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SFF Computer: Intel präsentiert NUC-Extreme mit Desktop Hardware

Mit 125-Watt CPU , ATX 12VO- Netzteil und Triple-Slot-Grafikkarte wächst der NUC aus seinem ursprünglichen Formfaktor heraus.
/ Martin Böckmann
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Der NUC wächst zum Mini-PC heran, um High-End hardware unterbringen zu können. (Bild: Intel)
Der NUC wächst zum Mini-PC heran, um High-End hardware unterbringen zu können. Bild: Intel

Intel hat per Pressemitteilung den NUC-Extreme angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Dabei handelt es sich um einen Computer mit einem Volumen von 13,82 Litern, über 70 Prozent weniger als ein gewöhnlicher Gaming-PC mit 50 Liter Volumen. Dabei soll eine Triple-Slot-GPU mit bis zu 450 Watt Leistungsaufnahme versorgt werden können, außerdem übertaktbare Desktop-CPUs mit 125 Watt TDP.

Es können bis zu 64 GByte DDR5-5600 verbaut werden, eine Grafikkarte mit 305 Millimeter Länge, außerdem ist Platz für drei M.2-NVMe-SSDs. Intel verbaut einen Killer Wi-Fi-6E-Chip, für kabelgebundenes Netzwerk gibt es sowohl einen 2,5-GBit/s-Anschluss (i226-V) als auch 10GbE (AQC113). Für weitere Peripherie sind zwei Thunderbolt-4-Ports und 6x USB 3.2 Gen2 auf der Rückseite vorhanden.

Interessant ist das verbaute 750-Watt-12VO-Netzteil . Während DC/DC-Netzteile bei besonders kleinen Computern bereits einige Verbreitung gefunden haben, gibt es den ATX-12VO-Standard bei Geräten dieser Leistungsklasse bisher praktisch gar nicht. Intel hat diesen Standard ins Leben gerufen, um die Effizienz von Netzteilen zu steigern.

Der NUC wird zum vollwertigen SFF-PC

Intel konkurriert mit dem NUC-Extreme in einem Formfaktor, der zuletzt durch sehr groß gewordene Grafikkarten zunehmend schwieriger wurde. Sogenannte SFF-PCs (Small Form Factor), sind normale PCs mit Desktop-Technik, ITX-Mainboard und möglichst kleinem Gehäuse . Da es in diesem Bereich Gehäuse gibt, die neben einer vollwertigen GPU auch ein SFX-L-Netzteil und einen 240-Millimeter-Radiator unterbringen können, ist die Konkurrenz ebenfalls potent.

Intel bringt den Computer zuerst in China auf den Markt, zum Jahresende sollen erste weitere Länder folgen. Als Preis werden je nach Konfiguration 1.180 bis 1.550 US-Dollar genannt. Das Compute-Element selbst gibt es für 770 bis 1.100 US-Dollar. Preise und Verfügbarkeit für den deutschen Markt nennt der Hersteller noch nicht.


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