Settop-Box: Skys Streaming-Client ist der Roku 3

Für sein reines Streaming-Angebot Sky Online will der Pay-TV-Anbieter bald auch eigene Hardware anbieten. Sie basiert auf dem Roku 3, der in den USA bereits für viele andere Dienste genutzt wird. Wie das Fire TV ist er auch spieletauglich, der Schwerpunkt liegt aber auf anderen Funktionen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Sky-Box für Streaming auf Basis des Roku 3
Die Sky-Box für Streaming auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Die demnächst von Sky angebotene Settop-Box für den Dienst Sky Online wird auf dem in den USA bereits seit März 2013 erhältlichen Roku 3 basieren. Dies bestätigte Sky Golem.de. Das kalifornische Unternehmen Roku ist in den USA bereits seit über zehn Jahren mit seinen Streaming-Clients recht erfolgreich, seit 2008 gibt es die Roku-Streaming-Player, die später einfach nur noch Roku genannt wurden. Populär sind die Geräte vor allem, weil viele Video-on-Demand-Dienste wie Netflix, Hulu Plus, HBO Go und das in den USA schon länger verfügbare Amazon Instant Video darauf laufen.

Dabei sind die einzelnen Angebote wie die Sender für herkömmlichen TV-Empfang organisiert, die an Settop-Boxen vor allem für Kabelangebote gewohnten US-Nutzer müssen sich also kaum umstellen. Über einen eigenen Online-Shop von Roku können stets weitere Dienste hinzugebucht werden. Ob Sky sich dieses Systems bedienen wird, ist aber noch nicht bekannt.

  • Die Fernbedienung besitzt einen Bewegungssensor. (Bild: Roku)
  • Hinten unter dem HDMI-Port ist der Micro-SD-Slot, USB befindet sich an der rechten Seite. (Bild: Roku)
  • Roku-Remote mit Kopfhörer (Bild: Roku)
  • Der Player mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • 8,9 Zentimeter zum Quadrat und 2,5 Zentimeter dick (Bild: Roku)
  • Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)
  • Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)
  • Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)
  • Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)
Hinten unter dem HDMI-Port ist der Micro-SD-Slot, USB befindet sich an der rechten Seite. (Bild: Roku)

Der Roku 3 funktioniert ähnlich wie Amazons Fire TV, ist aber schwächer ausgestattet. So gibt es nur eine Dual-Core-CPU mit Cortex-A9-Kernen, Amazons Streaming-Client arbeitet mit einem Quad-Core. Bilder des Innenlebens des Roku 3 finden sich im Streaming Media Blog.

Das SoC des Roku-Players stammt von Broadcom und trägt die Modellnummer BCM11130, offenbar handelt es sich um eine Sonderanfertigung für den Hersteller. In einer Produktübersicht (PDF) von Broadcom ist der Chip zwar aufgeführt, weitere öffentliche Dokumentation gibt es aber nicht. Für einfache Spiele sollte der BCM11130 aber ausreichen, immerhin wird bei der britischen und der US-Version des Geräts Angry Birds Space mitgeliefert. Full-HD-Video beherrscht der Baustein laut den spärlichen Daten von Roku in jedem Fall. Zum internen Speicher macht das Unternehmen keine Angaben, er lässt sich aber über eine Micro-SD-Karte erweitern.

Ins Netz gelangt der Player über Fast-Ethernet oder Dual-Band-WLAN, Bild und Ton gibt das 8,9 Zentimeter kleine und quadratische Gerät nur über HDMI aus, ein optischer Digitalausgang fehlt. Der an der rechten Seite angebrachte USB-Port wird erst über zusätzliche Apps sinnvoll nutzbar, dann lassen sich darüber aber auch Medien wie MKV-Dateien abspielen, wie ein Test der britischen Site Micromart ergeben hat. Wie beim Fire TV ist der Zugriff auf DLNA-Server im Heimnetzwerk erst über eine zusätzliche App möglich.

  • Die Fernbedienung besitzt einen Bewegungssensor. (Bild: Roku)
  • Hinten unter dem HDMI-Port ist der Micro-SD-Slot, USB befindet sich an der rechten Seite. (Bild: Roku)
  • Roku-Remote mit Kopfhörer (Bild: Roku)
  • Der Player mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • 8,9 Zentimeter zum Quadrat und 2,5 Zentimeter dick (Bild: Roku)
  • Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)
  • Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)
  • Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)
  • Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)
Vorserienmodell der Sky-Box auf Basis des Roku 3 (Bild: Nico Ernst)

Noch etwas ausgefeilter als die Fire TV Remote ist die Fernbedienung des Roku 3. Sie ist nicht über Bluetooth, sondern per WiFi-Direct angebunden, was eine höhere Reichweite verspricht. Zudem besitzt sie auch einen Bewegungssensor, mit dem sich auch Spiele steuern lassen. Ein Highlight ist die Kopfhörerbuchse der Fernbedienung. Über sie kann der Ton des gestreamten Videos ausgegeben werden, so dass man Nachbarn und Mitbewohner nicht stört. Spracherkennung wie beim Fire TV ist bei Roku aber nicht vorhanden. Zudem wird Sky mit der ersten Version seiner Box keinen Kopfhörerausgang anbieten, wie das Unternehmen Golem.de nach Erscheinen dieser Meldung sagte.

In den USA ist der Roku 3 ab rund 85 US-Dollar plus der örtlich verschiedenen Steuern erhältlich. Was das Gerät bei Sky kosten wird, und wann es erscheint, hat der Pay-TV-Anbieter noch nicht verraten. Mehr als die für das Fire TV geforderten 99 Euro dürfte das Gerät aber kaum kosten, in Verbindung mit einem längerfristigen Abo eher deutlich weniger. Bisher sieht Sky Online, ganz wie Netflix und andere Dienste, eine monatliche Kündigungsfrist vor.

Nachtrag vom 31. Oktober 2014, 16:30 Uhr:

Bei einer Veranstaltung in München hat Sky seine Streaming-Box erstmals gezeigt, jedoch nicht im Betrieb. Das Gehäuse und die Anschlüsse des Vorseriengeräts entsprechen dem Roku 3, mit einem wichtigen Unterschied: Die Fernbedienung besitzt keinen Anschluss für Kopfhörer. Wie Sky Golem.de sagte, ist diese Funktion für den Marktstart des Geräts nicht vorgesehen, wird aber vielleicht mit späteren Versionen der Box angeboten. Dazu haben wir in der Beschreibung des Roku 3 einen Satz eingefügt. Zudem wurde die Galerie um Fotos der Sky-Box erweitert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
27, 32 und 34 Zoll
Warum OLED-Monitore (noch) nichts fürs Büro sind

Hersteller bringen ihre OLED-Panels in immer besseren Displaygrößen heraus. Damit sie sich im Büro etablieren, muss aber noch viel passieren.
Eine Analyse von Oliver Nickel

27, 32 und 34 Zoll: Warum OLED-Monitore (noch) nichts fürs Büro sind
Artikel
  1. Börsenkurs fällt: Googles Chatbot Bard patzt in der ersten Präsentation
    Börsenkurs fällt
    Googles Chatbot Bard patzt in der ersten Präsentation

    Googles Chatbot Bard ist in einem Werbevideo angeteasert worden - und hat falsche Antworten geliefert. Der Aktienkurs von Alphabet fiel.

  2. Cloudgaming: Google Stadia hatte weniger als 10 Prozent Marktanteil
    Cloudgaming
    Google Stadia hatte weniger als 10 Prozent Marktanteil

    Xbox dominiert den weltweiten Cloudgaming-Markt. Das geht aus Informationen der britischen Kartellbehörde hervor, die Microsoft untersucht.

  3. Paramount kooperiert mit Amazon: Star Trek Picard läuft bald bei Prime Video und Paramount+
    Paramount kooperiert mit Amazon
    Star Trek Picard läuft bald bei Prime Video und Paramount+

    Irgendwann in diesem Jahr wird es erstmals alle Star-Trek-Serien in Deutschland im Abo von Paramount+ geben.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Finale der PCGH Cyber Week • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€ • Neue Tiefstpreise DDR4/DDR5 • Lenovo 27" WQHD 165 Hz 299,99€ • Philips OLED TV 55" 120 Hz Ambilight -44% • Samsung SSD 2TB Heatsink (PS5-komp.) 189,99€ • Roccat Vulcan 121 Aimo 139,99€ • Asus RX 7900 XT 939,90€ [Werbung]
    •  /