Sexismus: Kalifornische Behörde klagt gegen Activision Blizzard

Trinkgelage und sexuelle Übergriffe, ungleiche Gehälter: Eine Behörde hat Klage gegen Activision Blizzard eingereicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Werbung für Spiel von Activision Blizzard
Werbung für Spiel von Activision Blizzard (Bild: David McNew/Getty Images)

Die kalifornische Behörde Department of Fair Employment and Housing hat Activision Blizzard (Call of Duty, World of Warcraft) wegen zahlreicher Verstöße unter anderem gegen Arbeitsschutzgesetze und Gleichstellungsvorschriften verklagt.

Stellenmarkt
  1. SAP FI/CO Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim
  2. C++ Softwareentwickler Video Services (m/w/d)
    e.solutions GmbH, Erlangen
Detailsuche

Nach langen Untersuchungen sei die Behörde zu der Überzeugung gekommen, dass in dem Konzern ein Betriebsklima wie in einer "Studentenverbindung" ("frat house" in der Klageschrift (PDF)) herrsche.

Es gehöre zum Arbeitsalltag, dass die männlichen Angestellten sich betrinken und dann sexuell übergriffig gegenüber ihren weiblichen Kolleginnen würden.

Dazu gehörten sexuelle Beleidigungen, Scherze über Vergewaltigungen und Ähnliches. Auch komme es immer wieder vor, dass männliche Mitarbeiter morgens verkatert erschienen und dann stundenlang spielten, während die Arbeit von den Kolleginnen zu erledigen sei.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Rund 20 Prozent der Angestellten seien weiblich, sie werden laut der Klage erheblich schlechter bezahlt. Außerdem würden sie weniger interessante Jobs bekommen und schneller wieder entlassen.

Mit der Klage soll erreicht werden, dass Activision Blizzard die Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessert. Außerdem soll es Schadenersatz für die benachteiligten Mitarbeiterinnen geben.

In einer von Kotaku veröffentlichten Stellungnahme weist das Unternehmen die Vorwürfe mit scharfer Kritik am Department of Fair Employment and Housing zurück. Die Darstellung der Behörde sei falsch, die Untersuchungen seien oberflächlich gewesen und Probleme schon vor Jahren behoben worden.

"Dieses unverantwortliche Verhalten von nicht rechenschaftspflichtigen Bürokraten vertreibt viele der besten Unternehmen aus Kalifornien", ist Activision Blizzard überzeugt.

Auch Ubisoft wegen sexueller Übergriffe verklagt

Der Konzern ist nicht das einzige Spieleunternehmen, gegen das es momentan Verfahren wegen sexueller Übergriffe innerhalb der Belegschaft gibt. Mitte Juli 2021 wurde bekannt, dass die französische Gewerkschaft Solidaires Informatiques zusammen mit zwei früheren Angestellten eine Klage eingereicht hat.

Es gibt schon länger Vorwürfe gegen den Publisher - aber bislang noch nicht von einer Gewerkschaft oder vergleichbaren Einrichtung. Ubisoft wollte sich laut Engadget nicht öffentlich zu dem Fall äußern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Connect-App
CDU zeigt offenbar Hackerin nach Melden von Lücken an

Nach dem Auffinden einer Lücke in einer CDU-App zeigt die Partei nun die Finderin an. Der CCC will deshalb keine Lücken mehr an die CDU melden.

Connect-App: CDU zeigt offenbar Hackerin nach Melden von Lücken an
Artikel
  1. Ladestationen: Tesla erhöht Supercharger-Preise deutlich
    Ladestationen
    Tesla erhöht Supercharger-Preise deutlich

    Die Nutzung der Tesla-Supercharger kostet ab sofort mehr. Die Preise für das Laden liegen nun bei 0,40 Euro pro kWh - spürbar höher als Anfang 2021.

  2. Spielebranche: T-Mobile verlässt Activision Blizzard als Sponsor
    Spielebranche
    T-Mobile verlässt Activision Blizzard als Sponsor

    Das Logo auf Hemden überklebt, Gewinnspiele fallen aus: Die Probleme bei Activision Blizzard haben wohl einen E-Sport-Sponsor verschreckt.

  3. Victorian Big Battery: Tesla-Speicher brannte vier Tage lang
    Victorian Big Battery
    Tesla-Speicher brannte vier Tage lang

    Viel Aufwand war nötig, um das brennende Akku-Modul zu löschen.

cuthbert34 23. Jul 2021 / Themenstart

Es geht aber nicht darum, ob der alkoholisierte Kollege in einem wachen Moment die Arbeit...

Hotohori 22. Jul 2021 / Themenstart

Klar könnte es so sein wie er es schreibt, aber für mich klingt das eher nach einer...

Kommentieren



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Speicherwoche bei Saturn Samsung • Robas Lund DX Racer Gaming-Stuhl 153,11€ • HyperX Cloud II Gaming-Headset 59€ • Bosch Professional Werkzeuge und Messtechnik • Samsung Galaxy Vorbesteller-Aktion • Speicherwoche bei Media Markt • 60 Jahre Saturn-Aktion [Werbung]
    •  /