Sexismus: Kalifornische Behörde klagt gegen Activision Blizzard

Trinkgelage und sexuelle Übergriffe, ungleiche Gehälter: Eine Behörde hat Klage gegen Activision Blizzard eingereicht.

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Werbung für Spiel von Activision Blizzard
Werbung für Spiel von Activision Blizzard (Bild: David McNew/Getty Images)

Die kalifornische Behörde Department of Fair Employment and Housing hat Activision Blizzard (Call of Duty, World of Warcraft) wegen zahlreicher Verstöße unter anderem gegen Arbeitsschutzgesetze und Gleichstellungsvorschriften verklagt.

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Nach langen Untersuchungen sei die Behörde zu der Überzeugung gekommen, dass in dem Konzern ein Betriebsklima wie in einer "Studentenverbindung" ("frat house" in der Klageschrift (PDF)) herrsche.

Es gehöre zum Arbeitsalltag, dass die männlichen Angestellten sich betrinken und dann sexuell übergriffig gegenüber ihren weiblichen Kolleginnen würden.

Dazu gehörten sexuelle Beleidigungen, Scherze über Vergewaltigungen und Ähnliches. Auch komme es immer wieder vor, dass männliche Mitarbeiter morgens verkatert erschienen und dann stundenlang spielten, während die Arbeit von den Kolleginnen zu erledigen sei.

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Rund 20 Prozent der Angestellten seien weiblich, sie werden laut der Klage erheblich schlechter bezahlt. Außerdem würden sie weniger interessante Jobs bekommen und schneller wieder entlassen.

Mit der Klage soll erreicht werden, dass Activision Blizzard die Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessert. Außerdem soll es Schadenersatz für die benachteiligten Mitarbeiterinnen geben.

In einer von Kotaku veröffentlichten Stellungnahme weist das Unternehmen die Vorwürfe mit scharfer Kritik am Department of Fair Employment and Housing zurück. Die Darstellung der Behörde sei falsch, die Untersuchungen seien oberflächlich gewesen und Probleme schon vor Jahren behoben worden.

"Dieses unverantwortliche Verhalten von nicht rechenschaftspflichtigen Bürokraten vertreibt viele der besten Unternehmen aus Kalifornien", ist Activision Blizzard überzeugt.

Auch Ubisoft wegen sexueller Übergriffe verklagt

Der Konzern ist nicht das einzige Spieleunternehmen, gegen das es momentan Verfahren wegen sexueller Übergriffe innerhalb der Belegschaft gibt. Mitte Juli 2021 wurde bekannt, dass die französische Gewerkschaft Solidaires Informatiques zusammen mit zwei früheren Angestellten eine Klage eingereicht hat.

Es gibt schon länger Vorwürfe gegen den Publisher - aber bislang noch nicht von einer Gewerkschaft oder vergleichbaren Einrichtung. Ubisoft wollte sich laut Engadget nicht öffentlich zu dem Fall äußern.

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