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Sexualisierte Bilder: Großbritannien sucht Verbündete für X-Verbot

Die Nutzung des Chatbots Grok für sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern stößt weltweit auf Kritik. Mehrere Länder haben Grok bereits gestoppt.
/ Friedhelm Greis
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Großbritanniens Premier Keir Starmer befürwortet ein schärferes Vorgehen gegen X. (Bild: Thomas Krych/Anadolu/Reuters)
Großbritanniens Premier Keir Starmer befürwortet ein schärferes Vorgehen gegen X. Bild: Thomas Krych/Anadolu/Reuters
Inhalt
  1. Sexualisierte Bilder: Großbritannien sucht Verbündete für X-Verbot
  2. US-Vizepräsident Vance teilt Bedenken

Die britische Regierung sucht weltweit Unterstützung für ein schärferes Vorgehen gegen Elon Musks Plattform X. Einem Bericht der Londoner Zeitung Telegraph zufolge(öffnet im neuen Fenster) führte die Regierung von Premierminister Keir Starmer Gespräche mit Ländern wie Kanada und Australien, um ein koordiniertes Vorgehen gegen X und dessen Mutterkonzern xAI zu erreichen.

Hintergrund der Bestrebungen ist eine Funktion des Chatbots Grok, die es ermöglicht, Bilder von Personen mit künstlicher Intelligenz (KI) so zu verändern , dass diese knapp bekleidet oder gar nackt dargestellt werden. Das soll auch mit Fotos von Minderjährigen möglich sein.

Zudem habe Grok Anfragen ausgeführt, gefesselte und geknebelte Frauen zu zeigen, berichtete der britische Guardian(öffnet im neuen Fenster) . Ebenfalls sei Grok angewiesen worden, Schusslöcher in das Gesicht von Renée Nicole Good einzufügen, die am 7. Januar 2026 in den USA von einem Beamten der Einwanderungsbehörde ICE getötet worden war(öffnet im neuen Fenster) . Der Chatbot habe diesen Wunsch erfüllt und blutig veränderte Bilder des Opfers auf X veröffentlicht.

Grok-Sperre in Südostasien

Die südostasiatischen Länder Indonesien und Malaysia sperrten bereits den Zugang zu Grok wegen der Erstellung sexuell eindeutiger Deepfakes. Die malaysische Kommunikations- und Multimediakommission erklärte einem Bericht der BBC zufolge(öffnet im neuen Fenster) , dass Grok gesperrt werde, bis wirksame Schutzmaßnahmen umgesetzt seien. Sie forderte die Öffentlichkeit auf, schädliche Online-Inhalte zu melden.

Die britische Regierung will offenbar noch einen Schritt weitergehen. So könnten die Gesetze zur Onlinesicherheit angewendet werden, um nicht nur Grok, sondern die ganze Plattform X zu verbieten, wenn Musk die Funktion zur Erstellung pornografischer Fotos nicht entferne, berichtete der Telegraph. Musk fragte am 10. Januar 2026 auf X(öffnet im neuen Fenster) : "Warum ist die britische Regierung so faschistisch?" und schrieb(öffnet im neuen Fenster) : "Sie suchen einen Vorwand für Zensur."


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