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Sexchat: Betrüger aus Gera hackt Webcam-Darstellerinnen

Ein Computerkrimineller ist in eine Online-Sexchatplattform in Hessen eingedrungen und hat 212.000 Euro erbeutet. Er wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Landgericht Gera
Landgericht Gera (Bild: Landgericht Gera)

Ein Computerbetrüger aus Gera ist in eine Plattform für Erotikchats eingedrungen und hat sich rund 212.000 Euro beschafft. Wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs und weiterer Straftaten verurteilte ihn das Landgericht Gera am 25. März 2014 zu dreieinhalb Jahren Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, berichtet der MDR.

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Das Gericht sei überzeugt, dass der Angeklagte von April 2008 bis November 2009 wiederholt ins Computersystem einer Firma in Hessen eingedrungen sei, sagte der Vorsitzende Richter Berndt Neidhardt in der Urteilsbegründung. Dort habe er Nutzerkonten von Erotikdarstellerinnen geändert, so dass Auszahlungen auf seine Bankkonten sowie Konten eines Bekannten und seiner Mutter gebucht wurden.

Der Angeklagte bestritt diese Vorwürfe bis zuletzt entschieden. Das Geld seien rechtmäßige Chatumsätze, die er mit mehreren Freundinnen erworben habe. Der Richter forderte von dem Beschuldigten, diese Frauen zu benennen. Das hatte der 36-Jährige jedoch abgelehnt.

Die Staatsanwaltschaft sprach in ihrem Plädoyer von einer hohen kriminellen Energie. Für seine Betrügereien habe der Verurteilte Nutzerkonten von Darstellerinnen entsperrt und andere Chat-Profile genutzt. Ein Zeuge hatte geschildert, wie der 36-Jährige die Auszahlungen verschleiert hat, so dass sein Vorgehen lange unbemerkt blieb. Verurteilt wurde der Geraer auch wegen versuchten Betrugs und Urkundenfälschung.

Verteidiger Egbert Gueinzius bestritt, dass wesentliche Belege für die Schuld seines Mandanten existierten. Es habe nicht nachgewiesen werden können, das dieser ein Passwort ausgespäht oder überwunden habe und wie er ins Computersystem des Unternehmens eingedrungen sein soll.

Auf Erotikplattformen im Internet bieten meist weibliche Darstellerinnen Sex-Chats und -Webcamshows für zahlende Mitglieder an.



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Nasenbaer 27. Mär 2014

Ohne, die offizielle Urteilsbegründung gelesen zu haben (sind die eigentlich öffentlich...

kinderschreck 26. Mär 2014

Diese Sichtweise ist genau das Problem. Steuerhinterziehung wird in Deutschland leider...

kinderschreck 26. Mär 2014

Ich sehe da keinen Unterschied.

Spaghetticode 26. Mär 2014

Da hätte er legal das Geld verdient.

Biterolf 26. Mär 2014

Das habe ich auch gedacht und das ganze noch an Frauen, die versuchen eine Webcam...


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