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SFConservancy: Open-Source-Entwickler sollen Github wegen Copilot verlassen

Ähnlich wie schon vor Jahrzehnten mit Sourceforge sollen Open-Source-Projekte nun auch Github verlassen.
/ Sebastian Grüner
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Zahlreiche Open-Source-Projekte nutzen Github zur kollaborativen Entwicklung. Doch dazu gibt es Alternativen. (Bild: Github)
Zahlreiche Open-Source-Projekte nutzen Github zur kollaborativen Entwicklung. Doch dazu gibt es Alternativen. Bild: Github

Mit einer groß angelegten Öffentlichkeitskampagne fordert die Software Freedom Conservancy die Entwickler der Open-Source-Community dazu auf(öffnet im neuen Fenster) , die Dienste der Code-Hosting-Seite Github vollständig zu verlassen. Als Analogie dazu führt die Conservancy einen ähnlichen Vorgang bei der einstmals sehr beliebten Code-Hosting-Seite Sourceforge vor etwa zwei Jahrzehnten auf, als ein ähnlicher Rückzug schon einmal umgesetzt worden ist.

Die Conservancy, die zahlreiche Open-Source-Projekte rechtlich vertritt, führt nun zwar mehrere Gründe für die Kampagne Give Up Github(öffnet im neuen Fenster) auf. Dazu gehört auch prinzipielle Kritik an der Abhängigkeit von Open-Source-Projekten von einem proprietären Software-Anbieter. Aktueller Auslöser für die Kampagne ist aber offenbar die Einführung des KI-Werkzeugs Copilot durch Github .

Viele offenen Fragen zu Copilot

Die Organisation führt hier vor allem auf, dass Copilot – auch laut Aussagen von Github selbst – auf dem öffentlichen Code trainiert worden ist, der auf der Seite gehostet wird. Nicht nur ist also ein proprietärer Dienst auf Grundlage von Open Source Code trainiert worden. Unter den Trainingsdaten befindet sich auch zahlreicher Copyleft-Code, so die Organisation.

Die damit verbundenen Lizenzbedingungen werden mit Copilot von Github und dessen Mutterunternehmen Microsoft ignoriert, so die Conservancy. Darüber hinaus heißt es, dass nicht nur die juristischen Fragen dazu noch nicht geklärt, sondern auch die ethischen Implikationen "gravierend" seien.

Zu der Kampagne und dem Aufruf selbst schreibt die Conservancy außerdem: "Am wichtigsten ist, dass wir uns dafür einsetzen, Alternativen für Projekte anzubieten, die noch keinen anderen Ort haben, an den sie gehen können. Wir werden in den kommenden Wochen weitere Optionen für Hosting-Instanzen und eine Anleitung zum Ersetzen von Github-Diensten ankündigen."


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