow of the Tomb Raider im Test: Lara und die Apokalypse Lau

Ein alter Tempel und Lara Croft: Diese Kombination sorgt in Shadow of the Tomb Raider natürlich für gewaltige Probleme. Die inhaltlichen Unterschiede zu den Vorgängern sind erstaunlich groß, aber trotz guter Ideen vermag das Action-Adventure im Test nicht so richtig zu überzeugen.

Ein Test von veröffentlicht am
Lara Croft in Shadow of the Tomb Raider
Lara Croft in Shadow of the Tomb Raider (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)

Was würden wir tun, wenn wir versehentlich die Apokalypse und damit das Ende der Menschheit ausgelöst hätten? Wir würden heulen und mit den Zähnen klappern, uns mit dem Bau eines Raumschiffs beschäftigen und einen riesigen Kredit aufnehmen. Außerdem würden wir bei der Uno Bescheid sagen, mit jedem verfügbaren Experten über Rettungsoptionen reden und auch sonst alles tun, um die Sache doch noch irgendwie geradezubiegen.

Inhalt:
  1. Shadow of the Tomb Raider im Test: Lara und die Apokalypse Lau
  2. Verfügbarkeit und Fazit

Ganz anders die Hauptfigur in Shadow of the Tomb Raider: Lara Croft guckt nach dem Auslösen der Apokalypse zwar betroffen - macht sich dann mit ihrem Kumpel Jonah aber eher gemütlich daran, die Welt zu retten. Zwischendurch lassen sich die beiden Zeit für tiefsinnige Gespräche an Lagerfeuern über die Kindheit von Lara, ebenso wie für Nebenjobs im Auftrag unterdrückter lateinamerikanischer Einwohner, obwohl auch denen die Weltrettung vermutlich wichtiger sein dürfte.

Der Umgang mit dem drohenden Untergang hat uns in der rund 15 Stunden langen Kampagne nachhaltig irritiert. Haben wir was falsch verstanden, und die Lage ist gar nicht so dramatisch? Aber warum versuchen Lara und der vom Computer gesteuerte Jonah dann, nicht nur gegen die gegnerische Organisation Trinity vorzugehen, sondern eben auch eine mysteriöse Schatulle und eine verschwundene Stadt zu finden, um die Katastrophe so irgendwie zu verhindern? Es gibt noch weitere Probleme mit der Story: Beispielsweise ist der als Oberboss gedachte Chef von Trinity über weite Strecken kaum präsent, vor allem aber ziemlich blass.

Diese narrativen Merkwürdigkeiten sind auch deshalb schade, weil Handlung und Gameplay in Shadow of the Tomb Raider eng verknüpft sind. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Lara und wir diesmal auf meist linearen Wegen der Story und den Herausforderungen folgen. Wir tun das in engen Höhlengängen, aber auch auf Pfaden im Dschungel von Lateinamerika.

  • Lara seilt sich in einer Höhle ab ... (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Im Dschungel greift Lara Croft aus einem Hinterhalt mit Pfeil und Bogen an. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Schön, aber etwas unübersichtlich - gemeint ist der Talentbaum, nicht die Spieleheldin. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Erst nach und nach kommt Hauptfigur Lara dahinter, wie diese Maschine funktioniert. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Auf einer Feier in Mexiko muss sich Lara tarnen. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • In düsteren Höhlen gibt es düstere Geheimnisse. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Erklärtexte werden zum Teil direkt in die Welt eingeblendet. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Der Bogen und die anderen Waffen können verbessert werden. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • In einer Siedlung gibt es auch Nebenaufgaben für die Bevölkerung. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Mit dem Funkgerät hält Lara den Kontakt zu ihrem Begleiter. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Der Schwierigkeitsgrad lässt sich individuell anpassen. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung auf der Playstation 4 wirkt sehr durchdacht. (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
Lara seilt sich in einer Höhle ab ... (Bild: Square Enix/Screenshot: Golem.de)
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Große, offene Gebiete wie im Vorgänger, in denen wir viele Stunden verbringen können, gibt es nur wenige. Lediglich in einigen Siedlungen dürfen wir uns frei bewegen und dort neben der jeweils klar markierten Hauptmission auch ein paar Nebenaufgaben erledigen - etwa Gangster ausschalten, die die Kinder der Eingeborenen zur Arbeit zwingen.

Auf den linearen Pfaden müssen wir immer wieder Klettereinlagen bewältigen, viel tauchen und schwimmen, mehr oder weniger aufwendige Schalterrätsel lösen und ab und zu auch Feuergefechte überleben. Die Mischung ist angenehm abwechslungsreich, aber das geht ein Stück weit auf Kosten der Spieltiefe. Die gut gemachten Schießereien etwa sind relativ kurz - kürzer jedenfalls als in den Vorgängern.

Immerhin gibt es ein paar schicke neue Mechaniken. So können wir auf einen Baum klettern und dann warten, bis ein Feind in Reichweite ist. Dann genügt ein Knopfdruck, und Lara stürzt sich mit gezückter Klinge auf ihr Opfer oder nimmt es mit einer sehenswerten Animation mit Pfeil und Bogen unter Beschuss.

Einen Teil dieser neuen Fähigkeiten müssen wir übrigens erst im Talentbaum freischalten - vor allem, wenn wir derartige Attacken irgendwann leise durchführen wollen, so dass nicht gleich alle Feinde in Reichweite alarmiert werden. Uns hat das Spaß gemacht, besonders in Kombination mit den anderen Schleichmanövern. Lara kann sich mit Schlamm im Gesicht getarnt an bestimmte Wände stellen, um dort fast ganz mit dem Hintergrund zu verschmelzen und plötzlich anzugreifen.

Verfügbarkeit und Fazit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


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_2xs 12. Sep 2018

Nein, es ging mir darum, daß sie jetzt wieder anfangen die Brüste größer zu machen, aber...

Vaako 11. Sep 2018

Kann ich nach vollziehen wenn man zu viele Assassins Creed und ähnliche openworld Titel...

eidolon 11. Sep 2018

Hier redet aber keiner von "Mist". Es gibt ein paar Kritikpunkt, die hat aber jedes...

AmigaFreak 11. Sep 2018

Euren Negativpunkt, das es weniger Schießereien gibt finde ich sehr positiv. Das ist das...

countzero 11. Sep 2018

Ja, das liest sich alles ziemlich komisch. Die Benutzeroberfläche wir oft von anderen...


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