Seti: Doch kein Signal von Proxima Centauri

2019 wurde ein vermeintlich außerirdisches Signal entdeckt, das vom Stern Proxima Centauri zu kommen schien. Doch es stammte von der Erde.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Ein Radioteleskop in der Wüste
Ein Radioteleskop in der Wüste (Bild: Martina Bernetti , Getty Image)

2019 erreichte ein Signal die Erde, von dem man annahm, dass es von unserem nächsten Nachbarstern kam: Proxima Centauri. Handelte es sich vielleicht um ein künstliches außerirdisches Signal von dem Stern in 4,2 Lichtjahren Entfernung, der von den Planeten Centauri b und c umkreist wird? Das Signal, so vermutete man, könne nur technisch erzeugt werden, da es eine Frequenz von fast genau 982 Megahertz hatte.

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Forschende des Seti-Projekts, das seit den 1960er Jahren auf die Suche nach außerirdischem Leben im All ist, kommen nun mit der ernüchternden Antwort: Nein. Es kommt weder von Aliens, noch stammt es von einem fremden Planeten oder Stern.

Unter anderem hat Sofia Sheikh von der University of California das mysteriöse Signal untersucht und kam zu dem Schluss: "Die Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es sich bei den Signalen um Störgeräusche von menschlicher Technik handelt, auch wenn wir die genauen Quellen nicht lokalisieren konnten." Auch warum das Signal aus der Richtung von Proxima Centauri zu kommen schien, weiß man bei Seti nicht.

Ernüchternde Nachricht?

Zunächst hört sich diese Erkenntnis nach einem Rückschlag auf der Suche nach außerirdischen Signalen an. Die Forschenden betonen aber, dass es sogar ein Fortschritt sei. Immerhin konnten sie dadurch ihre Werkzeuge optimieren, die sie für die Suche benötigen. Außerdem hatten sie bereits vorher erwartet, dass das Signal von der Erde stammte.

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Ein dazugehöriger Beitrag wurde am 25. Oktober in dem Fachmagazin Nature unter dem Titel Mysterious "alien beacon" was false alarm (übersetzt: Mysteriöses "außerirdisches Leuchtfeuer" war falscher Alarm) veröffentlicht.

Einen weiteren Beitrag hat die Forschungsgruppe ebenfalls am 25. Oktober in Nature Astronomy unter dem Titel Analysis of the Breakthrough Listen signal of interest blc1 with a technosignature verification framework (übersetzt: Analyse des beobachtenswerten Breakthrough-Listen-Signals blc1 mit einem Technosignatur-Verifizierungsrahmen) veröffentlicht; bei Breakthrough Listen handelt es sich um ein Programm des Seti-Projekts. Der Artikel schlägt ein zehn Punkte umfassendes Verfahren für den Fall vor, dass man erneut auf ein sogenanntes Technosignal stößt.

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prolemiker 27. Okt 2021

Wenn alles nach Plan geht, dann zumindest mit 0ppm CO in der Atmosphäre. Das...

der_dude 27. Okt 2021

Es waren sicher Delphine, angeleitet von den Mäusen

Patrick... 27. Okt 2021

Lieber Herr Schmidt, danke für Ihren konstruktiven Hinweis, ich habe es im Beitrag...

Johannes321 27. Okt 2021

Habe mich gestern mal aus Interesse durch die beiden Paper und den Anhang gelesen. Alles...



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