• IT-Karriere:
  • Services:

Shadow Brokers: Zahlreiche Uniserver von NSA-Hackern infiziert

Wie arbeitet die NSA? Einige Antworten darauf könnte eine erneute Veröffentlichung der Shadow Brokers geben. Offenbar infiziert die Behörde gezielt Server in den Netzwerken von Universitäten und Unternehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Liste mit Hackingzielen der NSA wurde veröffentlicht.
Eine Liste mit Hackingzielen der NSA wurde veröffentlicht. (Bild: Gemeinfrei/Wikimedia Commons)

Die Hacker-Gruppe Shadow Brokers hat erneut Daten veröffentlicht, die aus dem Hack der NSA-Gruppe Equation Group stammen sollen. Das Archiv enthält zahlreiche Datensätze über Server, viele davon von Universitäten.

Stellenmarkt
  1. NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH, Erkelenz
  2. SoCura GmbH, Köln

Nach Angaben der Shadow Brokers selbst, soll es sich dabei um Server handeln, die von der NSA-Einheit Equation Group kompromittiert und dann als Ausgangspunkt für Angriffe missbraucht wurden. Damit könnte die Attribution offensiver Operationen erschwert werden.

Ein großer Teil der infizierten Server befindet sich in China, gefolgt von Japan, Korea, Spanien und Deutschland. Insgesamt gibt es in dem Datensatz 352 IP-Adressen mit 306 Domain-Namen. Unter den deutschen Zielen befindet sich ein Server der Universität der Bundeswehr in München. Auffällig ist, dass insgesamt 32 .edu-Domains von Universitäten betroffen sind, außerdem weitere Bildungseinrichtungen ohne die entsprechenden Top-Level-Domains.

Wie relevant ist die Liste?

Unklar ist, wie relevant die nun veröffentlichte Liste ist - die Daten sind mehrere Jahre alt und bislang nicht unabhängig verifiziert. Die ältesten Einträge stammen aus dem Jahr 2000, die jüngsten Einträge hingegen aus dem Jahr 2010. Einige der Server sollen nach Angaben von Sicherheitsforschern aber immer noch aktiv sein. Die Liste lässt trotzdem Rückschlüsse auf die Arbeitsweise staatlicher Hacker-Gruppen zu.

Innerhalb der Ordnerstruktur sind zahlreiche bislang nicht zugeordnete Namen wie Dewdrop, Incision, Jackladder, Orangutan, Patchichillin, Reticulim und Stoicsurgeon zu finden. Ein Tool mit dem Namen Pitchimpair wird von den Shadow Brokers als "Redirector" bezeichnet, das als Backdoor als Startpunkt für weitere Angriffe benutzt worden sein könnte. Zuvor hatten die Shadow Brokers mehrere Exploits für Router veröffentlicht, eine Auktion um den Rest der Daten war aber nicht erfolgreich.

Unklar ist bislang, wer hinter den Angriffen der Shadow Brokers steht. Die signierten Blogposts der Organisation werden stets in fehlerhaftem Englisch verfasst. In den USA wird derzeit der ehemalige Booz-Allen-Mitarbeiter Harold T. Martin III verdächtigt. Er war festgenommen worden, weil er zahlreiche Geheimnisse der NSA auf seine privaten Computer zu Hause mitgenommen hatte. Ermittler beschreiben den Mann aber auch als eine Art Messie. Unklar ist daher, ob er die Informationen nur zu privaten Zwecken sammelte, oder ob er diese tatsächlich gezielt öffentlich machen wollte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 27,99€
  2. 5,75€

tingelchen 02. Nov 2016

So drehen wir uns im Kreis. Mit der Konsequenz das man Geheimdienste abschaffen muss um...

.02 Cents 01. Nov 2016

Dem wäre nur noch hinzuzufügen, dass es nicht nur um 'die' geht, sondern wir. Mit...

fb_partofmilitc... 01. Nov 2016

Dient alles dem Kampf gegen den Terrorismus. Mit keinem Propagandatrick haben die USA den...

Kinsey 31. Okt 2016

Das wäre doch ein ganz nettes Bildungsförderungsprogramm. Die Unis holen sich...

Pjörn 31. Okt 2016

Wenn Kaczynski es gewollt hätte,dann könnte er heute wahrscheinlich auch zur...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S21 Ultra vorgestellt

Das Galaxy S21 Ultra ist das Topmodell von Samsungs neuer S21-Reihe und unterscheidet sich deutlich von den beiden anderen Modellen.

Samsung Galaxy S21 Ultra vorgestellt Video aufrufen
Google vs. Oracle: Das wichtigste Urteil der IT seit Jahrzehnten
Google vs. Oracle
Das wichtigste Urteil der IT seit Jahrzehnten

Der Prozess Google gegen Oracle wird in diesem Jahr enden. Egal welche Seite gewinnt, die Entscheidung wird die IT-Landschaft langfristig prägen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner


    Antivirus: Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware
    Antivirus
    Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware

    Antivirus-Software soll uns eigentlich schützen, doch das vergangene Jahr hat erneut gezeigt: Statt Schutz gibt es Sicherheitsprobleme frei Haus.
    Von Moritz Tremmel

    1. NortonLifeLock Norton kauft deutschen Antivirenhersteller Avira

    Notebook-Displays: Tschüss 16:9, hallo 16:10!
    Notebook-Displays
    Tschüss 16:9, hallo 16:10!

    Endlich schwenken die Laptop-Hersteller auf Displays mit mehr Pixeln in der Vertikalen um. Das war überfällig - ist aber noch nicht genug.
    Ein IMHO von Marc Sauter

    1. Microsoft LTE-Laptops für Schüler kosten 200 US-Dollar
    2. Galaxy Book Flex2 5G Samsungs Notebook unterstützt S-Pen und 5G
    3. Expertbook B9 (B9400) Ultrabook von Asus nutzt Tiger Lake und Thunderbolt 4

      •  /