US-Vizepräsident Vance teilt Bedenken
Australien und Kanada teilen jedoch die Bedenken Großbritanniens. Der australische Premierminister Anthony Albanese bezeichnete dem Telegraph zufolge die beschriebene Nutzung des Tools als "einfach nur abscheulich" . Das sei "einmal mehr ein Beispiel dafür, dass soziale Medien keine soziale Verantwortung zeigen. Die Australier und in der Tat alle Bürger der Welt verdienen Besseres."
Ein Verbot von X dürfte jedoch zu diplomatischen Verstimmungen mit der US-Regierung führen. Diese wirft seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump den europäischen Ländern vor, durch ihre Digitalgesetze die Meinungsfreiheit auf US-amerikanischen Plattformen zu unterdrücken. Anhänger von Trump, darunter die Kongressabgeordnete Anna Paulina Luna, forderten dem Bericht zufolge bereits Sanktionen gegen Großbritannien, sollte das Verbot tatsächlich umgesetzt werden.
Weitere Reaktionen auf die Kritik an Grok
Allerdings soll selbst US-Vizepräsident James Vance es als "völlig inakzeptabel" bezeichnet haben, dass Plattformen wie X die Verbreitung von KI-geniererten, sexualisierten Bilder von Frauen und Kindern zuließen. Das sagte der stellvertretende britische Premierminister David Lammy dem Guardian(öffnet im neuen Fenster) nach einem Gespräch mit Vance. Der US-Vizepräsident habe zudem Bedenken zur Nutzung von KI für die Erstellung "hyperpornografischen Mülls" geäußert.
Dem Bericht zufolge reagierte X bereits auf die Kritik und erlaubt es nur noch zahlenden Nutzern, Grok für die Manipulation von Bildern zu verwenden. Das soll jedoch nur für entsprechende Anfragen auf die Beiträge anderer Nutzer gegolten haben. Andere Möglichkeiten zum Bearbeiten oder Erstellen von Bildern, darunter auch auf einer separaten Grok-Website, sollen weiterhin zur Verfügung stehen.