Studieninhalt und weitere Schritte
In der Studie wurde untersucht, wie technologische Partikel theoretisch von Stern zu Stern wandern, dabei über große Entfernungen und lange Zeiträume hinweg stabil bleiben und sich schließlich in die Mondoberfläche einbetten. Der Grund für die Produktion solcher Teilchen ist vielseitig. Sie könnten absichtlich oder als Nebenprodukt der Weltraumforschung oder als großangelegtes Ingenieursprojekt hervorgebracht werden. Diese Partikel könnten dann von Menschen mithilfe von KI-gestützter Bildgebung, Materialanalyse und Mikroskopie genauer untersucht werden.
Die Autoren schätzen, dass eine sorgfältige Untersuchung von etwa einem Kubikmeter Mondregolith dazu beitragen könnte, aussagekräftige Grenzen für die Menge an beständigem künstlichen Material zu setzen, das von technologischen Zivilisationen im Laufe der Geschichte der Milchstraße produziert wurde. Anhand dieser Grenze könnte die Anzahl der technologisch fortgeschrittenen Zivilisationen eingegrenzt werden, die im Laufe der galaktischen Geschichte möglicherweise existiert haben.
Selbst wenn im ersten Kubikmeter keine Technosignaturen gefunden würden, würde die Suche die ersten quantitativen Einschränkungen für diese vollkommen neue Klasse von Technosignaturen festlegen.
Tatsächlich befinden wir uns in einer Zeit, in der vor allem Nationen wie die USA und China, aber auch Indien, Russland und Südkorea ihre eigenen Basen und Schürfaktivitäten auf dem Mond auf- und ausbauen wollen. Damit könnten zukünftig mehr Mondproben analysiert werden – möglicherweise auch von den Seti-Forschern.
Zur Studie
Die Studie durchläuft gerade das Peer-Review-Verfahren und wurde für eine Publikation im Fachmagazin International Journal of Astrobiology in Betracht gezogen. Das Forschungsergebnis wurde auf dem Pre-Print-Server arxiv.org veröffentlicht: Micron-Scale Technosignatures: How a Cubic Metre of Lunar Regolith May Begin to Constrain the Number of Past Technological Civilisations in the Galaxy(öffnet im neuen Fenster).
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