Fotos, die sich Sekunden nach dem Versenden selber zerstören

Besorgte Eltern waren bislang im Glauben, dass es genüge, die gängigen Apps auf den Mobiltelefonen ihrer Kinder zu sichten: Snapchat, Whatsapp, QQ Messenger, Skype und Instagram. Hinzu kommt noch die Kommunikation des Nachwuchses auf den sozialen Netzwerken, etwa Facebook und Twitter.

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Die Vault Apps stellen nun eine neue Gefahr für unbedarfte Kinder und Jugendliche dar. Steve Beaty, Sicherheitsbeauftragter der Metro State Universität, sagte TheDenverchannel.com: "Diese Technik ist mittlerweile außerordentlich weit entwickelt." Auf dem Display sehen sie aus wie Taschenrechner („Calculator Lock", „Calculator+") oder Musik-Player. Mit dem richtigen Passwort öffnen sich geheime Fotoalben - und lassen sich SMS verschicken, die nicht in der regulären Liste auftauchen.

Eltern sind in der Pflicht

Eltern sollten den Nachwuchs daher vor sich selbst schützen, raten Erziehungsexperten. Denn welches Kind liest schon die AGB, bevor es den Akzeptieren-Haken setzt? Solche Nutzungsbedingungen von Apps können Fallstricke beinhalten: Sie erlauben es, Bilder oder Videos auf Firmenserver ins Internet zu laden - oder sie sogar zu verkaufen. Dafür ist Snapchat ein Bespiel. Der Dienst verspricht Fotos, die sich nach wenigen Sekunden nach dem Versenden selber zerstören.

Vor kurzem gab es eine Änderung, die jegliche Privatsphäre der Nutzer zunichtemacht. Zum einen soll es fortan möglich sein, bereits gelöschte Fotos für einen Preis von ein paar Cents noch einmal anzusehen. Ob der frühere Absender damit einverstanden ist oder nicht, interessiert niemanden. Darüber hinaus behält sich das Unternehmen vor, Fotos seiner Kunden an jeden zu verkaufen, der dafür bezahlt.

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Lange galt Snapchat als beliebteste Software für Sexting. Dabei handelt es sich um sexuelle Inhalte, die über Mobiltelefone versendet werden. Nun haben die Vault-Apps dem Programm den Rang abgelaufen.

Kinder und Jugendliche sind sich der Tragweite ihres Tuns nicht bewusst. Sie können sich nicht vorstellen, dass der Dienst ihre Fotos, die sie irgendwann mal über die App an andere geschickt haben, zu jeder Zeit abrufen kann. Daher ist es umso wichtiger, dass Eltern regelmäßig prüfen, welche Apps ihr Nachwuchs auf dem Smartphone tatsächlich installiert hat. Das lässt sich über eine Liste im App-Store nachvollziehen. Ein Gespräch über die Gefahren solcher Geheim-Apps kann eine Hilfe sein.

Auch wenn Kinder und Jugendliche ein Recht auf Privatsphäre haben, sollten ihre Geheimnisse nicht derartige Gefahren für sie mit sich bringen wie die auf den Smartphones der Teenager in Canyon, Colorado.

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 Sexting: Ein Geheimagent namens App
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Anonymer Nutzer 18. Nov 2015

Warum? Was macht es die Bilder schlimmer? Es sind und bleiben die absolut gleichen...

Anonymer Nutzer 17. Nov 2015

Diese ganze Kriminalisierung ist einfach nur absurd. Zumal man hier die Hersteller...

Anonymer Nutzer 17. Nov 2015

"Kinderpornographie? Ich dachte das war an einer Schule..." Dazu grabe ich gerne mal...

Anonymer Nutzer 17. Nov 2015

Worauf willst du eigentlich hinaus? ^^

ap (Golem.de) 13. Nov 2015

Bevor der Thread endgültig abrutscht, wird er geschlossen.



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